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29.08.2011 Die muslimischen Uiguren: Interview mit dem GfbV-Referenten Ulrich Delius

Verfolgung thematisieren

(iz). Inmitten der zweiten Runde der weltweiten Finanzkrise kommen auch die Staaten des Westens nicht mehr umhin, den immensen finanziellen Einfluss Pekings anzuerkennen. In westlichen Ländern sind Regierungen auf chinesische Mittel angewiesen, um Staatsbankrotte zu vermeiden.

Während Pekings Emissäre mit offenen Armen empfangen werden, fährt die Zentralregierung ungehindert mit ihrer Ausbeutung und Unterdrückung von Ostturkestan fort. Hierzu sprachen wir mit Ulrich Delius.  [ABO] mehr ...

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29.08.2011 Die Etikettierung von Muslimen und der Zwang zum „guten Islam“ sind alles andere als hilfreich. Von Eren Güvercin

Debatte: Liberal gegen konservativ?

(iz). Am Kern oder den Grundwahrheiten einer Religion festzuhalten, hat nichts mit konservativ zu tun. Liberal ist heute ein genauso substanzloser Begriff wie konservativ. Der Unterschied ist allein: liberal wird positiv aufgefasst und konservativ negativ.

Es sind nur Schlagworte, mit denen man freilich kräftig zuschlagen kann. Eine Religion sollte doch aus ihren eigenen ­Wahrheiten zu Selbstbestimmungen gelangen. Denn ihre Wahrheit hat es nicht mit den schwankenden und leicht veränderlichen Mutmaßungen oder Wünschbarkeiten des gesellschaftlichen oder politischen Lebens zu tun.  mehr ...
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16.08.2011 Debatte: Islamgegner müssen wohl kaum unter einem Radikalenerlass leiden. Ein Kommentar von Daniel Bax

Paranoia und Polemik

(taz). Seit dem Attentat von Norwegen stehen manche hauptberuflichen „Islamkritiker“ nun selbst in der Kritik. Sie müssen sich die Frage gefallen lassen, inwieweit ihre antimuslimische Weltsicht auch den Mörder von Oslo geleitet hat - immerhin berief sich Breivik, um seinen Wahn zu rechtfertigen, in seinem „Manifest“ auf einschlägig bekannte Islamgegner wie den Blogger „Fjordman“ oder Henryk M. Broder.  [ABO] mehr ...
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29.08.2011 "IZ-Begegnung" mit dem Islamwissenschaftler und Arabisten Prof. Thomas Bauer über intellektuelle Vielfalt in der muslimischen Tradition

"In der islamischen Geschichte haben wir nun tatsächlich eine hohe Toleranz gegenüber Andersgläubigen"

(iz). Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts hatten Pilger die Möglichkeit, in der Moschee von Mekka Rechtsgutachten von Gelehrten der vier Rechtsschulen des Islam einzuholen. Auch wenn diese sicherlich von der Richtigkeit ihres eigenen Wissens überzeugt waren, akzeptierten sie gleichzeitig, dass es verschiedene, im Islam anerkannte Wege gibt, zu korrekten Urteilen zu ­gelangen.  [ABO] mehr ...

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29.08.2011 Zu den Auswirkungen von 9/11 auf die muslimische Community. Von Yasin Bas

Die Folgen des Terrors

Die Anschläge vom 11.09.2001 hatten eine bleibende Wirkung auf die muslimische Community in Deutschland. Sie führten auch zu einem gesteigerten Austausch mit der Mehrheitsgesellschaft.

(iz). Nichts sollte so sein, wie es vor dem 11. September war. Hätten die Muslime in Deutschland und der Welt bereits damals gewusst, was durch die schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 in den kommenden Jahren auf sie zukommt, sie hätten sich gewünscht, in einer anderen Zeit zu leben. Zunächst einmal herrschte eine Art Schock.  mehr ...

