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08.05.2011 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime. Von Malik Özkan

Wie die Zakat nehmen?

Im Grunde ist Frage, wie die Zakat korrekt erhoben wird und wie man eine Gemeinschaft gründet, ein und die selbe Frage. Zu Beginn jeder ­echten Gemeinschaft wird das gemeinsame Gebet etabliert und eine Autorität eingerichtet, die die Zakat erhebt.

(iz). Die Zakat ist dabei eine der wichtigsten sozialen Funktionen jeder funktionierenden Gemeinschaft. Es ist nicht das „ethnische” Kriterium, dass in erster Linie die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ausmachen sollte, sondern die Bereitschaft, sich der Zakaterhebung zu unterwerfen.  mehr ...
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27.04.2011 "IZ-Begegnung" mit Prof. Ulrike Freitag vom Berliner Zentrum Moderner Orient

"Eine gewisse ­Krise im Studium des klassischen Islams"

(iz). Keine Frage, der Islam ist in aller Munde. Spätestens seit dem 11. September 2011 dominiert dieses Thema wie kaum ein anderes unsere individuelle wie öffentliche Wahrnehmung.

Trotz ­eines wachsenden Bewuss­t­seins in den Medien sind es aber oft nicht die eigentlichen Fachleute, sondern eine neue Art „Experten“. Gleichzeitig, nach einer Art Märchen­schlaf, erleben Orient- und Islamwissenschaft verstärkten Zulauf und scheinen immer noch Faszination auf viele Studenten auszuüben.

Wie kaum jemand ­an­deres ist Prof.  [ABO] mehr ...

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27.04.2011 Schwerpunkt Geld: Zwischen Inflation, Spekulation und „Islamic Finance“: Einsichten eines früheren Finanzmanagers und heutigen Kritikers. Von Tarek el-Diwany

Es braucht Mut, um die Wahrheit zu sagen

(iz). In den letzten sieben Jahren erlitt die Weltwirtschaft einen Kreislauf aus Boom und Crash. Es ist beunruhigend, dass das für die jüngste Krise verantwortliche Bankensystem von den Regierungen und Steuerzahlern gerettet wurde, die es seinerseits hoffnungslos verschuldete. Während in der Vergangenheit Verantwortliche verbannt und ihr System beseitigt wurde, sind sie heute Berater zur Lösung der von ihnen verursachten Probleme. In öffentlichen Verlautbarungen füttern seine Verteidiger die Öffentlichkeit mit Fehlinformationen über die Ursachen der Krise.  mehr ...
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01.05.2011 Interview: Deutschlands muslimischer Kinder- und Jugendbuchmarkt ist unterentwickelt. Ahmed Milad Karimi will das ändern

„Das Buch kann mehr leisten als andere“

(iz). In Zeiten der scheinbar totalen Vernetzung einer neuen Generation und eines beinahe schon obsessiven Verhältnisses zur eigenen Person im Internet (wie bei Facebook) scheinen Bücher, und die sie produzierenden Menschen, fast schon ein Anachronismus zu sein. Es dürfte keine übertriebene Spekulation sein, dass dieses ganz besonders jene Verlage trifft, die Bücher für Kinder und Jugendliche herausgeben.

Gute Bücher für junge, muslimische Leser sind leider nicht immer die Regel.  [ABO] mehr ...
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12.05.2011 Kommentar in eigener Sache: Freiwillig Bezahlen sollte in Mode kommen

"Arm, aber online"

(iz) Auf „telepolis“ fand sich neulich ein für ­Zeitungsmacher schön und melancholisch klingender Satz: „Dass es wichtig und ­wünschenswert wäre, im Netz eine Kultur des freiwilligen Bezahlens zu etablieren und damit freie und unabhängige Berichterstattung zu sichern, daran kann eigentlich kein Zweifel bestehen.“ Ja, daran besteht kein Zweifel. Wie man mit einer schmucken Webseite auch ein ­wenig Geld machen kann, bleibt eine schwierige Herausforderung. Die „tageszeitung“ rief zum freiwilligen Bezahlen auf (gerne auch bei uns!). Andere Mitbewerber wie Qantara.  mehr ...

