(iz). Wie nicht anders zu erwarten machte das globale – und gegen alles Mögliche protestierende – Demonstrationsunternehmen FEMEN jüngst durch seinen „Globalen barbusigen Jihad“ von sich Reden, als es vor ausgesuchten Moscheen in aller Welt nicht nur gegen den Fall einer angeblich bedrohten tunesischen Bloggerin protestierte, sondern auch die angebliche „Unterdrückung der Frau im Islam“ anprangern wollte. mehr ...
(iz). Kein anderer US-amerikanischer Politiker seit Jimmy Carter macht eine so tragik-komische Figur wie Barack Obama. Während niemand Erwartungen an seinen Vorgänger hegte, trat der, an der Finanzkrise scheiternde Demokrat mit der Forderung an, den „Krieg gegen den Terror“ wieder auf legale Füße stellen zu wollen. Gut zweieinhalb Jahre nach seinem Einzug ins Weiße Haus, zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September, machte sich Enttäuschung breit bei jenen, die auf eine radikale Abkehr von den Praktiken der Bush-Zeit hofften. mehr ...
(iz). Es wäre eine grobe Übertreibung, anhand der jetzigen - in der Tat deprimierenden - Lage vieler muslimischer Frauen behaupten zu wollen, dass sämtliche Muslime unserer Zeit vollkommen die wichtige Rolle vergessen hätten, welche der weibliche Teil der muslimischen Welt von Anfang an gespielt hat. Nicht nur der Respekt gegenüber den im Qur’an erwähnten Frauen und den Gattinnen des Propheten, Friede auf ihm, ist bis heute erhalten geblieben. mehr ...
(iz). Nach dem Klimaggipfel in Kopenhagen wächst die Verunsicherung über den wahren ökologischen Zustand der Erde. Die Politik setzt in der Öffentlichkeit auf langfristige Reformen und die Einrichtung weltstaatlicher Institutionen, gleichzeitig fehlt es ihr aber an der politischen Macht, die irrationalen Voraussetzungen endlosen Wachstums zu hinterfragen. Finanzkrise, Klimadebatte, Minarettfrage: Es geschieht selten, aber man kann dennoch versuchen (trotz der grenzenlosen Informationsflut, die effektiver ist als jede Zensur), die Dinge einmal auf den Punkt zu bringen. mehr ...
(iz). Über das Reisen sagte der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Reisen ist ein Teil der Strafe.“ Es zählt zu schwierigsten Dingen, die der Mensch kennt. Dieser Zustand wird in drei Teile gegliedert: tadelnswert, empfohlen und erlaubt. Abzulehnende Fahrten sind jene, die in der Absicht unternommen werden, Allah gegenüber Ungehorsam zu sein. Dazu zählen Dinge wie die Absicht zu stehlen, Ehebruch und der Handel mit verbotenen Dingen wie Alkohol. mehr ...
„Und genau das machen all die von Oben agierenden Klassenkämpfer mit den Argumentationsmustern eines Sarrazin anders. Ihre Strategie lautet ‘Divide et impera’, weil (...) sie - ohne Hintergrundwissen um den Niedergang des Imperiums - gehört haben, dass es bei den Römern funktioniert hatte. Es werden ganze Klassen, Schichten und Weltanschauungen ausgesondert und abgewertet: Die Muslime. Die 68er. Die Arbeitslosen. Die armen Familien. (...) Man hackt mit ein paar Phrasen unterhalb, seitlich und über der vom Abstieg bedrohten Mittelschicht die nicht genehmen Gruppen weg.“ (F.A.Z. mehr ...
(iz). Der Vertrag über den Rohbau der größten und modernsten Moschee in Europa ist unterzeichnet. Während einer feierlichen Zeremonie zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan wurde in der Verwaltungszentrale der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) in Köln ein Rahmenvertrag zwischen dem Düsseldorfer Bauunternehmen Nuha GmbH & Co. KG und der DITIB unterschrieben. mehr ...
(iz). Die Unverhältnismäßigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch den so genannten "Krieg gegen den Terror". Das jüngste Massaker am Hindukusch und dessen angeblich militärische Notwendigkeit sprechen dabei Bände. Es ist die Verhältnismäßigkeit, die staatliches Handeln und die Durchsetzung von Werten im menschlichen Rahmen hält. Wenn es am Korrektiv der Verhältnismäßigkeit mangelt, liegt der Verdacht nahe, dass diese Einschränkung möglicher staatlicher Totalität, von den politisch Verantwortlichen - also von Politikern - nicht mehr ausreichend verkörpert wird. mehr ...
(junge Welt). Pakistanische Truppen sind auf dem Vormarsch in Mingora, der größten Stadt des Bezirks Swat, in der sich mehrere Hundert Taliban verschanzt haben. Von den 200.000 bis 300.000 Einwohnern Mingoras sind rund 90 Prozent geflüchtet. Die Soldaten kämpfen sich seit Sonnabend straßenweise vor und durchsuchen Haus für Haus. Militärsprecher behaupteten am Sonntag, dass bereits mehrere wichtige Straßenkreuzungen und Plätze erobert worden seien. Nach Berichten von Einwohnern hielten die Taliban aber vor allem in den Vororten immer noch ihre Stellungen. mehr ...
(dpa). Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag macht seiner eigenen ehemaligen Anklage-Sprecherin wegen Veröffentlichung angeblicher serbischer Staatsgeheimnisse den Prozess. Seit Montag muss sich die Journalistin Florence Hartmann für die - so der Vorwurf - Missachtung des mit der Verfolgung von Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien betrauten UN-Tribunals verantworten. Der 46- jährigen Französin drohen bis zu sieben Jahre Gefängnis und/oder eine Geldstrafe von 100 000 Euro. mehr ...
(dpa) Ein «Islamisches Wort» im öffentlich- rechtlichen Rundfunk? Das ist auch zwei Jahre nach Start des deutschlandweit einzigartigen Angebots im Südwestrundfunk (SWR) noch eine Gratwanderung, wie eine Gesprächsrunde der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Dienstagabend in Stuttgart zeigte. Waren anfangs die Gegner Sturm gelaufen, schlägt das Pendel jetzt in die Gegenrichtung aus. mehr ...
(dpa) Der türkische Generalstab hat am Montag Berichte über eine Verschwörung gegen die islamisch-konservative Regierungspartei AKP zurückgewiesen. Ein entsprechendes Dokument, über das Medien berichteten, stamme nach ersten Untersuchungen nicht aus dem Generalstab, teilte die Militärführung in Ankara mit. Der Generalstab hatte mit einer Nachrichtensperre auf Berichte reagiert, wonach ein Einsatzstab Pläne für eine Zersetzung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogans AKP und der Bewegung des in der Türkei umstrittene Islamgelehrten Fethullah Gülen geschmiedet hat. mehr ...