29.08.2011 Ist der aktuelle Goldrausch nur Spekulation oder ein Politikum? Von Abu Bakr Rieger

Der Run aufs Edelmetall

(iz). Die Flucht ins Gold nimmt in diesen Tagen titanische Ausmaße an und ist im Grunde nichts anders als eine Volksabstimmung per Geldbeutel. Immer mehr Menschen misstrauen den Papiergeldwährungen und legen ihre Werte unter anderem in Gold an. Allein im zweiten Halbjahr 2011 steigerte sich die globale ­Nachfrage auf über 918 Tonnen, berichtete das in Dubai ansässige „World Gold ­Council“ unlängst.

Insbesondere die Nachfrage aus Indien und China nehme dabei stetig zu. Gefragt seien im Spiel der Global Player des Goldgeschäftes aber in erster Linie die großvolumigen Investmentbarren.  mehr ...

03.09.2011 Die Tür zum Idschtihad ist nicht verschlossen. Mehrteilige Serie über Fatwas und Urteile in der Schule von Medina. Von Schaikh ‘Ali Al-Laraki

In der Welt von Muftis und Qadis (1)

(iz). Ich möchte kurz etwas über meine Motivation sagen. Der Grund für die Wahl dieses Themas liegt in der Behauptung vieler einfacher Leute, und einiger bedeutender Denker, wonach das Festhalten an einer bestimmten Schule im Fiqh zu dessen Verhärtung und zum Verschließen des Tür des Idschtihads geführt habe. Die rechtlichen und historischen Tatsachen widersprechen dieser Behauptung eindeutig, zumindest in Hinblick auf die Anwendung der Schule von Madina durch Gelehrte in Nordafrika und im historischen Andalusien.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 In Europa sollen erste Ökomoscheen realisiert werden. Von Arwa Aburawa und Malik Özkan

Anbetung und Schutz der Umwelt

(iz/Agenturen). Als Brennpunkt innerhalb muslimischer Gemeinschaften sind Moscheen wichtige Orte, um auch über ökologische Fragen und die Notwendigkeit des Naturschutzes zu sprechen. In den letzten Jahren wandten sich immer mehr dem Islam auf der Suche nach Antworten auf drängende ökologische Fragen zu. Von praktischen Projekten in Indonesien, den Malediven oder Libanon bis zu theoretischen Beiträgen im Rahmen der europäischen Debatte bringen sich Muslime auch hier immer stärker ein.  mehr ...

29.08.2011 Die Muslime werden durch viele Stellen an das Jüngste Gericht, und was danach kommt, erinnert. Von Schaikh Habib Bewley

Was ist der verhängnisvolle Schlag?

Allah sagt in Seinem Edlen Buch: „Der verhängnisvolle Schlag! Was ist der verhäng­nisvolle Schlag? Und was lässt dich wissen, was der verhängnisvolle Schlag ist? Am Tag, an dem die Menschen wie flatternde Motten sein werden und die Berge wie zerflockte, gefärbte Wolle sein werden.“ (Al-Qari’a, 1-5) (iz). Der Qur’an ist voller Beschreibungen des Letzten Tages und des Jenseits. Beide zählen zu den wichtigsten Themen der Offenbarung. Darstellungen dessen und Erinnerungen an das, was auf uns zukommt, finden sich in sehr vielen Suren und auf fast jeder Seite des Qur’ans.  mehr ...

29.08.2011 Ein Reisebericht aus Aceh, Indonesien. Von Azizah Seise

Die „Veranda Mekkas“

(iz). Fast drei Stunden dauert der Flug von Indonesiens Hauptstadt Jakarta nach Banda Aceh. Während des Landeanfluges sehe ich nur stahlblaues Meer und irgendwann ein weites Land durchzogen von Bergen. Ich bin aufgeregt. Aceh. Die Indonesier nennen es „Serambi Mekka“, die Veranda Mekkas. Schon während meiner ersten Indonesienreise im Januar 2004 spürte ich eine Anziehungskraft, als ich den Namen Aceh hörte.

