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Sie sind hier: Home >> Archiv >> Ausgabe 181

07.06.2010 Gastkommentar: Sind die Imame für die Gewalttätigkeit der Jugendlichen mitverantwortlich? Von Cemil Şahinöz

"Die Wurzel des Problems"

(iz). Die Ergebnisse des Kriminologen Prof. Christian Pfeiffer sorgten im letzten Monat für Furore. Laut der Studie seien „religiöse“ Muslime gewalttätiger und hätten weni­ger deutsche Freunde als Menschen, die weniger „religiös“ seien. Die Schuldigen für diese Gewalttätigkeiten sind schon längst gefunden: Imame in Deutschland. Diese Schlussfolgerung, die jenseits jeder soziologischen Erklärung ist, ist wie folgender bekannter Analogieschluss: In einem Dorf, in dem es viele Störche gibt, gibt es mehr Neugeborene als in ­Dörfern mit weniger Störchen. Also bringen die Störche die Kinder.  mehr ...
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12.07.2010 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime in Deutschland. Von Yasin Alder

Wie Jugendgewalt begegnen?

(iz). Als kürzlich eine Vorabmeldung zu der Studie „Kinder und Jugendliche in Deutschland. Gewalterfahrungen, Integration, Medienkonsum“ des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen unter Leitung von Prof. Christian Pfeiffer in die Medien geriet, wurde ein kleiner Teilaspekt der Studie besonders aufgegriffen: Männliche Jugendliche aus muslimischen Familien, die sich selbst als „sehr religiös“ einstuften, neigten stärker zu Gewalttätigkeit und „männlichem Dominanzverhalten“ als andere Jugendliche.  mehr ...
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01.07.2010 Der muslimische Umweltschutzveteran Fazlun Khalid über Islam, die Umwelt und was jeder Einzelne tun kann

„Augenblicklicher Erfolg in 24 Stunden“

(iz) Im Juni empfahl der britische Thronfolger Prinz Charles in einer Rede ein Umweltschutzprojekt in Sansibar, bei dem die Islamische Stiftung für Ökologie und Umweltwissenschaften (IFEES) eine wichtige Rolle spielte. Die Rede im Sheldonian Theatre in der Universitätsstadt Oxford behandelte das Thema „Islam und die Umwelt“. Das Projekt in Sansibar, das weltweit Beifall erhielt, war das erste seiner Art, bei dem eine ökologische Ethik gelehrt wurde, die aus dem Qur’an abgeleitet ist.  mehr ...

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26.06.2010 Islamabad: Umweltfreundliche Nutzung von Müll in der Stromerzeugung. Von Amna Nasir Jamal, Lahore

Energie aus Abfall

(IZ). Pakistan leidet wegen seines steigenden Energiemangels unter umfangreichen Stromausfällen. Dies beeinträchtigt viele Einrichtungen des alltäglichen Lebens. Insgesamt forderte dies einen sozialen und wirtschaftlichen Preis, wenn der Fluss produktiver Ressourcen gedrosselt wird.

Das Land verfügt über eine Gesamtkapazität von 19.450 Megawatt in der Stromerzeugung. Diese speist sich aus drei Quellen: Wasserkraft (33 Prozent), Verbrennungskraftwerke (65 Prozent) und Atomenergie (2 Prozent).  mehr ...
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29.06.2010 Neubau der Omar-Ibnulkatab-Moschee eröffnet. Von Yasin Alder

„Goldstück“ für Wiesbaden

(iz). Ganz in der Nähe der Autobahn-Ausfahrt Wiesbaden-Biebrich, in der Henkellstraße, befindet sich inmitten einer gut situierten Wohnstraße seit 1996 die Moschee Omar Ibnulkatab. Ihr Namensgeber ist der zweite Khalif ‘Umar ibn Al-Khattab.

