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Muslime während des 2. Weltkriegs: Gelegentlich wird der propagandistische wie falsche Eindruck erzeugt, Muslime hätten dieses Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts mit zu verantworten. ­Laila Massoudi ordnet ein
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Sie sind hier: Home >> Archiv >> Ausgabe 186

25.10.2010 IZ-Begegnung: Fereshta Ludin blickt auf den Kopftuchstreit zurück

"Ich lebe von der Hoffnung"

(iz). Fereshta Ludin hat von 1997 bis 2004 auf juristischem Wege ihr Recht, als Lehrerin an einer öffentlichen Schule in Baden-Württemberg mit Kopftuch unterrichten zu dürfen, zu erlangen versucht. Der jahrelange Rechtsstreit endete mit dem Verfassungsgerichtsurteil von 2004, welches mittelbar zahlreiche Bundesländer dazu anregte, neue Gesetze zu erlassen, die zu einem De-facto-Verbot des Kopftuchtragens durch Lehrerinnen führten.  mehr ...

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01.11.2010 Interview: Der Online-Chefredakteur von Al Jazeera, Mohamed Elmokhtar, im Gespräch

Auslöser für mehr Pressefreiheit

(iz). Mohamed Elmokhtar ist Chefredakteur des arabischsprachigen Online-Angebots von Al Jazeera. Die IZ traf ihn während seines Deutschland-Besuchs anlässlich der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Islamische Zeitung: Al Jazeera hat mittlerweile einen beinahe legendären Ruf, nicht nur in der arabischen Welt. Was macht aus Ihrer Sicht das Besondere dieses Senders aus?

Mohamed Elmokhtar: Es gibt weltweit ein Medienmonopol, das von kapitalistischen Machtzentren aus gesteuert wird, sei es aus Wirtschaft oder Politik.  [ABO] mehr ...

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29.11.2010 Das marokkanische Wandputzmaterial Tadelakt: Ökologie aus dem Orient. Von Lydia Jalil

Von Meisterhand an die Wand

Eine alte, lange Zeit in Vergessenheit geratene Wandputztechnik erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance: der Tadelakt. Aus dem marokkanischen Kalkputz entstehen Wände und Oberflächen von einzigartiger Schönheit. Das Material ist ein natürlicher und ökologischer Baustoff und liegt damit im Trend der nachhaltigen Architektur. Zudem sorgt Tadelakt nicht nur für ein optimales Raumklima, sondern wirkt auch der Schimmelbildung entgegen.

(iz). Der marokkanische Tadelakt kommt aus der Region um Marrakesch.  mehr ...
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17.11.2010 Interview: Die marokkanische Künstlerin Mouna Affa stellte in Hannover aus. Von A. Belli

Kunst und interkultureller Dialog – natürliche Verbündete oder Widerspruch?

(iz). Der interkulturelle und interreligiöse Dialog ist der Schwerpunkt der aktuellen Sendereihe der evangelischen Talkshow „Tacheles“. In diesem Zusammenhang veranstaltete Tacheles die Ausstellung internationaler junger Kunst in der hannoverschen Marktkirche mit dem Thema „Das Fremde und wir“, bei dem auch der Tacheles-Kunstpreis 2010 vergeben wurde. Zu diesem Motiv stellten Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen ihre Arbeiten vor.  mehr ...
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12.11.2010 London: World Halal Forum Europe eröffnet spannende Debatte über die Zukunft des Halal-Markts in Europa. Von Khalil Breuer

"Muslimische Kaufkraft"

(iz). Wie entwickelt sich der europäische Halal-Markt? Das World Halal Forum Europe lud zu einem zweitätigen Forum über die Zukunft des europäischen Halal Marktes nach London ein. Unter verschiedenen rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ging es um das Zusammenspiel von europäischem und islamischem Recht in dem neu entstehenden Halal-Markt, aber auch um diverse Wachstumshindernisse.  mehr ...
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15.11.2010 Essay: Wie die Eingliederungsdebatte zu einer Segregationsdebatte ausartet. Von Yasin Bas

Integration 2.0

(iz). Nachdem die Finanz- und Wirtschaftskrise vorüber zu sein scheint, widmet sich Deutschland einer offenbar neuen Krise: der Krise der Integration. Auch in diesem Jahr kommt das Thema auf die Agenda. Im Gegensatz zu den Jahren davor wird das Thema aber intensiver, länger und vor allem aggressiver diskutiert, so wie in den „guten, alten Zeiten” der 70er, 80er und 90er Jahre.