27.04.2011 Europas Einheit vor achthundert Jahren und die Nachwelt. Von Sebastian Hennig

Das Staunen der Welt

(iz). Eine Ausstellung über das Geschlecht der Staufer wurde unlängst in Mannheim zur Staatsangelegenheit der drei Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Der „stupor mundis“ das Staunen der Welt, Friedrich II. von Hohenstaufen, vor allem ist immer wieder der Kulminationspunkt des Interesses. So ist ungefähr zeitgleich auch eine neue Biografie des prägenden Stauferkaisers von Olaf D. Rader im Beck Verlag erschienen. Der Kohlhammer-Verlag druckte die neunte Ausgabe des Buches „Die Staufer“ von Odilo Engels. Die Berufung auf den Sachsenkaiser Otto I. und Friedrich I.  mehr ...

27.04.2011 Eine Studie der Vodafone Stiftung belegt den schwindenden Einfluss in Erziehungsfragen. Von Abu Bakr Rieger

Die Entmachtung der Eltern

(iz). Schullalltag in Deutschland. Meine Tochter ist 11 Jahre und geht in die 5. Klasse des örtlichen Gymnasiums. Neulich kam sie nach Hause und überraschte mich mit dem Wunsch, auch ein Mobiltelefon zu besitzen. Ich fragte Sie, ob das wirklich nötig sei und für was Sie das Telefon eigentlich benutzen wolle.

Meine Tochter schien sich auch nicht ganz klar, was sie mit dem Handy eigentlich machen wolle.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Ein Gespräch kann Welten öffnen - das Muslimische Seelsorge Telefon. Ein Bericht von Erzsébet Nour Roth

Ein Notruf für die Seele

Das muslimische Seelsorge Telefon in Berlin - das erste seiner Art in Deutschland - konnte sich in den letzten beiden Jahren erfolgreich als erste Anlaufstelle für hilfesuchende Anrufer etablieren. ­Der Träger der Einrichtung ist die Hilfsorgansation Islamic Relief.

(iz). Nach unzähligen Treppen in einem Berliner Altbau erreiche ich die Tür zum Büro des Muslimischen Seelsorge Telefons. ­Imran Sagir, sein Geschäftsführer, öffnet mir die Tür. Vorbei an der einladenden, geschmack­voll eingerichteten Küche ­folge ich in sein Büro.  mehr ...

27.04.2011 „Die Debatte“: Gehört der Islam zu Deutschland? Ein kritischer Rückblick von Nurulhuda Hajjir

Die Talkmaster reden

(iz). Seit geraumer Zeit wird in Politik und Medien eine Debatte geführt, die - siehe Überschrift - vor allem für Muslime kaum nervtötender sein könnte. Offensichtlich war die Behauptung des Bundespräsidenten zum Tag der deutschen Einheit so provokativ, dass der neue Innenminister dieses Thema gleich nach Antritt seines neuen Amtes, das heißt, etwa sechs Monate nach der Rede des Bundespräsidenten, wieder aufgriff. Es wirkte fast so, als hätte er quasi darauf gewartet, nun in eine Position befördert zu werden, die seine Stellungnahme mit ausreichend viel Gewichtigkeit stützt.  mehr ...

23.05.2011 Muslimische Zivilisationen brachten auch Wissensgesellschaften hervor

Islamisches Lebenpraxis: Die Kultur des Buches

(IZ). In der muslimischen Welt gab es bei Büchern etwa seit der Mitte des 8. Jahrhunderts eine hoch entwickelte Produktion. Schon damals fanden sich große Bibliotheken, die zum Teil hunderttausende Bände enthielten. Das an­da­­lusische Kalifat besaß etwa 70 öffentliche Bibliotheken - und natürlich auch um­fang­reiche Privatsammlungen. So soll der Arzt Saladins etwa 10.000 Manuskripte besessen haben.  mehr ...

27.04.2011 Hintergründiger Reisebericht: Analyse der muslimischen Position in Indien. Von Yaseen Dockrat

Man schaute tatenlos zu

Muslime, und zunehmend auch ­andere Minderheiten wie die wenigen ­Christen auf dem Subkontinent, sind der ­Gewalt ­extremistischer Gruppierungen aus­ge­setzt. Die „größte Demokratie der Welt“ schaut zu und die neuen Milliardäre ­Indiens helfen finanziell mit.

