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Muslime während des 2. Weltkriegs: Gelegentlich wird der propagandistische wie falsche Eindruck erzeugt, Muslime hätten dieses Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts mit zu verantworten. ­Laila Massoudi ordnet ein
Ein historisches Missverständnis mehr
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Gespräch mit Hassan Özdogan über die brisanten Demonstrationen der Türkei und Hintergründe zur dortigen Lage
„In der Türkei fehlen die Voraussetzungen dafür“ mehr
 
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10.06.2013 Muslime während des 2. Weltkriegs: Gelegentlich wird der propagandistische wie falsche Eindruck erzeugt, Muslime hätten dieses Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts mit zu verantworten. ­Laila Massoudi ordnet ein

Ein historisches Missverständnis

(iz). In unserer Januar-Ausgabe erinnerte Sulaiman Wilms in einem Essay an den mutwilligen Umgang mit Geschichte („Das Pippi-Langstrumpf-Syndrom“), insbesondere soweit es Muslime und den Islam betrifft. Der schwerwiegendste – und sicherlich fatalste – Vorwurf dieser nachträglichen Deutung von Geschichte ist, Muslime in verschiedenen Teilen der Welt hätten sich in ihrer Allgemeinheit zu Mittätern am Völkermord der Nazis während des 2. Weltkriegs gemacht.  mehr ...
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07.06.2013 Historiker: Religiöse Situation ändert sich dramatisch

"Von Erosion geprägt"

(KNA). Für den Münsteraner Historiker Thomas Großbölting ändert sich die religiöse Situation in Deutschland dramatisch. Das religiöse Feld sei «von Erosion geprägt», und es wachse der Anteil der «Religionsmüden», sagte Großbölting am Freitag. Er sprach beim «Karlsruher Verfassungsdialog» über «Religion in der säkularen Gesellschaft zwischen Konsens und Kulturkampf». Veranstalter der Reihe ist die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung.  mehr ...
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06.06.2013 Hassan Mohsen macht sich Gedanken über Traditionen der Zwangsbefreiung

In dubio pro Muslima

(iz). Das Kopftuchverbot wird diskutiert und keiner fragt die muslimische Frau. Es findet eine Gerichtsverhandlung gegen die muslimische Frau statt, ohne ihr Bescheid zu geben und ohne ihr die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern. Der Grundsatz „in dubio pro Muslima„ wird hier wohl bewusst missachtet. Ein deutliches Indiz dafür, dass es nicht um die „Befreiung“ der Muslima geht, sondern um die Überlegenheit der eigenen Kultur zu betonen, ein Zeichen von Minderwertigkeitsgefühlen und des Selbstzweifels.  [ABO] mehr ...
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04.06.2013 Wanderausstellung informiert über Muslime in Deutschland. Von Barbara Mayrhofer

«Wo ist denn dein Kopftuch?»

Berlin (KNA) Kübra kann die Frage nicht mehr hören. «Wo ist denn dein Kopftuch?», wird die junge Muslima mit den bunten Haaren oft gefragt. Die Frauen aus Kübras Familie tragen alle Kopftuch, aber sie will ihren Glauben so nicht ausdrücken. Die Stuttgarterin ist eine von sieben jungen Muslimen, die in einer am Montag in Berlin eröffneten Schau «Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland» mit Comics und Videoporträts vorgestellt werden. Erste Station der Wanderausstellung ist die Otto-Hahn-Schule in Neukölln.  mehr ...
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03.06.2013 Tahir Chaudhry über die fleischlose Ernährung

Liebe Vegetarier, es tut mir leid!