Wenn das Wort Integration fällt, braucht es nicht ­allzu lange, bis auch der Terminus „Islam” und „Muslim” sich dazugesellen.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Ein faszinierendes Konzept beginnt, Wirklichkeit zu werden

Sind die Moscheen der Zukunft grün?

(iz). Ökologisch ausgerichtete Moscheen sind ein interessanter neuer Ansatz, der zur Zeit vor allem im englischsprachigen Raum beginnt, sich auch in praktischen Beispielen zu verwirklichen. Wir sprachen darüber mit Mounir Azzaoui, der sich mit dem Thema befasst. Mounir Azzaoui ist Politikwissenschaftler und Politikberater. Er ist ehemaliger Sprecher des Zentralrats der Muslime (ZMD) und engagiert sich heute unter anderem beim Arbeitskreis Grüne MuslimInnen innerhalb der Partei Bündnis90/Die Grünen in NRW.  mehr ...

29.11.2010 "Muslime & Globalisierung" - Pro: Forderungen nach neuer Finanzordnung. Können Muslime Schritt halten? Von Sulaiman Wilms

Zum Golde drängt alles

Immer lauter werden die Ideen für eine neue Finanzordnung artikuliert. Viele Menschen ­vo­tie­ren dabei für Gold und Silber. Muslime dürfen diesen Trend nicht verpassen und müssen über die so genannte „Islamic Finance“ hinaus denken.

(iz). In der globalen Finanzordnung kündigt sich etwas Neues an. Ob wir uns in der Abenddämmerung des Bisherigen befinden oder im Morgengrauen des Künftigen, ist unklar. Klar ist, dass die globale, durch Verschuldung und Kriege belastete Dollarökonomie nicht mehr bestehen kann.  mehr ...

02.12.2010 Experten: Ökologische Themen sind Bestandteil des Islams

„Wir haben ein System“

(KUNA/Zaman). Umweltschutz und Ökothemen sind immer schon Teil des muslimischen Denkens gewesen. Aber die Beziehungen zwischen dem Islam und heutigen ökologischen Fragen ist nach Ansicht muslimischer Umweltexperten ein Thema, dass noch nicht ausreichend gewürdigt werde. Insbesondere die verschiedenen von Muslimen entwickelten Kulturtechniken bei Bewässerung oder Naturschutzgebieten bieten für viele einen Ansatzpunkt bei heutigen Problemen.

„In den religiösen Texten des Islams finden sich Bezüge auf die ökologische Frage.  mehr ...

29.11.2010 „Der Beitrag”: Warum sollten Muslime Begriffe und Konzepte übernehmen, die nicht mit ihrer Religion zu tun haben? Von Wolf Ahmed Aries

Das „Kreuz” mit der Theologie

(iz). Erstaunt, erfreut und zugleich irritiert stehen Muslime vor den Veränderungen der vergangenen Monate. Hatte man noch in Nordrhein-Westfalen jahrelang um einen Lehrstuhl kämpfen müssen, der schließlich an der Universität Münster eingerichtet wurde, so geht es in der zweiten Stadt des Westfälischen Friedens, Osnabrück, in einem Tempo voran, dass der engagierte muslimische Beobachter sowohl die Geschwindigkeit als auch die organisatorischen Erfolge nur respektieren kann; vor allem, seitdem die „Weisheit” dort Einzug gehalten hat.  mehr ...

21.11.2010 Hintergrund: “Angriff” auf den Reichstag. Wie ordnen die Muslime die neuesten Meldungen ein? Von Abu Bakr Rieger

"Phantomfeindschaft"

(iz). Es ist ein so medientaugliches wie düsteres Bild: Ein bärtiges Kommando blutrünstiger „Islamisten“ kapert den Bundestag, zerstört mit einem Überraschungscoup die Demokratie und hisst danach die „Khalifatsflagge“ an der Spree - so sieht die neueste Projektion mit psychologischer Langzeitwirkung im „Kampf gegen den Terrorismus“ aus. Es sind aber nicht Psychologen, sondern es ist der „Spiegel”, der uns - wie immer unter ungeklärten Umständen - recht frühzeitig und exklusiv über die schauerlichen Pläne informiert.  mehr ...