(iz). Die Position der indischen Mus­­­lime ist von großer Be­deu­­­tung, aber tritt nur ­selten in den Vordergrund des Bewusstsein. ­Unter den Mogul war Indien ein muslimisches Reich, das nach Maßgabe des islamischen Rechts regiert wurde. Heute sind die Muslime nur eine Minderheit - Zugang zur Macht haben sie nicht.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 "Muslime & Globalisierung" - Weltweit entfaltet sich eine stille Katastrophe explodierender Lebensmittelpreise

Contra: Hunger in der Welt

(iz). Inmitten aktueller Krisen vollzieht sich die stille Katastrophe der rapide steigenden Lebensmittelpreise. Auch wenn ihre Ausläufer auch Verbraucher in den globalen Wohlstandssphären erreichen, trifft die massive Spekulation auf den Lebensmittelmärkten vor allem die Armen der Welt.

Zu den wichtigsten Stimmen, welche die desaströsen Auswirkungen in die Öffentlichkeit bringen, zählen die humanitären Organisationen. Die IZ sprach mit Antje Paulsen von der Deutschen Welthungerhilfe über Ursachen und Hintergründe.  mehr ...

27.04.2011 Die Hilfsorganisation muslimehelfen in Ruanda: ein Heim für die Frauenkooperative Ruhimba. Von Ahmad von Denffer

Chance auf ein kleines Einkommen

Eine Gruppe von Kindern geht die Straße wohl geordnet in einer Reihe entlang. Es sind Schüler und Schülerinnen der örtlichen Madrassa auf dem Weg zur Eröffnungsfeier. Die meisten Gäste sind schon da - sicher über hundert. Unter einem großen Zeltdach sitzen festlich gekleidete Frauen, unter einem zweiten Zeltdach daneben Männer. Während die letzten Vorbereitungen abgeschlossen werden, hört man Trommeln. Über die aufgebaute Lautsprecheranlage wird ein muslimisches Lied gespielt, dann ebben langsam die Gespräche der vielen Anwesenden ab und ein Rezitator trägt einen Abschnitt aus dem Qur’an vor.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Die Publikation als Ausdruck des Lebensstiles aus der Sicht eines muslimischen Verlegers. Von Salim E. Spohr

Man nennt es Buch (1)

(iz). Würden wir dem globalen Hype um das Internet, elektronische Bücher und den sich ändernden Lesegewohn­heiten bedingungslos folgen, müssten kon­se­quenterweise den Betrieb einer ge­druck­­­­ten Monatszeitung aus Rationa­lisierungsgründen einstellen. Offenkundig hat sich - insbesondere bei der Jugend - das Interesse an klassischen Medien zu Gunsten der „elektronischen” verschoben. Aber gerade auch in Deutsch­land gibt es immer noch viele Liebende, die Texte nicht nur lesen, sondern auch berühren wollen. Salim E.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 „Veränderungen müssen her“

Debatte: Strukturelle Probleme in den marokkanischen Moscheegemeinden

(iz). Der größte Teil der Moscheegemeinden von aus arabischen Ländern stammenden Muslimen gehört - anders als bei den türkischstämmigen Muslimen - keinem Verband an. Besonders trifft dies auf Moscheen von Muslimen mit marokkanischem Hintergrund zu. Doch diese „unabhängigen“ Moschee­vereine sind keineswegs per se beweg­licher als die verbandsgebundenen, eher im Gegenteil.

Auch hier geht der Generationswechsel in den Vorständen, die oft noch von der ersten Generation der Arbeitsmigranten eingenommen werden, nur stockend voran. Ein Unbehagen der jungen Generation ist spürbar.  mehr ...