(iz). Verwahrloste Tiere auf den Straßen der Dritten Welt rühren uns zu Tränen, aber wie das Tier auf unseren Teller kommt, verdrängen wir einfach. Ja, aus dem Supermarkt, oder etwa nicht? Und vielleicht hat ja der knuddelige Grinse-Bär auf der Wurstverpackung etwas mit der Erzeugung zu tun? Hingegen fragt sich niemand, warum der Grinse-Bär eigentlich so fröhlich grinst. Er grinst ganz bestimmt, weil er sich eine goldene Nase an der Massenproduktion verdient. Bevor Sie jetzt Mitleid mit dem Grinse-Bär haben, muss man ihn irgendwo auch in Schutz nehmen.  mehr ...
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30.05.2013 Anne Wills Scheitern vor der Kamera. Emran Feroz über eine verfehlte Talkshow

Die Panikmacher in der ARD

„Was aber in Anbetracht des jüngsten Londoner-Massakers in den deutschsprachigen Medien so gut wie nie erwähnt wurde, natürlich auch nicht bei Anne Will, ist die Tatsache, dass der 75-jähriger Mann, der äußerlich eindeutig als praktizierender Muslim erkennbar war, einige Wochen vor der Ermordung des britischen Soldaten nachts auf offener Straße massakriert wurde.“

(Emran Feroz). Am 29.05.1993 wurden in Solingen fünf Menschen türkischer Abstammung ermordet. Die Täter waren zwischen 16 und 23 Jahren alt und aus der örtlichen Neonazi-Szene.  mehr ...

30.05.2013 Hintergrund: Am Tagestag des Solinger Brandanschlages geht es „Anne Will“ um Polarisierung

Facebook-Debatte um umstrittene ARD-Sendung

(iz). Hunderte Muslime wehren sich mit einem auf Facebook, von der Islamwissenschaftlerin Caroline Neumüller verfassten öffentlichen Brief an die Redaktion „Anne Will“ gegen die ARD-Talkshow am gestrigen Abend. Der Moderatorin wird vorgeworfen, am 20. Jahrestag der Solinger Brandanschläge auf das falsche Thema – zudem in reißerischer Aufmachung – gesetzt zu haben.

Hierbei ging es in der Sendung, wie die einseitige Auswahl der polarisierenden Gäste zeigt, nicht wirklich um eine sachliche Aufarbeitung des Themas „Extremismus“.  mehr ...

28.05.2013 Die tatarischen Muslime zeigen, dass Islam in Europa ohne große Aufregung möglich ist. Eine Reportage von Mieste Hotopp-Riecke

Al Fatiha in Sachsens Wäldern

Das zweihundert Jahre alte Tatarengrab bei Kleinbeucha zog von März bis Mai Schüler, Akademiker und Heimatforscher Sachsens, Deutschlands, Litauens, Tatarstans und der Ukraine an, um sich mit Interkulturalität, den Muslimen der Napoleonkriege und den rezenten Islamdebatten zu beschäftigen.

(iz). In den Islamdebatten der Medien und der Politik wird seit Jahren mehr oder weniger heftig debattiert, ob der Islam zu Deutschland gehöre oder nicht.  mehr ...

21.05.2013 Ein bunter Abend mit WELTmusik für Syrien: Interview mit den Veranstaltern

Nicht nur lamentieren, sondern aktiv werden

(iz). Am 22.6. soll in Karlsruhe im Kulturverein Tempel ein Benefizkonzert für die notleidende Zivilbevölkerung in Syrien stattfinden. Hierzu sprachen wir den Machern.

Islamische Zeitung: Herr Schröter, könnten Sie uns kurz erzählen, wie es dazu gekommen ist?

Imran Schröter: Ja, gerne! Es klingt fast wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Oder besser gesagt, ist es das, was wir Muslime als „nasib“ bezeichnen, wenn sich wunderbar eins ins andere fügt.  mehr ...

19.05.2013 Weimar: Goethe ist auch fast 200 Jahre nach seinem Tod noch spannend, sagt ein Wissenschaftler. Dichterfreunde aus aller Welt diskutieren in Weimar über «Goethe und die Weltreligionen».

Dichter ohne Folgen?

(dpa). Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) bietet nach Aussage des Weimarer Literaturwissenschaftlers Jochen Golz stets neue Ansatzpunkte zu Gegenwartsdebatten. «Das Thema Religion und Religiosität steht heute sehr im Zentrum aktueller Diskussionen und des allgemeinen Interesses», sagte der Präsident der Goethe-Gesellschaft Weimar in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Es ist eine Zeit, in der Werte ins Wanken geraten und es an Orientierung mangelt.» Menschen suchten nach Lösungen, auch in Religionen.  mehr ...