Mitte Juni wurde nun unmittelbar neben dem alten Moscheegebäude ein Neubau fertig gestellt und mit einem Freitagsgebet eröffnet. Über 500 Personen seien gekommen, berichtet der langjährige Vorsitzende Omar Lamkadmi.  [ABO] mehr ...
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29.06.2010 Mazedonien: Jahrestagung der Europäischen Muslimischen Union. Von Ali Kocaman

Ein Signal aus Skopje

Skopje, die traditionsreiche Hauptstadt Mazedoniens, war vom 28. bis zum 30. Mai der Tagungsort der diesjährigen Jahresversammlung der Europäischen Muslimischen Union (EMU). Bei der Eröffnung am 28. Mai begrüßten der Vorsitzende der mazedonischen humanitären Organisation „El Hilal“, Behixhudin Shehapi, und der EMU-Vorsitzende Abu Bakr Rieger die rund 120 geladenen Gäste aus dem Balkan, Westeuropa, Russ­land und der Türkei.

Das Einführungsreferat über „die Bedeutung des Balkans für Europas Muslime“ wurde von EMU-Ehrenpräsident Prof. Dr. Nevzat Yalçintas gehalten.  [ABO] mehr ...

17.07.2010 Das Abendland unterschlägt eine seiner wichtigsten Komponenten. Von Prof. Dr. Ferid Muhic, Skopje

Das muslimische Europa (1)

(iz). Viele Menschen verbringen ihr ganzes Leben mit dem Fischen, ohne dabei zu wissen, dass sie gar nicht den Fisch suchen. Die wichtigste Sache in der Wissenschaft - wie im Leben - ist das Verständnis von dem, was wir wirklich suchen. Dies müssen wir immer im Hinterkopf ­behalten.

Heute hören wir oft die Frage, ob Europa es akzeptieren könne, dass es auch ein Kontinent der Muslime sei.  mehr ...

24.06.2010 Kommentar: Frankreich fliegt und diskutiert. Deutschland gewinnt und vergleicht. Von Morad Bouras, Bielefeld

Der Fußball und die "Integration"

(iz). Vor zwölf Jahren gewann Frankreich die Fußball-Weltmeisterschaft, zwei Jahre später die Europameisterschaft. Das Team bestand überwiegend aus Spielern, die aus ehemaligen Kolonien stammen. Das Land war stolz. Eine gelungene „Integration“ schien vollendet. Heute, zwölf Jahre später, hat eine ähnliche Mannschaft eine miserable WM abgeliefert. Mit nur einem Punkt in der Gruppe A verlässt Frankreich als Gruppenletzter das Turnier.

Dass Fußball eine Sprache ist, die überall verstanden wird, ist bekannt. Jedoch scheint die hiesige medial-politische Lesart eine andere Dimension zu sein.  mehr ...

29.06.2010 Hintergrund: In Fragen der Organisation gibt es Veränderungsdruck. Von Malik Özkan

Muslime - zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft

(iz). Es ist beinahe eine Binsenweisheit: den Islam kann man nicht wirklich alleine praktizieren. Man betet gemeinsam, geht mit Mil­lionen Muslimen auf die Pilgerreise und bezahlt die Zakat zum Wohle der ört­lichen Gemeinschaft. Zweifellos sind also Muslime in aller Welt auf verschiedensten Ebenen miteinander verbunden und praktizieren ihren Glauben „privat” und „öffentlich” zugleich. Jeder, der einmal die Pilgerreise unternommen hat, weiß, dass dieses „Gemeinschaftsgefühl“ der Muslime nicht nur ein Spruch, eine Fiktion oder gar nur eine vergangene Romantik ist.  mehr ...

29.06.2010 "Wo man helfen muss" - Die Hilfsorganisation Islamic Relief möchte Armen Starthilfe und Begleitung bieten. Von Nuri Köseli, Köln

Arbeit schaffen, Existenzen sichern

Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Arbeit bedeutet finanzielle Sicherheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Ein Leben ohne Arbeit ist ein Leben mit ungewisser Zukunft. In armen Ländern arbeitslos zu sein, heißt, seine Kinder nicht ernähren oder nicht in die Schule schicken zu können. Keine Arbeit zu haben bedeutet, von Almosen zu leben und abhängig von fremder Hilfe zu sein.