Doch damals war es Ausländern verboten, in diesen Teil Indonesiens zu reisen.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Rechtes Netzwerk mit weit verzweigtem Hintergrund aufgedeckt

„...im Staate Dänemark“

Aus unserem einstigen liberalen Nachbarland im Norden wurde in den ­letzten zehn Jahren eine immer stärker ­rassistisch eingestellte Nation. Nun deckte das Recherchekollektiv Redox die Unterwande­rung eines anti-muslimischen Netzwerks von Polizei und der Volkspartei auf.

(iz/Agenturen). Nach dem Doppelattentat von Norwegen richtet sich der Blick erneut auf die politische und gesellschaftliche Haltung gegenüber Einwanderern und Muslimen bei unseren nördlichen Nachbarn. Es scheint nicht ganz so zu stimmen (wie Deutschlands Islamkritik um Broder, Matussek und Co.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Ein Kommentar von Sulaiman Wilms

Auch die Linke muss sich Fragen stellen

(iz)). In Folge der Ereignisse von Norwegen, sowie des europaweiten Erstarkens antimuslimischer Bewegungen, wandte sich der Blick der kritischen Öffentlichkeit der Rechten zu. Die unbestimmte Zone zwischen Union einerseits und NPD andererseits, so ein zu einfacher Blick, sei die Brutstätte für den ideologischen Sumpf, der Überschneidungen zur Geisteswelt des norwegischen Attentäters bietet. ­Diese Annahme wurde bisher oft und unwidersprochen ausgedrückt.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Rezension: Suhaila und die Suche nach dem Licht von Iman Mohamed. Von Tasnim El-Naggar, Berlin

Eine Reise nach Medina

(iz). Der neue Berliner, muslimische Frauenverlag „Narrabila“ hat sein erstes Buch publiziert: „Suhaila und die Suche nach dem Licht“ von Iman Mohamed. Er stellt eine einmalige Mischung aus Fiktion und Realität dar, verbindet aktuelle Gegebenheiten mit historischen Fakten und islamischer Lehre mit menschlichem Alltag.

Die Geschichte beginnt in einem Krankenhaus in Berlin und wird aus der Sicht der Hauptakteurin Suhaila erzählt. Sie beobachtet sich selbst und ihre Umgebung. Wie die Ärzte und Krankenschwestern um sie herum eilig herumlaufen und -rufen.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Offener Ausgang: Interview mit dem Osnabrücker Erhat Toka, der für die MDU bei den Kommunalwahlen antritt

Zwischen fünf und acht Prozent

(iz). Bisher traten Muslime in der Politik unseres Landes vor allem als Gegenstand der Debatte, aber nur selten bis gar nicht als ihre Gestalter aus. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich dies auf Landes- und Bundesebene auch in den nächsten Jahren - und im Gegensatz zu Ländern wie Großbritannien - nicht wesentlich ändern wird. In den letzten zwei bis drei Jahren entwickelten sich auf Lokalebene einige, quasi „Pilotprojekte“ von „Parteien“, die sich auch auf das muslimische Wählerpotenzial konzentrieren wollen.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Wenn alle anderen schlafen, kann man sich in die Anbetung des Herrn der Welten vertiefen. Von Laila Massoudi

Die Nacht und ihr Geheimnis

(iz). Wenn die Dinge auf dem Kopf stehen, kann man sie weder verstehen, noch ihrem Gehalt entsprechend handeln. Diese Umwertung der Werte machte bedau­erlicherweise auch vor dem zeitgenössischen Islamverständnis nicht halt. Dazu zählt, dass nebensächliche Dinge auf einmal wichtig wurden oder dass die religiöse Substanz zu Gunsten marginaler Symbole aufgegeben wird.

Ein simples Beispiel hierfür ist die Betonung von Äußerlichkeiten (Länge des Bartes, Kürze der Hosen etc.) oder auch falsch platzierte arabische Formeln, die dann in das archetypische Bild des „guten Muslims“ münden.  mehr ...