17.05.2013 Eine Entgegnung von Tahir Chaudhry

Das Versagen der Necla Kelek

(iz). Necla Kelek ist bekannt für ihre kruden Thesen und “Analysen” zum Islam. Auf ihrem anti-religiösen Feldzug möchte die deutsch-türkische Soziologin Kelek persönliche Blutrache an einer ganzen Religion nehmen. Ihre Behauptungen über muslimische Migranten haben schon durch die gesamte Integrationsdebatte hinweg große Wellen geschlagen. Folglich ist ihr Wirken eher gewinnbringend für sie selbst, als für die deutsche Gesellschaft.

Ihr Kampf gilt seit vielen Jahren den „muslimischen” Parallelgesellschaften und der vermeintlichen Flagge des Islamismus, dem Kopftuch.  mehr ...

10.05.2013 Bald beginnt wieder eine besondere Zeit des Segens, die in den Fastenmonat mündet. Von Ali Kocaman

Vorbereitung auf den Ramadan

„… Und (Er schuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, durch Seinen Befehl dienstbar gemacht. Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allah, der Herr der Weltenbewohner.“ (Al-A’raf, 54)

(iz). In den ersten Junitagen dieses ­Jahres begann der islamische Monat Radschab. Mit ihm fängt jedes Jahr eine besondere Zeit des islamischen (Mond-)Kalenders an, die in den segens­reichen Fastenmonat Ramadan mündet, der seinerseits mit dem ‘Id Al-Fitr (auch als Zuckerfest bekannt) endet.  mehr ...

08.05.2013 Teaser aus der kommenden IZ-Ausgabe – zum Jean-Paul-Festjahr 2013. Vorstellung eines deutschen Dichters von Muhsin Sebastian Hennig

„Alle Kinder sind Orientalen“

(iz). In seinen „Noten und Abhandlungen zum westöstlichen Divan“ erläutert Johann Wolfgang von Goethe den geistigen und historischen Hintergrund der ihn zu den zwölf Versbüchern seines „Westöstlichen Divan“ bewegte. Er geht dabei weit zurück bis zur Flucht der Hebräer aus Ägypten.  mehr ...

06.05.2013 Vom schwierigen Versuch, in dürftiger Zeit über die Freiheit zu schreiben. Ein Beitrag von Sulaiman Wilms

Die Realität eines Slogans

„Ich wuchs auf in Freiheit, mit dem Recht auf freie Rede. Ich kann mich in späteren Jahren nicht mehr ändern und mich an Sklaverei gewöhnen.“ (Cato)

(iz). Ein jedes Ding hat seinen ­Namen. Die richtige Bezeichnung (siehe Sura Al-Baqara im Qur’an) gehört zu den Anfängen der prophetischen, ja der menschlichen Geschichte überhaupt. Allah sagte über unseren Stammvater: „Und Er lehrte Adam alle Namen.“

Von Konfuzius können wir lernen, dass das richtige Benennen der Dinge den Anfang gerechten Handels darstellt.  mehr ...

30.04.2013 Konzeptionelle Überlegungen für eine neue Zukunft der muslimischen Selbstorganisation

Wie sieht der ideale Verband aus?

(iz). Nehmen wir mal an, wir wären Mitglied in einem idealen Verband, den Y-Verband, wie wäre dieser organisiert und für welche Inhalte würde so ein Verband stehen?

Ethnische Kriterien
Nun, der Y-Verband würde nicht auf das Unterscheidungsmerkmal ethnischer Kriterien setzen und erkennen, dass für die eigene Jugend, die natürlich Deutsch spricht, diese antiquierten Trennlinien keine besondere Bedeutung mehr entfalten können. Das Gleiche gilt für ideologische Differenzen, die aus den Heimatländern ihrer Eltern oder Großeltern importiert wurden.  mehr ...