29.11.2010 Im rheinischen Troisdorf entsteht eine neue Moschee der albanischen Gemeinde. Von Yasin Alder

Nicht mehr versteckt

(iz). Die albanischstämmigen Muslime stehen, wie die ebenfalls europäischen Bosnier, kaum im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit, wenn es um Muslime in Deutsch­land geht. Die Zahl der ethnischen Albaner in Deutschland wurde im Jahr 2008 mit etwa 320.000 angegeben, wobei zu bedenken ist, dass diese Menschen nicht nur aus Albanien, sondern in größerer Zahl auch aus dem Kosovo und vor allem auch aus Mazedonien stammen, wo es eine große albanische Minderheit gibt. Und nicht alle der hier lebenden Albaner und Albanischstämmigen sind Muslime.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Islamische Lebenspraxis: Der Dhikr

Die Erinnerung an Allah

(iz). Allah sagt in Seinem Mächtigen Buch: „O ihr, die ihr Iman habt, erinnert euch oft an Allah.“ Das hierfür verwandte arabische Wort ist „Dhikr“. Es hat eine zweifache Bedeutung: Erinnerung an Allah, aber auch die Erwähnung Seiner Namen. Dhikr ist demnach sowohl die Anrufung Allahs als auch die Erinnerung an Ihn. Die wirkliche Bedeutung der Erinnerung besteht darin, sich etwas wieder vor Augen zu rufen, was zuvor vergessen wurde. Die Erinnerung an Allah impliziert, dass wir Ihn einstmals kannten, aber dann vergaßen.

Dies ist tatsächlich der Fall.  mehr ...

28.11.2010 Ein Betrachtung über einen "Anschlag". von Khalil Breuer

Kommentar: Dom in Flammen!

(iz). Deutschland ist alarmiert über angeblich drohende Attentate. Gebäude werden ­abgesperrt, Polizisten mit Maschinenpistolen patroullieren an unseren Bahnhöfen. Ein herrenloser Koffer kann nicht nur ­Verwunderung, sondern Panik auslösen. Es gibt bereits skurrile Handlungsanweisungen über eine neue Wachsamkeit gegen­über unseren Nachbarn. „Arabisch sprechende Touristen sollten lieber nicht mit Rucksäcken reisen“ ist eine der neuen, „logischen“ ­Empfehlungen.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Über die Hadithe: Von den prophetischen Überlieferungen und ihren Wissenschaften. Von Hassan Ritter

Der Gesandte Allahs hat gesagt... (2)

(iz). Es ist bekannt, dass einige Gefährten Hadithe auf so genannten Sahifas (Papyrus, Pergament, Palmblätter und ähnliches) niederschrieben, die jedoch nur zum Privatgebrauch und womöglich als Gedankenstütze dienten. Zu den Gefährten, die Hadithe auf Sahifas schrieben, gehören Ali ibn Abi Talib, Abu Huraira, Dschabir ibn Abdullah und Abdullah ibn ‘Amr bin Al-’As. Von letzterem wird berichtet, dass er alles, was er an Hadithen auswendig lernte, zunächst aufschrieb. Manchmal wurden diese Sahifas auch an die nächste Generation weitergegeben.  mehr ...

29.11.2010 Zuviel Beiträge sind auf "Anerkennung" fokussiert. Ein Kommentar von Sulaiman Wilms

Die anschwellende ­Unverständlichkeit

(iz). Es ist eine alltägliche Erfahrung, dass ­einzelne in der so genannten „mus­limischen Commu­nity” - deren einheitliches Selbstverständnis trotz Existenz dieses Begriffes in Frage gestellt werden darf - Schwierigkeiten haben, sich ausreichend verständlich zu machen. Dabei gibt es aber Abstufungen, die einen ­etwas genaueren Blick wert sind.

Wenn ich die Gelegenheit habe, freue ich mich immer, meine lokale Moscheegemeinde zu ­besuchen. Der dortige Imam ist in der Lage, seine Gemeinde beim Freitagsgebet oder den Feiertagen zu bündeln und spirituell zu bele­ben.  mehr ...