29.08.2011 Die Gattinnen und Gefährtinnen des Propheten nehmen einen besonderen Rang ein. Von Mahmood Ahmad Ghadanfar

Die Frauen von Madina

In der Anfangsphase des Islams gab es viele beeindruckende Frauen, denen während der Lebenszeit des Propheten der Garten verheißen wurde. Dazu zählen nicht nur seine Ehefrauen, sondern auch die Gefährtinnen (Sahabijat).

(iz). Diese Frauen hatten einen noblen Charakter und erlangten so die Zufrie­denheit Allahs. So sandte Allah Khadidscha - der ersten Prophetengattin - einen besonderen Gruß. ‘Aischa hatte einen brillanten Verstand und ein erstaunliches Gedächtnis. Wegen ihrer gemeinsamen Zeit mit dem Propheten war sie die Quelle für viele Hadithe.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 "Muslime & Globalisierung" - Nicht nur am Horn von Afrika, auch anderswo vergrößern die Warenmärkte und die Politik die Anzahl der Notleidenden. Von Malik Özkan

Kein Ende des Hungers in Sicht

(iz). Die abstrakten Zahlen sind erschreckend genug: Im Augenblick verzeichnen internationale Organisation wie das UN-Lebensmittelprogramm oder Oxfam beina­he eine Milliarde Hungernde. Aber wir nehmen - trotz der sofortigen Verfügbar­keit relevanter Informationen per Maus­click - Hunger nur noch dann als Prob­lem wahr, wenn er sich uns in seiner drama­tischsten Ausformung wie jetzt am Horn von Afrika zeigt.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Das Britische Museum befasst sich mit der Wallfahrt nach Mekka. Von Burkhard Jürgens (KNA)

Reise ins Herz des Islam

(KNA). Es ist das Ereignis, das wie kein anderes praktizierenden Muslimen das Bewusstsein einer ­globalen Gemeinschaft vermittelt - und zugleich anderen konsequent verwehrt bleibt: Die Hadsch, die große Wallfahrt nach Mekka. Allein im vergangenen Jahr folgten dem Ruf über zwei Millionen aus vermutlich mehr als 160 Ländern. Der legendären Unternehmung, die zu den größten religiösen Ritualen der Welt gehört, widmet das Britische Museum in London vom 26. Januar bis zum 15. April 2012 eine Sonderausstellung.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Ortstermin: Begegnung mit Samira und Yamina, die ihren Glauben selbstbewusst leben. Von Jessica Berg

Zwei starke, junge Frauen

(iz). Wieder einmal steht Samira (15) mitten auf dem Schulhof, beißt herzhaft in ihr Pausenbrot und diskutiert leidenschaftlich mit ihren Mitschülerinnen über das, was sie am meisten liebt: den Islam. Seit Sarrazin ist der Islam nicht nur in den Medien in aller Munde, sondern auch in der Schule sorgt er oft für Gesprächsstoff. Nicht selten wird sie wegen ihrer Lebensweise an den Pranger gestellt. Viele ihrer Klassenkameraden finden es übertrieben, wenn sie während Ramadan fastet, fünf Mal am Tag betet oder sich überhaupt nicht für Alkohol interessiert.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Lamya Kaddor ist medial präsent, allerdings ist fraglich, ob ihre Polarisierung produktiv sein wird. Von Sulaiman Wilms

Simplizistische Grundthesen

(iz). Deutschlands muslimische Gemeinde ist besetzt von „kon­ser­vativen Muslimen“. Die ­ganze Community? Nein, eine standhaf­te Grup­pe aufrechter, liberaler ­Muslime unter Führung der nordrhein-westfälischen Akademikerin und Autorin Lam­ya Kaddor leistet der konservativen Übermacht mutig Widerstand. Das ist zwar nicht die Wahrheit, klingt aber schön medienwirksam - vor allem, wenn man ihre letztmaligen Statements in der Süddeutschen Zeitung beziehungsweise im Kölner Stadtanzeiger gelesen hat.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime. Von Sulaiman Wilms

Wie ein guter Vater sein?