30.04.2013 Riza Savas’ umfassende Studie „Die Frau zur Zeit des Propheten Mohammed“ liegt endlich auf Deusch vor. Von Laila Massoudi und Massouda Khan

Ein notwendiges Buch

„Die Hälfte des Islam ist von Aischa.“ (häufige Meinung islamischer Gelehrter)

(iz). „Es gibt ein großes Studienfeld, welches es noch zu erforschen gilt, wie sehr der augenblickliche Status der Frauen ­unter Muslimen den westlichen Einstellungen gegenüber der Weiblichkeit geschuldet ist, und insbesondere gegenüber muslimischen Frauen.  mehr ...

25.04.2013 Eine spannende Debatte: Wovon und wofür ist man frei? Von Fauzia Lewandowski

Ich bin so frei

(iz). Ich bin so frei!“ – unter diesem Motto präsentieren sich immer mehr junge, gut gebildete Frauen mit Kopftuch der Gesellschaft und wehren sich gegen einschlägige Assoziationen von außen. Mehr noch: Es bilden sich Gruppen muslimischer Frauen, die selbst definieren wollen, was Freiheit für sie heißt. Ausgelöst wurde die Debatte durch eine Aktion der ukrainischen PR-Gruppe FEMEN, die den jungen Musliminnen in Deutschland unterstellte, nur unter Zwang sich zu verhüllen.  [ABO] mehr ...

15.04.2013 Passend zum Wagner-Jahr: Muhsin Hennig über Christoph Thielemann „Mein Leben mit Wagner“ und die umfassende Edition von Marek Janowski

„Ein steriles Mischwesen“

(iz). Ein kurzer Aufsatz eines Malers könne mehr Einsichten über die Kunst vermitteln als Bände voller kunsthistorischer Gelehrsamkeit, dass schrieb einst der englische Maler Joshua Reynolds. Mit der Musik ist es genauso. Das Buch des derzeit gefragtesten Dirigenten für das Werk von Richard Wagner, des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden Christian Thielemann ist erhellender als all die klugen theoretischen Deutungen zum Thema.  mehr ...

08.04.2013 Überlegungen von Emran Feroz

FEMEN und die Muslima

Femen sorgt spätestens seit der Thematik um Pussy Riot regelmäßig für Schlagzeilen. Mittlerweile hat sich die Gruppierung auch in der islamischen Welt „etabliert“. Während dort die meisten Menschen nicht viel von Nacktprotesten halten, nutzen religiöse Hardliner die Situation aus, um von wichtigen Problemen abzulenken.

(Emran Feroz). Vor einigen Wochen sorgte eine junge Tunesierin namens Amina für Aufmerksamkeit. Die 19-jährige hatte sich Anfang März der Femen-Bewegung angeschlossen.  mehr ...

03.04.2013 Bücher: Azizah Seise bespricht „Die Regenbogentruppe“ von Andrea Hirata

Ein Hauch von Indonesien

(iz). Indonesische Literatur ist dem deutschsprachigen Leser so gut wie unbekannt. Große Namen der modernen indonesischen Literatur wie Hamka (1908-1981) oder Pramoedya Ananta Toer (1925-2006) sind hier unbe­kannt. Nur kleine Spartenverlage haben bis vor kurzem deutschsprachige Übersetzungen aus dem Indonesischen verlegt. Dabei hat die moderne indonesische Literatur durchaus etwas zu bieten. Die Liebe für das Detail zum Beispiel findet sich in vielen literarischen Werken, blumige Beschreibungen und ein mehr oder weniger leichter oder schwerer Hauch Kritik am politischen System.  [ABO] mehr ...

03.04.2013 Ein Bericht aus Hamburg von Norbert Müller

Ehemalige Kirche wird Moschee

(iz). Das Ansinnen der Skandalisierer und erst recht der islamophoben Rechtsradikalen lief ins Leere: Die öffentliche Diskussion über die Umwandlung der ehemaligen Kapernaum-Kirche in Hamburg-Horn in eine Moschee gestaltete sich im Endeffekt recht sachlich und unaufgeregt. Mehr noch: Der Umstand, dass auch ein ehemals christliches Gotteshaus nun von Muslimen genutzt werden kann, erscheint nicht mehr als Islamisierung und Untergang des Abendlandes, sondern Teil einer multireligiösen Großstadt-Normalität.  mehr ...