Menschen, die in Armut leben, brauchen Starthilfe und Begleitung, damit sie sich nützliche Fähigkeiten aneignen können und den Schritt in die Unabhängigkeit schaffen.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Von Familienausflügen lernen. Es braucht mehr Möglichkeiten, die Menschen direkt anzusprechen. Von Sulaiman Wilms

Kommentar: Mehr Zirkus wagen

(iz). Wer wie ich mehrere Kinder im Vorschul­alter hat, weiß aus eigener Erfahrung, wie ­wichtig es ist, sich gerade auch als Vater regelmäßig mit ­ihnen zu beschäftigen. Dies fällt zugege­bener­maßen leichter, wenn sich Möglichkeiten für Aktivitäten außerhalb der eigenen vier ­Wände anbieten. Nicht selten wird man sich dabei an den Wünschen und Bedürfnissen der ­Kleinen orientieren müssen. Aber hin und wieder gibt es Aktionen, bei denen auch Papa und Mama ihren Spaß haben können.  mehr ...

10.06.2010 Konferenzbericht: Debatte über Medien und Islamfeindlichkeit im französischen Lille. Von Malik Özkan

Europas Muslime verteidigen

(iz). Unzweifelhaft gibt es zu einem gewissen Grad vorurteilsbeladene und unfaire Einstellungen gegenüber Muslimen in Europa. Dies gilt vor allem für die in Westeuropa lebenden Muslime - und hier insbe­sondere gegenüber jenen mit einem ­Migrationshintergrund. Es ist innerhalb der vielfältigen muslimischen Gemeinschaften in Europa eine gemeinsame Erfahrung, wonach Medien eine der Hauptursachen für das gelegentliche anti-muslimische Ressentiment (das zu oft unkorrekt als „Islamophobie“ bezeich­net wird) darstellen.

Ein Team der Islamischen Zeitung reiste am 6. und 7.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 "Muslime & Globalisierung" - Contra: Studie ergibt, dass ein ständig steigender Wohlstand zu weiteren Umweltschäden führt. Von Sulaiman Wilms

Unheilige Geldvermehrung

(IZ/pte/Agenturen). Einer der größten Mängel der menschlichen Situation ist es, dass nur eine Minderheit in der Lage ist, die Dinge des Lebens einheitlich zu denken. Fraglos kennen wir alle, spätestens seit den frühen 1980er Jahren, die negative Realität der ökologischen Schädigung und Zerstörung. Als Verbraucher werden wir immerhin seit Jahren auch von der Industrie aufgerufen, umweltfreundlichere Produkte zu verbrauchen. Andererseits ist jedem seit Ende 2008 bewusst, dass unsere Finanzordnung wegen ihrer inneren Widersprüche nicht haltbar ist.  mehr ...

29.06.2010 Anmerkungen zur praktischen Spiritualität muslimischer Frauen. Von Margari Aziza Hill

Auf den Spuren großer Vorbilder

Ich stamme aus der Bay Area im US-amerikanischen Kalifornien. Dort reden viele darüber, sie seien „spirituell“, aber „nicht religiös“, und hier finden sich viele New Age-Gruppen, darunter auch Muslime und solche, die behaupten, sie seien Sufis, aber keine Muslime.

Als ich nach meiner Annahme des Islam das Kopftuch anlegte, kam eine junge Frau mit nahöstlichen Wurzeln zu mir und sagte, sie sei „spirituell“, aber konzentriere sich auf die inneren Aspekte des Glaubens, während ich den äußeren verhaftet sei. Dies ist ein falscher Gegensatz.  mehr ...