29.11.2010 Gemischte Gefühle: Zur bei Herder erschienen Aufsatzsammlung über die Gülen-Bewegung. Von Sebastian Kocaman

„Keinen Dienst erwiesen“

(iz). Neben den Moscheeverbänden wird der turko-sunnitische ­Islam in Deutschland von einer Gruppierung geprägt, die sich auf den zeitgenössischen islamischen Prediger Fethullah Gülen beruft. Ihr Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderenGemeinschaften ist ihr säkularer Fokus: So gründet die Bewegung keine Moscheen, sondern weltweit Bildungseinrichtungen, von Kindergärten bis hin zu Universitäten, und verfügt über eine umfangreiche Mediengruppe, in der sich auch die auflagenstarke türkische Tages­zeitung „Zaman“ und das Satellitenprogramm „Samanyolu“ befinden.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Über die Gefahren unüberlegter und negativer Worte. Von Schaikh Habib Bewley

Wer die eigene Zunge im Zaum halten kann

(iz). Eines der vielen Geschenke, die Allah der menschlichen Art gab, ist die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und Gedanken in Worte zu ­gießen, und mit anderen darüber zu kommunizieren. Es ist das Mittel, die Botschaft Allahs weiterzugeben und Seine Einheit zu bezeugen. Und die Sprache braucht nur einen geringen körperlichen Aufwand, denn für sie werden die kleinsten Muskeln des Körpers benutzt.

Die Sprache ist darüber hinaus eine der weitreichendsten Segnungen Allahs an uns. Es gibt nichts in der Existenz und darüber hinaus gehend, über das wir nicht reden könnten.  mehr ...

14.12.2010 Neuer Bericht verlangt bessere Behandlung von Muslimen

US-Kritik an Europa

(OnIslam.net). Ein Bericht der US-Regierung zu Religionsfrei­heit in aller Welt kam zu dem Schluss, dass muslimische Gemeinschaften in Eu­ropa unter harten Maßnahmen litten, die ihre eigentlichen religiösen ­Rechte beschnitten. „Meh­rere europä­ische Staaten haben den religiösen Ausdrucksformen teilweise herbe Beschränkungen auferlegt“, teilte US-Außenministerin Hilla­ry Clinton bereits am 17. November auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Berichtes vor.  mehr ...

03.12.2010 Anmerkungen zum islamischen Denken über Architektur und Städtebau. Von Dr. Khaled Muhammad ‘Azab

Zwischen Notwendigkeit und Ästhetik

Nach einer langen Dominanz der orientalistischen Perspektive kommt es seit Längerem in Sachen muslimischer Architektur und Stadtplanung auch zu einer objektiveren Betrachtung. Diese betrachtet die muslimischen Städte nicht als eine chaotische Ansammlung von Vierteln und Häusern, sondern als eine Möglichkeit, die städtische Umwelt zu organisieren. Sie beachtet die Bedürfnisse der Bevölkerung und steht harmonisch zu einer gut integrierten sozialen Mischung.

In Sachen Bauen, Architektur und Stadtplanung gibt es zwei Aspekte innerhalb des islamischen rechtlichen Denkens.  [ABO] mehr ...

19.12.2010 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime in Deutschland. Von Yasin Alder

Wie die Gesundheit der Kinder erhalten?

(iz). Im Islam gehören eine gesunde Seele und ein gesunder Körper zusammen und stehen wechselseitig miteinander in Beziehung. Nach einem prophe­tischen Ausspruch ist die Reinheit die Hälfte des Glaubens. Man kann den Begriff Reinheit auf die innere Reinheit des Menschen, auf Charakter und Seele, beziehen, wie auch auf die äußere Reinheit und Sauberkeit, die den eigenen Körper und die unmittelbare Umgebung betrifft. Beides wird im ­Islam großgeschrieben.

Als Muslim sollte man seinem Körper nicht wissentlich Schaden zufügen.  mehr ...