30.03.2013 Hintergrund: Indiens Geißel – Vergewaltigungen und gezielte Abtreibungen. Anmerkungen von Sulaiman Wilms

Der Hass auf die Frauen

(iz). Es gehört zu den orthodoxen Grundannahmen unserer Erziehung, dass sich die Gattung Mensch im Zustand eines kontinuierlichen Fortschritts befände. Nicht nur der übel beleumdete Kultur­skeptiker dürfte dies grundsätzlich in Frage stellen. Ebenfalls zu den „No-Go-Areas“ unseres Weltverständnisses zählt, dass sich der Mensch im Laufe dieses Fortschritts endgültig von seiner natürlichen Umwelt befreit. Heute von „natürlichen Verhaltensweisen“ (wie in der Familien-Debatte) zu sprechen, dürfte auf jeden Fall belächelt werden.  mehr ...

25.03.2013 Kommentar: Welt ohne Gott denkbar, Welt ohne Banken nicht? Von Khalil Breuer

„Ein europäisches Paradox“

(iz). Es liegt in meiner – zugegeben – einfachen Natur, immer Alternativen zu suchen und auf neue Alternativen zu hoffen. Nur, in letzter Zeit droht mir die Zuversicht diesbezüglich abhanden zu kommen. Wir alle wissen, was in Zypern los war. Für die Zukunft sage ich nur „Luxemburg“ – ein Bankenstaat, inmitten der Europäischen Union, ein souveränes Ländchen, dessen Bankenumsatz um das 21-fache höher ist als das eigene Bruttosozialprodukt.  [ABO] mehr ...

21.03.2013 Exklusiv aus der neuen Ausgabe – Schwerpunkt "Wissen": Gesucht werden freie Orte echter Wissensvermittlung. Von Khalil Breuer

Über Moscheen und Marktplätze

(iz). Bekanntlich sollten Glauben und Handeln eins sein und Theorie und Praxis kein Gegensatz. Um so wichtiger ist es, heute die islamische Lehre und damit die Lebenspraxis selbst, nicht in eine Art der Weltfremdheit abgleiten zu lassen. Es geht uns als ­Muslime um das Hier und Jetzt, das Innen und Außen, das Materielle und Spirituelle.

Diese Einheit der Glaubensüberzeugungen symbolisiert von jeher der Zusammenhang von Moschee und Markt. Die erste Gemeinschaft ist um diesen Zusammenhang gebaut und ohne Kennt­nisse hierüber grundsätzlich missverstan­den.  mehr ...

19.03.2013 Islamkritik – getarnter Fremdenhass, Doppelmoral und Pauschalisierungen. Fernsehkritik von Emran Feroz

Ein Scheitern zur besten Sendezeit

(Emran Feroz). Die so genannte Islam-Debatte scheint eine unendliche Geschichte zu sein. Nachdem vergangene Woche wieder Razzien gegen „Salafisten“ stattgefunden haben und mehrere Personen verhaftet wurden, haben die deutschen Medien ein weiteres Mal ihr Fressen gefunden. Von objektiven und seriösen Diskussionen kann keine Rede sein. Zeuge eines neuen Tiefpunkts konnte man unter anderem bei Günther Jauch werden.  mehr ...

11.03.2013 Funda Dogan: Muslimin hilft bei Jobsuche. Bericht von Marco Krefting

Zwischen Arbeitsamt und Moschee

Sprachprobleme, veraltete Rollenbilder und unsichere Eltern: Eine Arbeitsagentur in der Nähe von Stuttgart engagiert eigens eine Muslimin als Berufsberaterin. Die Türkin hat sogar eine Liste mit Firmen, die Frauen mit Kopftuch einstellen.

Waiblingen (dpa). Wenn Funda Doghan Schüler bei der Berufswahl berät, fluchen die öfters mal auf Türkisch. «Sprache spielt bei der Jobsuche eine wichtige Rolle», sagt die 28-Jährige. Sie stammt selbst aus der Türkei und ist bei der Arbeitsagentur Waiblingen seit einem Jahr Beraterin speziell für junge Leute mit ausländischen Wurzeln.  mehr ...