(iz). In dem Film „Fight Club“ findet sich der erhellende Nebensatz der Hauptfigur Tyler Durdon: „Wir sind eine Generation von Männern, die von Frauen erzogen wurden.“ Wobei unsere Nachkommen wahrscheinlich noch hinzufügen könnten: „Und von unseren Altersgenossen und dem Internet.“ Es ist auch für Muslime höchste Zeit zu fragen, was einen guten Vater ausmacht. Es herrscht eine Relation zwischen der Weise, wie wir über ein Thema sprechen und ihrer Wirklichkeit.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Islamische Lebenspraxis

Dieses Mal: die Begrüßung

Der Glaube der Muslime findet seinen Ausdruck nicht nur in Ritualen und persönlicher Spiritualität, sondern auch in einer sozialen Realität. So wurde vom Propheten überliefert, wonach selbst das Lächeln eine Sadaqa ist. Und wir sind nicht nur angehalten, uns Allah gegenüber dankbar zu zeigen, sondern auch Seiner Schöpfung. Dabei ist es wichtig, dass es sich hier nicht um rituelle Formelhaftigkeit oder ein „höflich sein“ handelt, sondern um ein intuitives Verhalten, das aus dem Herzen kommt. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass alles, was wir in dieser Welt tun, von Belang ist.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Befreit sich die Türkei von letzten Fesseln der tyrannischen Militärkaste? Von Yusuf Göker

Ein Coup der anderen Art

(iz). Hätte die Regierung Erdogan noch vor Jahren einen Generalstabschef vorzeitig in den Ruhestand versetzt, wäre ein politisches Beben in der Türkei vorprogrammiert gewesen. Am 29.07. kam es anders. An diesem Tag wurden der ­Generalstabschef und sogar die drei Chefs der Teilstreitkräfte auf „eigenem Wunsch“ vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Allen Erwartungen zum Trotz gab es keine politische Krise.

Seit Gründung der Republik spielte das Militär eine Sonderrolle. Es sah sich als Beschützer der staatstragenden Laizität.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Adam Olearius verfasste die erste wissenschaftliche Reisebeschreibung. Von Sebastian Muhsin Hennig

„Erfreulich und belehrend“

Im Jahre 1654 errichtete der zum Hofmathematiker ernannte Adam Olearius einen begehbaren Riesenglobus und im gleichen Jahr erscheint in Hamburg seine Nachdichtung des Hauptwerkes des persischen Mystikers Saadi „Persianischer Rosenthal“. Jener Band befand sich auch in der Büchersammlung Matthäus Daniel Pöppelmanns, des Schöpfers des Dresdner Zwingers, jener beispiellosen zwischen römischen Barock und orientalischen Idealen changierenden Architekturphantasie.

Der Globus aus dem Gottorfer Park wurde mehrmals zur Kriegsbeute zwischen Russland und Deutschland.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 IZ-Serie: Die Aussagen von Innenminister Friedrich zum Islam haben Unmut unter Muslimen hervor­gerufen. Ein Blick auf die europäische Geschichte hilft beim Verständnis anti-muslimischer Vorurteile. Von Ahmed Kreusch

Tatsachen und Behauptungen (4)

(iz). Aber auch ohne einen wirtschaftspolitischen Hintergrund waren die Muslime auf dem Balkan, die ja inmitten einer alteingesessenen christlichen Bevölkerung lebten, mit ihren Moscheen, Schulen und Friedhöfen oft genug Ziel von Provokationen. Besonders heftig reagierten die Muslime, wenn ihre Frauen und Mädchen vergewaltigt wurden, eine besonders berüchtigte Art der Provokation seitens der Islamhasser; eine „Tradition“, die in den Balkankriegen zwischen 1992 und 1995/96 wieder auflebte.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Ein Kommentar von Khalil Breuer

Facebook - eine Falle?