17.11.2012 Aus gegebenem Anlass: Psychologin Sonja Wentz über die Psyche im Freiluftgefängnis

Traumatisiert in Gaza

(IPS). Sie fühle sich durch das Grenzsystem missbraucht, stellt die amerikanische Psychologin Sonja Wentz fest, nachdem sie jüngst den Gazastreifen bereiste. Sie besuchte das Gebiet, um palästinensische Fachleute dabei zu unterstützen, den Menschen in Gaza dabei zu helfen, mit dem alltäglichen und anhaltenden Trauma fertig zu werden.

Wentz ist Fakultätsmitglied des Internationalen Trauma-Behandlungsprogramms im US-amerikanischen Olympia. Sie kooperiert mit unpolitischen Nichtregierungsorganisationen, die überwiegend in Regionen arbeiten, in denen es interne Konflikte gibt.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Netzpolitik: Der Bundesinnenminister will anderen Umgang mit Diffamierung im Internet. Von Yasin Alder

„Digitaler Radiergummi“ vorgeschlagen

(iz). Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat in einer viel beachteten Grundsatzrede 14 Thesen zur Netzpolitik vorgestellt, mit denen die „Grundlagen für die Rolle des Staates bei der weiteren Ausgestaltung des Internets“ formuliert werden sollen.  mehr ...

29.06.2010 Die islamische Lehre ist nur dann sicher, wenn die breite Masse der Muslime selbst ausreichend gebildet ist. Von Abu Bakr Rieger

Der freie Imam und seine Gemeinschaft

(iz). Ich glaube, es ist nur eine kleine Sensation: Natürlich gibt es viele mus­limische Jugendliche in Deutsch­land, die nur unzulänglich ­wissen, was der Islam überhaupt ist, ihn nur halbherzig praktizieren, kulturelle Gepflogenheiten mit islamischen Gesetzlichkeiten verwechseln, sich einfach schlecht benehmen und wohl auch von einer verzweifelten Identitätssuche getrie­ben sind.  mehr ...

29.06.2010 IZ-Serie: Das Lehrgedicht „Murschid Al-Mu’in“ von Ibn ‘Aschir enthält die wesentlichen Elemente des Islam. Von Dr. Asadullah Yate

Was wir über den Din wissen müssen (1)

Angesichts der jetzigen, entwicklungsbedürftigen Lage der islamischen Bildung in Deutschland - insbesondere bei Kindern und Jugendlichen - ­stellen viele sich die Frage, woher das dafür notwendige Wissen stammen soll. Jenseits der lobenswerten Ausnahmen funktionierender wie fundierter Wissensvermittlung besteht augenblicklich vielfach ein Mix aus importierten Lehrmethoden und -inhalten einerseits und andererseits aus der Nutzung des Internets („Schaikh Google“).
Daher liegt es also nahe, zu fragen, woher wir denn unser Wissen nehmen sollen.  mehr ...

01.07.2010 Ein Projekt aus Deutschland verfolgt ein ambitioniertes Ziel. Von Yasin Alder

Die Lesarten des Qur’an bewahren

(iz). Dass es eine ganze Reihe unterschiedlicher textlicher Lesarten (Qira’at) des Qur’an gibt, die die von Allah herab gesandt worden sind, ist vielen Muslimen heute kaum noch bekannt. Mehrheitlich ist von sieben Lesarten die Rede, die mutawatir, das heißt vielfach überliefert sind, wobei heute die Lesart von ‘Asim in der Überlieferung von Hafs am weitesten verbreitet ist. Vor allem in Nord- und Westafrika ist noch die Lesart von Nafi in der Überlieferung von Warsch verbreitet und in geringem Maße die Überlieferung von Qalun, vor allem in Libyen und Tunesien.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Beitrag: Gaza-Konvoi dokumentiert eine erfolgreiche Medienstrategie. Von Malik Özkan