27.04.2011 "Muslime & Globalisierung" - Bangladesch: Das WASH-Programm widmet sich dem Umgang mit Wasser. Von Naimul Haq, Dhaka

Pro: Für mehr Hygiene

(IPS). An einem sonnigen Nachmittag sitzt die 19-jährige Sufia Aktar vor einer Gruppe Hausfrauen, mit denen sie über den sicheren Umgang mit Wasser, Hygiene und persönliche Sauberkeit spricht. Dies ist die letzte Versammlung ihrer Art, denn Sufia wird danach in dem Wissen gehen, ihre „Mission erfüllt“ zu haben. Sie ist Angestellte des Programms WASH - eine Abkürzung für Wasser, Sanitär und Hygiene. Die Organisation betreibt eine Kampagne, um Menschen zu hygienischem Verhalten anzuhalten und ihnen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu gewährleisten.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 München: der Kleinkriminelle Irfan P. im Terrorprozess und seine Hintergrünge. Von Sulaiman Wilms

V-Mann im Einsatz

(iZ). Ich bekenne, dass mir nach dem 11. Sep­tember abstruse Ver­schwö­­rungs­theorien aus intellektuellen wie spirituel­len Gründen zuwider waren und sind. Allerdings zwingen weg­weisende Publikationen der letzten Jahre zur Bildung radikaler Kleingruppen und die Indizienlage zu einer gewissen Korrektur. Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass viele - Gott sei Dank - verhinderte Terrorpla­nungen der letzten Jahre ohne ein gewisses Zutun seitens Dritter kaum jemals zur Bedrohung gereift wären.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Häufig ist von der so genannten „Bid’a“ die Rede. Einige grundlegende Überlegungen zum Thema. Von Abdullah bin Hamid Ali

Was sind eigentlich „Neuerungen“?

(iz). Im Folgenden behandeln wir ein sehr wichtiges Thema, namentlich die Bedeutung der Begriffe „Sunna“ und „Bid’a“; insbesondere, wenn sie in Beziehung zur Anbetung im Islam ­stehen. Bei den klassischen Gelehrten des Islam können wir feststellen, dass diese sich nicht auf ein primäres Urteil einigen konnten, wenn es sich auf Taten bezieht.

Viele ‘Ulama sagten, dass alles halal (erlaubt) ist, solange es nicht als haram (verwehrt) nachgewiesen wird. Eine andere Meinung war, dass alles haram ist, bis es nicht als erlaubt nachgewiesen wird.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Nach langer Vorlaufzeit kommt jetzt der bekennende islamische Religionsunterricht in Nordrheinwestfalen

Der KRM braucht eine Roadmap

(iz). Ein längst schon fälliger Schritt ist getan. Die Diskussion rund um den bekennenden islamischen Religionsunterricht erhält Konturen. Im vergangenen Februar wurde es offiziell: Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) und die muslimischen Verbände haben sich auf die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts (IRU) für muslimische Schüler geeinigt. Warum war der Weg zu dieser Übereinkunft so steinig, und wie kam es letztlich doch zu einer Einigung? Vor welchen Herausforderungen steht man jetzt?

Der Pionier wird ­abgehängt
Am 22.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Schach: strategisches Denken im Licht einer globalen Welt

Das Spiel der Könige

(iz). Die Welt bewegt sich im Rahmen tektonischer Veränderungen. Diese strahlen auf alle Länder aus und sind auch zukünftig noch zu spüren. Sie machen vor nationalen Grenzen und persönlichen Meinungen nicht halt. Denn es handelt sich um Stimmungen, die keinen Reisepass brauchen, sondern bereits seit Langem untergründig vorhanden sind.

Im Schachspiel von Zeit und konkur­rierenden Kräften hat das reale Schachspiel eine aufklärende Wirkung.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Das Lehrgedicht „Al-Murschid Al-Mu’in” von Ibn ‘Aschir enthält wesentliche Elemente des Islams. Von Dr. Asadullah Yate

Was wir über den Din wissen müssen (12)

(iz). Imam ‘Abdulwahid ibn ‘Aschir war ein bekannter marokkanischer ­Gelehr­ter des 11. Jahrhunderts nach der Hidschra. In seinem bekannten Lehr­gedicht „Al-Murschid Al-Mu’in” sind die drei Teilelemente des Islam - ­Islam (religiöse Lebenspraxis), Iman ­(innere Glaubenslandschaft des Herzens) und Ihsan (spirituelle Vollkommenheit) - verständlich und kompakt zusammengefasst, sodass sie einfach auswendig zu lernen sind.