(iz). Es ist etwas leiser geworden um die sogenannten „Facebook“ - Revolutionen in der Welt. Natürlich geht es an Orten dramatischer Umwälzungen, wie beispielsweise in Kairo, noch weniger um unsere theoretischen Facebook-Debatten, sei es um Nutzungsrechte oder Fragen des Datenschutz, sondern viel mehr um die Organisation nachhaltiger Veränderungen und den politischen Alltag mit Facebook.

Die Klagen sind da. Viele ägyptische Nutzer berichten von Auffälligkeiten bei der Nutzung, die Benachteiligung von arabisch-sprachigen Seiten und die wachsende Präsenz von Internetspitzeln im Netz.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Ein kurzer Blick auf die britischen Ausschreitungen. Von Tasnim Morrison

Gucci, Hass und Konsum

(iz). Die ersten Antworten von Polizei wie von Politik auf die Unruhen waren gleichermaßen nichtssagend und herablassend. Im krassen Gegensatz zur Politik versuchten Augenzeugen und Anwohner, einen ersten Sinn aus all dem zu ziehen.

Für viele stellten sich - neben der Empörung über die Beschädigung von Geschäften und Häusern - die Ereignisse als beinahe unausweichliche Folge auf jahrelange Unzufriedenheit und Spannungen zwischen Jugendlichen und der Polizei dar.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 "Muslime & Globalisierung" - Premierminister Razak will seine Nation am Ende dieses Jahrzehnts zu einem wirtschaftlich unabhängigen Land machen. Von Khalid Noorshah

Eine Vision für das Jahr 2020

(iz). Malaysia ist gewillt, sein nationales Ziel, Wawasan 2020 (Vision 2020), innerhalb der verbleibenden neun Jahre zu realisieren. Das südostasiatische, mehrheitlich muslimische Land will endgültig zu einer industrialisierten Nation werden. Dazu zählen alle Aspekte des Lebens von wirtschaftlichem Wohlstand, sozialem Wohlergehen, globalen Bildungsstandards und -Einrichtungen bis zur seelischen Zufriedenheit aller.

Ministerpräsident Dato Sri Najib Tun Razak belegte, dass er seit seinem Amtsantritt April 2009 abzielt, die Vision 2020 termingerecht zu einer Realität zu machen.  [ABO] mehr ...

29.08.2011 Eine Sache aller: Die Wiederbelebung eines funktionierenden Erziehungswesens transzendiert religiöse Unterschiede. Von Sulaiman Wilms

Was vermitteln wir unseren Kindern?

„Das Kind ist ein anvertrautes Gut (gegeben von Allah) in die Hände der Eltern. Sein unschuldiges Herz ist ein wertvolles Element, welches in der Lage ist, Eindrücke aufzunehmen.“ (Imam Al-Ghazali)

(iz). Als Vater, aber auch als aktiver muslimischer Journalist beschäftigt mich die Frage nach der Erziehung auf mehreren Ebenen direkt wie indirekt. Dabei muss ich einräumen, dass ich nicht umhin kann, die mittlerweile dominante Philosophie der „Werte“ für zu halten.  [ABO] mehr ...
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In der Mai-Ausgabe der Islamischen Zeitung (Nr. 215) beschäftigen wir uns mit den Schwerpunkten „Muslimische Frau“ und dem Bürgerkrieg in Syrien. Parvez Asad Sheikh beschreibt in einem Interview die Grundzüge der Geopolitik, wir gehen mit der IZ-Redaktion auf die Umra (kleine Pilgerreise) und denken über das Wesen der Freiheit nach. Außerdem: Beten während der Freitagsansprache, Großzügigkeit, Verfassungsschutz und der „Salafismus“, eine neue Moschee für Hamburg, eine Replik von Avni Altiner sowie die neue CD des Berliner Rappers Musa.
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„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
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