Von Macht und Meinung

(iz). Dass die Gegner in einem Konflikt sich der Medien bei der Vermittlung ihrer Argumentationslinien bedienen, ist selbstverständ­lich. Insbesondere fällt dies im ­Internet leicht, wo die noch existenten Maßstäbe der „Qualitätsmedien“ nicht mehr greifen. Im Falle der gewaltsamen Kape­rung des ersten Gaza-Konvois kommt ­erschwerend hinzu, dass keine unab­hän­gigen Medien vor Ort waren. Dies eröffnet der bloßen Meinung - und ihrer Mani­pulation - Tür und Tor.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Im Rahmen der herrschenden Denkregeln kann die Gaza-Blockade nicht aufgelöst werden, meint Abu Bakr Rieger

Denkblockade

(iz). Der Gaza-Konvoi und der darauf folgende Gegenschlag der Israelis in internationalen Gewässern haben die üblichen, eher denkfeindlichen Pawlowschen Reaktionen ausgelöst. Es herrscht ein konsequentes Freund-Feind-Denken, und jedem differenzierenden Blickwinkel droht (übrigens auf beiden Seiten) die sofortige Abschiebung ins feindliche Lager. Es gibt aber auch einen dritten Ort, jenseits des „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ und der Idee, die Vernichtung und Demütigung des Feindes berge in sich eine tragfähige Lösung.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Dieses Mal: Nana Asma’u, Tochter von Schaikh ‘Uthman Dan Fodio. Von Laila Massoudi

Bekannte Muslime

Über einflussreiche Frauen in der langen muslimischen Geschichte zu schreiben, erzeugt den Eindruck des Besonderen. Selbst wenn solche Texte der Verteidigung des Genius muslimischer Frauen dienen, erwecken sie unbewusst den Eindruck, als würde es sich bei solchen Frauen um seltene Ausnahmen handeln und nicht um eine Normalität.

Zu den herausragenden Beispielen der Persönlichkeit von Musliminnen zählt ohne Zweifel die 1793 geborene Nana Asma’u, die bekannteste der Töchter von Schaikh „Schehu“ ‘Uthman Dan Fodio.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Hintergrund: Gedanken zu einem Schlüsselaspekt des Familienlebens. Von Aisha Wright

Nicht nur das „Was“, auch das „Wie“ ist entscheidend

Für jene, die Essen wirklich lieben, leben wir in einem Zeitalter der kulinarischen Auswahl. Aber während wir mit Kochbüchern, Zeitschriften über das Kochen und von Fernsehköchen bombardiert werden, die uns zeigen, wie alles richtig gemacht wird, machen wir uns da jemals Gedanken, wie wir essen?

Das Leben hat die Angewohnheit, eine Familie gleichzeitig in eine Million verschiedener Richtungen zu zerren. Zu einer angemessenen Zeit nach Hause zu kommen, Besorgungen in der ganzen Stadt zu machen, während unsere Kinder an einer Unmenge außerschulischen Aktivitäten beteiligt sind.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Die Union der marokkanischen Imame besteht seit über 20 Jahren. Von Safia Bouchari

„Kein einfacher Beruf“

(iz). Dass die in Deutschland tätigen Imame, deren Zahl auf über 2.500 geschätzt wird, gerade angesichts der aktuellen, immer drängender geführten Debatte um Imamausbildung und um die von Imamen in den Moscheen vermittelten Inhalte nach wie vor in der Öffentlichkeit so gut wie nicht repräsentiert sind, zählt zu den deutschen Eigenartigkeiten - in anderen europäischen Ländern sind islamische Gelehrte durchaus stärker in der Öffentlichkeit präsent. In Deutschland hingegen treten nach Außen hin so gut wie ausschließlich Verbandsfunktionäre in Erscheinung.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Den Gast ehren (2)

Islamische Lebenspraxis

Auch ist - nach Ansicht von manchen Gelehrten - die Aufnahme von Besuchern die Erfüllung einer der Befehle unseres Herrn. „Es gibt keine Handlung, durch die sich Meine Diener Mir annähern, die Mir lieber ist, als jene, die Ich für sie verpflichtend gemacht habe.“