Seit der letzten Ausgabe behandeln wir den Abschnitt, der sich mit den Aspekten der rituellen Gebetswaschung (Wudu’) beschäftigen.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Bücher: S. Schiffer & C. Wagner über Antisemitismus und Islamophobie. Eine Besprechung von Markus Omar Braun

Neues Opfer, alte ­Feindbildlogik

(iz). Dass Antiislamismus kein Spass und manchem gewalttätigen Neonazi eine Freude ist, ­wissen Muslime nicht erst seit Marwa el Sherbini und Thilo Sarrazin. Als ich 2000 das deutschsprachige Muslimtreffen besuchte, wurde einer seiner ­Besucher nachts von Neonazis, Skinheads oder ähnlich vertrauenswürdigen Zeitgenossen mit dem Baseballschläger krankenhausreif geschlagen.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Schwerpunkt Geld - Dinar und Dirham in Südostasien: Viele Indonesier wenden sich islamischen Modellen zu. Von Dandy Koswaraputra

„Für Sicherheit und Stabilität“

(OnIslam.net). Viele Indonesier betrachten ­Dinar und Dirham als einen wichtigen und innovativen Weg zum Schutz vor finanziellen Verlusten. Die Menschen in dem südostasiatischen Land kehren zur traditionellen islamischen Währung für ihre täg­lichen Geschäfte zurück. Sie betrachten diese als Inspirationsquelle inmitten wachsender globaler wirtschaftlicher ­Unsicherheit.

„Ich habe mich für den Dinar wegen dessen Sicherheit und Stabilität entschieden“, berichtet Hardijito Warno Ende Februar im Gespräch. Seit 2006 hält der Indonesier Golddinare als langfristiges Investment.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Ein altes Handwerk im syrischen Aleppo will sich gegen die industrielle Konkurrenz behaupten. Von Khaled Oweis

Renaissance der Seifenmacher

(SAM). Der durchdringende Geruch von Oliven- und Lorbeeröl hängt in der Luft des alten Aleppos. Die Stadt ist Heimat einer alten Seifenindustrie, die sich seit einiger Zeit ihrer Wiedergeburt erfreut, nachdem die syrische Regierung vor fünf Jahren lähmende Handelsbeschränkungen aufhob. Angeschmiegt innerhalb des 2.000-jährigen Straßenlabyrinths aus Höfen und alten Gasthäusern, die als Khans bekannt sind, findet sich eine Handvoll Werkstätten. Hier wird die bekannte „Savon d’Alep”, oder Aleppo-Seife, wie seit Jahrhunderten schon von Hand hergestellt.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Auch Finanzhilfen lösen die Krise auf dem Balkan nicht. Von Khalil Breuer

Ungelöste Probleme

Weit mehr als ein Jahrzehnt nach den massiven Unruhen und nationalistischen Aufwallungen auf dem Balkan ist immer noch keine Ruhe in die Region eingekehrt. In Zeiten der globalen Finanzkrise treten Bruchlinien des Konflikts wieder offen zu Tag.

(iz). Die Konflikte in der arabischen Welt beherrschen heute die Zeitungen, aber auch vor der eigenen europäischen Haustür gibt es zahlreiche ungelöste Probleme.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Grundsatzdebatte zum Verhältnis von Staat, Kirche und Gesellschaft. Von Khalil Breuer

Zu viel Geld für die Kirchen?

(iz). Da Geld bekanntlich auch Macht repräsentiert, dürften sich die Kirchen in Deutschland wegen mangelnden Einfluss eigent­lich nicht beklagen. Die Organisation „Humanistische Union“ in Berlin veröffentlichte nun die Ergebnisse einer von ihr initiierten Untersuchung über die allgemeinen Staatsleistungen an die katholische und die evangelische Kirche.

Gemeinsam haben beide Großkirchen demnach seit dem zweiten Weltkrieg von den deutschen Ländern (mit ­Ausnahme von Hamburg und Bremen) staatliche Leistungen in Höhe von rund 14 Milliarden Euro erhalten.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Naher Osten: Geht dem „arabischen Frühling“ die Puste aus?