29.11.2010 In Europa drohen ungemütliche Zeiten, nachdem die Krise in Irland zuschlug. Von Malik Özkan

Der Euro wankt

(iz). Geht es ums liebe Geld, sitzen alle Europäer, unabhängig von ihrer Nationalität oder ­ihrem Glauben, in einem Boot. Egal ob wir in Moscheen, Synagogen oder Kirchen gehen, der Euro ist etwas, was wir alle alltäglich benutzen müssen. Als Objekt der Anbetung hat er allerdings nicht nur für Gläubige zunehmend ausgedient. Ob die bunten Scheine die 16 Staaten Europas auch künftig zusammenhalten können, ist wohl eine der entscheidenden Fragen unserer Zeit.

Der Zweifel am Euro wächst dabei parallel zu den Versprechungen der Politik.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Bücher: Ahmet Toprak hat die Integrationswilligkeit von Muslimen untersucht. Von Yasin Alder

Die Gründe sind andere

(iz). Der an der Fachhochschule Dortmund tätige Professor für Erziehungswissenschaften Ahmet Toprak befasst sich in seinem neuen Buch nicht zum ersten Mal auf empirisch-wissenschaftlicher Ebene mit „heißen Eisen“ der Integrationsdebatte. Schon 2005 hat er sich in seinem Buch „Das schwache Geschlecht - die türkischen Männer“ in einer qualitativ-empirischen Studie mit Themen wie Zwangsheirat, häusliche Gewalt und Doppelmoral bei Ehrbegriffen beschäftigt. Dabei kamen erschütternde Beispiele aus der Realität aus Familien mit Migrationshintergrund zu Tage.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Ein kurzer Streifzug durch die Baugeschichte der Türme. Ahmed Kreusch

Punkte der Orientierung (3)

(iz). Vor dem 9. Jahrhundert gab es noch keine Kirchtürme. Die byzantinischen Kirchen hatten antike Bauformen benutzt, etwa die „Basili­ka“, zu Deutsch „Königshalle“. Daraus entwickelte sich der Typus der mehrschiffigen Kirche. Es gab dafür auch keinerlei Funktion. Glockentürme entstehen erst später. Nachdem man zunächst wie die Juden auf Holzlatten klopfte, um die Gläubigen zum Gottes­dienst zu rufen, begann man in der Mitte des 6. Jahrhunderts, Glocken zu benutzen. Aus Bronze gegossene Glocken und Klangkörper sind schon 2.000 Jahre vor Chr.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Bücher: „Begegnung mit einer faszinierenden Kultur“: ARD-Buch zur gleichnamigen Kurzserie. Von Yasin Alder

Die Gesichter des Islam

(iz). Zeitgleich zum Start der vierteili­gen ARD-Sendereihe „Gesichter des Islam“ ist nun auch der dazugehörige Begleitband erschienen. Er wurde von dem SWR-Journalisten Reinhard Baumgarten verfasst, der auch die Fernsehserie konzipiert hat, bei der allerdings das Drehbuch von Hartmut Schwenk und Hannes Schuler und die Regie von Hannes Schuler übernommen wurde.

Reinhard Baumgarten hat Islamwissenschaften und Arabistik studiert und viele Jahre als ARD-Korrespondent in Kairo gearbeitet.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Loccum: Erkenntnisse zum Verhältnis von Muslimen und Umwelt

Sind wir grün genug?

(iz). Unter der Titel „Wie ‘grün’ ist der Islam? Umwelt- und Klimaschutz mit muslimischer Perspektive“ fand Anfang November in der Evangelischen Akademie Loccum eine höchst interessante Tagung über ein Thema statt, das Muslime gerade erst (wieder) entdecken - auch wenn es in den islamischen Quellen und der islamischen Ethik tief verwurzelt ist.

Im Auftaktvortrag sprach der Pionier in Sachen Islam und Umweltschutz Fazlun Khalid von der britischen Stiftung IFEES über die muslimische Sicht auf die Schöpfung und deren Schutz.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Vom „Lachen der Islamisten“: eine Replik auf einen Text des Springer-Chefs. Von Abu Bakr Rieger

Döpfners Welt

(iz). Mathias Döpfner ist schon allein ­deswegen eine interessante Figur, weil sein eigenes Leben zeigt, wie „Zufälle“ die eigene Karriere auf schick­salhafte Weise befördern können. Die „Glückssuche des Individuums“ war erfolgreich. Döpfner ist heute ­Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG und gehört - in einer Zeit, wo ­Medien auf bisher unbekannte Weise Politik beeinflussen können - sicher zu den mächtigsten Männern in Deutschland.