Der Prophet sagte: „Lasst jeden, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, seine Gäste ehren. Sein besonderes Geschenk (an den Gast) sind ein Tag und eine Nacht, aber die Gastfreundschaft sollte drei Tage dauern. Gastfreundschaft, die darüber hinaus geht, ist ein Akt der Sadaqa.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Jugend: Jahresmeeting der MJD mit über 1.000 Teilnehmern. Von Ayten Bulut

„Helden gesucht!“

(iz). Mit etwa 1.000 Teilnehmern wurde das Treffen der MJD bei sonnigem Wetter zu einem erfolgreichen Event: Unter dem Motto „Helden gesucht“ wurde den Teil­neh­mern ein vielseitiges Programm gebo­ten. Sarah Joseph, Herausgeberin des internationalen Lifestyle-Magazins „emel“, gab den Jugendlichen mit ihrem Vortrag „Heroes“ (Helden) Impulse und Beispiele herausragender Persönlichkeiten aus der Geschichte. Auch Prof. Dr. El-Gomati aus England begeisterte mit dem Thema „Muslim Heritage“, in dem er die Jugendlichen auf eine Reise in die Geschichte mitnahm.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Europäische Einrichtung setzte sich mit Islamfeindlichkeit auseinander. Von Abdullah Bozkurt, Straßburg

Zur Lage in Europa

(Zaman). Europas größte zwischenstaatliche Menschenrechtsagentur hat gewarnt, dass Intoleranz gegen den Islam und Muslime in Europa in den letzten Jahren angestiegen sei. Sie forderte sofortige Maßnahmen, um Gewalt gegen Muslime einzudämmen. In einem Bericht der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) wurde mit Besorgnis wahrgenommen, dass sich Muslime in vielen der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates sozial ausgeschlossen, stigmatisiert und diskriminiert fühlten.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Pakistans Metropole Lahore lässt niemanden los, der sie einmal besucht hat. Von Hamid Khan

Stadt der Könige

Lahore, die Hauptstadt des Punjabs, ist das kulturelle, intellektuelle und künstlerische Zentrum Pakistans. Diese reiche und lebendige Stadt erweckt die Sinne zum Leben.

Dschinney Lahore nain wekhjaa, o dschmeja nain! - Wer Lahore nicht gesehen hat, wurde nicht geboren!“ Dies ist ein geflügeltes Wort unter den Einheimischen von Lahore, wenn sie die Möglichkeit haben, mit einem Fremden zu sprechen. Insbesondere jemand wie ich, der Punjabi, die lokale Sprache, beherrscht und versteht. Warum also die ganze Aufregung? Was gibt es denn in Lahore? Überlegen wir mal - (...  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Debatte: Engagierte und brillante Studierende lassen ihre schwierigen Ursprünge hinter sich. Von Selveta Bibic

Die Basis wird oft im Elternhaus gelegt

(iz). Viele Vorurteile über das Bildungsniveau der Jugendlichen im Allgemeinen werden durch die Ergebnisse der Pisa-Studie bestätigt. Sie seien faul, desinteressiert und dumm schloss die breite Masse daraus. Doch, verhält es sich wirklich so? Wo stehen speziell die muslimischen Jugendlichen? Welche Ziele haben sie und wie gedenken sie diese zu erreichen? Würde man diese Frage den Menschen auf der Straße stellen würden die muslimischen Jugendlichen noch viel schlechter abschneiden als alle anderen Jugendlichen zusammen.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Rendsburg: Muslimische Verbände auf Landesebene kamen zusammen. Von Norbert Müller, Hamburg

Eine wichtige Analyse

(iz). Seit einem Jahr haben sich musli­mische Organisationen auf Landesebene in verschiedenen Bundesländern auf regelmäßigen Treffen miteinander vernetzt. Das letztmalige fand am 29. Mai im schleswig-holsteinischen Rendsburg statt. Zu den teilnehmenden Organisationen zählten die „Schuren“ aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersach­sen, sowie die Islamische Religions­ge­mein­schaft Hessen, die Islamische Föderation Berlin und weitere.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Nach der Kaperung: Manche erwarten veränderte Lage in der Region. Von Sulaiman Wilms