Die Euphorie schwindet

In den letzten Monaten haben viele behauptet, die Ereignisse in der Arabischen Welt stellten eine neue Phase der Geschichte dar. Nun schienen die Regierung der autoritären Einmannherrschaft, die nur mit dem Feigenblatt des demokratischen Prozesses bedeckt war, kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen. Das könnte durchaus sein. Es ist möglich, dass diese Herrschaft das Ende ihrer Existenz erreicht hat.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Kommentar: Betrag zu einer scheinbar unendlichen Diskussion

„Der Islam und Deutschland“

(iz). „Der Islam gehört zu Deutschland“, warum fällt dem Bundesinnenminister diese ­Aussage so schwer? Natürlich beweist das gleichzei­tige Bekenntnis zu den hiesigen Muslimen, dass er kein Radikaler ist. Nur extreme Islam­kriti­ker fordern ein Deutschland ohne ­Muslime. So weit denkt Friedrich sicher nicht. Allein in Bayern werden jeden Sommer zehntausende zahlungskräftige Muslime aus den ­arabischen Ländern willkommen geheißen, jedes Jahr Autos und Lastwagen aus ­München bestellt und es ist nicht bekannt, dass sich je eine CSU-Größe gegen die Anwesenheit ­dieser Muslime gestellt hätte.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Schwerpunkt Geld: Die Symbole der jetzigen ­Finanz­ord­nung ­verlieren rapide an Wert. Wir blicken auf ihre Entstehungsgeschichte. Von Matthias Widner

Wie entstand das Papiergeld?

(ekritik). Geldscheine sind heute ein fester Bestandteil unseres Alltages, doch in der europäischen Antike beispielsweise waren Geldsummen immer mit Edelmetall enthaltenen Münzen angegeben worden. Papiergeld war bis ins 8. Jahrhundert n. Chr. schon allein aufgrund der aufwendigen Papyrusherstellung undenkbar.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Schwerpunkt Geld: Die Rufe nach freiem Geld werden immer lauter. Manche zahlen dafür mit Gefängnis. Von Sulaiman Wilms

Der Preis der Freiheit

(iz). Manchmal muss man sich über medienwirksame Krisen auch deshalb ärgern, weil sie ähnlich wichtige Themen oder Meldungen aus unserer Wahrnehmung verdrängen. Zeitgleich zur anhaltenden Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima und inmitten einer ungeschickten Militärinvasion des Westens gegen Libyen ließ eine Meldung aus dem US-Bundesstaat Utah aufhorchen.

Das im US-amerikanischen Südwesten gelegene Utah, das als konservativer „Mormonenstaat“ gilt, führte bisher in den USA eher eine dubiose Randexistenz.  [ABO] mehr ...

27.04.2011 Der Weg eines Reisenden: Ein amerikanischer Schriftsteller berichtet über seinen Weg zum Islam. Von Michael Wolfe

Auf der Suche nach neuen Bedeutungen

(TMO). Nach 25 Jahren als Schriftsteller in Amerika war ich auf der Suche nach etwas, um meinen Zynismus zu mildern. Ich suchte nach neuen Perspektiven, dank derer ich sehen konnte. Die Weise, auf die wir erzogen wurden, verdeutlicht einen gewissen Bedarf in dieser Hinsicht.

Mit einem pluralistischen Hintergrund versehen waren für mich Fragen nach Rassismus und Freiheit verständlicherweise von großer Bedeutung. Dies veranlasste mich, dass ich als 20-jähriger drei Jahre nach Afrika ging.  mehr ...
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In der Mai-Ausgabe der Islamischen Zeitung (Nr. 215) beschäftigen wir uns mit den Schwerpunkten „Muslimische Frau“ und dem Bürgerkrieg in Syrien. Parvez Asad Sheikh beschreibt in einem Interview die Grundzüge der Geopolitik, wir gehen mit der IZ-Redaktion auf die Umra (kleine Pilgerreise) und denken über das Wesen der Freiheit nach. Außerdem: Beten während der Freitagsansprache, Großzügigkeit, Verfassungsschutz und der „Salafismus“, eine neue Moschee für Hamburg, eine Replik von Avni Altiner sowie die neue CD des Berliner Rappers Musa.
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Zitat der Woche
„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
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