Auf der Webseite der „Welt“ (welt.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Das Lehrgedicht „Al-Murschid Al-Mu’in“ von Ibn ‘Aschir enthält wesentliche Elemente des Islams. Von Dr. Asadullah Yate

Was wir über den Din wissen müssen (6)

(iz). Imam ‘Abdulwahid ibn ‘Aschir war ein bekannter marokkanischer Gelehrter des 11. Jahrhunderts nach der Hidschra. In seinem bekannten Lehrgedicht „Al-Murschid Al-Mu’in“ sind die drei Teilelemente des Islam - Islam, Iman und Ihsan - verständlich und kompakt zusammengefasst.

31. Obligatorisch für die edlen Gesandten ist Wahrhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und das Überbringen der Botschaft.

Es ist obligatorisch für die Gesandten, dass sie noble Persönlichkeiten sind, ­keine niedrigen, und dass sie großzügig sind - „kiram” bedeutet sowohl ­Nobilität als auch Großzügigkeit.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Bücher: Neues Lehrbuch für den Religionsunterricht überrascht nicht nur positiv. Von Yasin Alder

Mit Wermutstropfen

(iz). Mit „Ein Blick in den Islam“ ist nach ­“Saphir“ und „Mein ­Islambuch“ bereits das dritte deutschsprachige Lehrwerk für den islamischen Religionsunterricht erschienen. Das vorliegende Buch wurde herausgegeben von Prof. Bülent Ucar vom Lehrstuhl für Islamische Religionspäda­gogik an der Universität Osnabrück; erarbeitet wurde es von ­einem Team von acht Autoren. Konzipiert ist es für die Jahrgangsstufen 5 und 6.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Muslime, Überführungen und ein Grab in Deutschland. Von Christoph Schmidt

Orte der letzten Ruhe

(KNA). Oft haben sie dreißig, vierzig Jahre lang in Deutschland gelebt und gearbeitet. Doch ihr letzter Weg führt zurück in die Türkei oder nach Marokko. „Neun von zehn Muslimen lassen sich nach ihrem Tod in die Heimatländer überführen und dort beerdigen”, sagt Serdar Demir vom Zentrum für soziale Unterstützung des türkischen Verbands DITIB.

Seine Mitarbeiter unterstützen die Angehörigen bei den Formalitäten, organisieren die rituelle Waschung des Leichnams, den Flugtransport, die Bestattung.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 "Muslime & Globalisierung" - Contra: Eine marginalisierte UNO scheitert immer häufiger und erkennbarer an eigenen Ansprüchen. Von Malik Özkan

Zahnlose Sozialarbeiter

Die Vereinten Nationen sind als Weltorganisation nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes in eine anhaltende ­Krise geraten. In der jetzigen internationalen Lage fehlt es ihr an Einfluss, die an sie gesetzten Ziele zu realisieren.

(iz). Vis-à-vis der vielen grenzübergreifenden Probleme unserer Zeit (Klimawandel, Drogen- und Menschenhandel sowie regionale Konflikte), sollte man meinen, dass die Notwendigkeit eines internationalen Forums für die Staaten der Welt drängender denn je ist.  [ABO] mehr ...

29.11.2010 Iran: Treibt Wahlniederlage US-Präsident Obama zur Konfliktsteigerung? Von Sulaiman Wilms

Von Scham und Krieg

(iz). Es wird gemunkelt, dass US-Präsident Clinton in seiner zweiten Amtszeit aus innenpolitischen Gründen Marschflugkörper auf den Sudan und Afghanistan feuern ließ. Er wurde damals im Rahmen der berüch­tigten Lewinsky-Affäre von seinen ideologischen Gegnern schwer unter Druck gesetzt. Wie wir heute wissen, konnte er damit die nebulöse Al-Qaida nicht ausschalten und zerstörte auch noch eine pharmazeutische Fabrik im Sudan.

Es steht zu befürchten, dass sich das wiederholen könnte.  [ABO] mehr ...
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"Neues Wir-Gefühl" BERLIN. Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten (Foto: Dirk Enters).
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„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
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