Das Ende einer Allianz

(iz). Unabhängig davon, wie sich die humanitäre Lage in Gaza (der Anlass für die Entsendung des Konvois) entwickelt, ist es nach Ansicht nahöstlicher Beobachter nicht unmöglich, dass sie die geopolitische Lage ­anders gestaltet. In einem Beitrag für die „Inter­national Herald Tribune“ hatte der türkische Abgeordnete Suat Kiniklioglu, stellvertretender Vorsitzender des außenpolitischen Parlamentsausschusses, auf die mittelfristigen Folgen des ­israelischen Vorgehens verwiesen.

Der Nahe Osten stehe vor einer ­Weichen­stellung.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Hintergrund: Nach dem Berliner Gebetsurteil gibt es starke Bedenken. Von Birgit Wilke, Berlin

Ein „Marsch in den Laizismus“?

(KNA). Die Entscheidung sorgte für Wirbel: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg entschied, dass ein muslimischer Schüler sein Gebet am Weddinger Diesterweg-Gymnasium nicht außerhalb des Religionsunterrichts verrichten darf. Mittlerweile beginnen die Spekulationen darüber, welche grund­sätzliche Bedeutung es über den Einzelfall hinaus für den Schulalltag haben kann.

Anstoß für die Klage des Schülers war folgende Szene, die sich vor drei Jahren am Diesterweg-Gymnasium abspielte: Der damals 14-jährige Yunus M.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 "IZ-Begegnung" mit dem Fotografen Marcel Mettelsiefen über seine Arbeit in Afrghanistan

"Manchmal kommt man schon ins Staunen"

„Zwischen 17 und 142 Tote“ habe es bei dem deutschen Bombardement in den Morgenstunden des 4.9.2009 südlich von Kunduz gegeben. So der immer wieder zitierte NATO-Untersuchungsbericht. Zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg hatte ein deutscher Offizier das Töten im großen Stil angeordnet. Der amerikanische Befehlshaber der NATO-Mission in Afghanistan flog nach Kunduz, um sich für die Zivilisten unter den Opfern zu entschuldigen. In Deutschland stürzten ein Minister, ein Staatssekretär und der oberste Militär über den Angriff.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Pogrome in Osch: Hat die Welt nicht genug Interesse an Kirgistan? Von Sulaiman Wilms

Das blutige Ferghana-Tal

(IZ/Agenturen). Während die Weltöffentlichkeit gebannt auf den Hilfskonvoi nach Gaza und die verschärften Sanktionen gegen den Iran blickte, entfaltete sich im zentralasiatischen Kirgistan eine humanitäre Katastrophe. Das von zwei „farb-kodierten Revolutionen“ beinahe vollkommen destabilisierte Land, das früher als „die Schweiz Zentralasiens“ galt, erlebte im Juni gewaltsame Übergriffe gegen die usbekische Minderheit. Die Unruhen und Pogrome hatten ihren Anfang in den südlichen Städten Osch und dem angrenzenden Bezirken.  [ABO] mehr ...

29.06.2010 Gazastreifen: Israel erlässt teilweise Aufhebung der Blockade. Von Malik Özkan

Ein Ziel wurde erreicht

(IZ/Agenturen). Die tragischen Vorgänge bei der gewalt­samen Erstürmung des Gaza-Hilfskonvois Ende Mai durch Einheiten der israelischen Marine und ihre mediale wie politische Aufarbeitung haben die offizielle Absicht der Aktion dank medialer Mechanismen zeitweise in den Hintergrund ­treten lassen. Es ging den Organisatoren darum, auf die durch eine anhaltende Blockade verur­sachte humanitäre Zwangslage der im Gazastreifen lebenden ­Zivilbevölkerung aufmerksam zu machen und die Menschen mit Hilfsgütern zu versorgen.  [ABO] mehr ...
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„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
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