01.03.2013 „Die Debatte“: Unterscheidung, aber keine Diskriminierung. Notizen von Ali Kocaman

Kein Platz für Rassismus im Islam

(iz). In den letzten Tagen schaute Freund Mukhtar ein paar Mal vorbei. Mukhtar ist ein junger Südafrikaner, Muslim und ziemlich hipp. Wer ihn nicht kennt, mag kaum glauben, wie tief sein Wissen und wie prägend seine Erfahrungen in Sachen Islam sind. Dabei bricht er sämtliche Stereotypen, die viele von einem religiös gebildeten Muslim haben mögen. Der junge, professionelle Sportlehrer verbrachte neben seiner Karriere Jahre in der Gegenwart großer Gelehrter, in Zawijas und ist aktiv mit den Freunden Allahs.  mehr ...

01.03.2013 Ausdruck urtümlicher Lebensenergie: Ohne den Kulturimport aus Westafrika wäre die schwarze Kultur der USA ärmer. Von Sulaiman Wilms

Auch die Muslime kennen den Blues

„Ich bin die Wurzel und der Stamm. Ihnen bleiben Zweige und Blätter.“ (Der verstorbene Musiker Ali Farka Touré aus Mali)

(iz). Die seltene Gelegenheit nutzend, in Sachen Musik keine Rücksicht auf die Kinder nehmen zu müssen, legte ich eine CD des unvergleichlichen Otis Taylor ein. Inmitten des tief bewegenden Stückes „10 Million Slaves“ merkte meine Frau plötzlich an, dass ihr diese Art Musik seltsam bekannt vorkäme.  mehr ...

25.02.2013 Debatte: Überlegungen zum Islam und dem Problem des Nationalismus. Von Imam Zaid Shakir

"Damit ihr euch kennenlernt"

„O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf. Und aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus beiden viele Männer und Frauen sich ausbreiten. Und fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, und die Verwandtschaftsbande. Wahrlich, Allah ist Wächter über euch.“ (An-Nisa, 1)

Der Nationalstaat - der ein Volk in einer souveränen territorialen Einheit verbindet - ist eine moderne Sache wie auch der Natio­nalismus als Bewegung für einen Staat ist modern. Er war Teil der europäischen Reaktion des 19. Jahrhunderts auf universale Tendenzen der Aufklärung.  mehr ...

17.02.2013 Ein Nachruf zum 10. Todestag von Annemarie Schimmel. Ahmet Peter Kreusch erinnert an eine wichtige Brückenbauerin

„Meine Aufgabe ist hier“

(iz). Als Annemarie Schimmel Anfang Februar 2003 80-jährig in Bonn starb, gab es in Zeitungen zahlreiche kleinere und ­größere Artikel, die noch einmal an das Leben dieser Grande Dame der deutschen Orientalistik erinnerten. 8 Jahre zuvor, im Jahre 1995, hatte es monatelang durch den Medienwald gerauscht, nachdem bekannt wurde, dass sie in diesem Jahr in Frankfurt/Main den Friedenspreis des Börsenvereins des deutschen Buchhandels bekommen sollte.  [ABO] mehr ...

12.02.2013 Pakistan: Literatur aus einem der wichtigsten muslimischen Länder: Hintergrundbericht von Sajjad Malik und Subel Bhandari

Bücher statt Bomben

Islamabad (dpa). Bücher statt Bomben – mit gleich zwei Festivals wollen in diesem Monat Literaten in Pakistan der Welt ein anderes Bild ihres von Gewalt zerrissenen Landes präsentieren. In der südlichen Hafenstadt Karachi beginnt am 15. Februar zum vierten Mal das jährliche Karachi-Literaturfestival. Acht Tage später hat in der nordöstlichen Stadt Lahore das erste Festival dort Premiere.

„Wir wollen die Kultur, Sprachen und Traditionen Pakistans ausstellen und der Welt zeigen, dass zu diesem Land mehr als der Extremismus gehört“, sagt die Direktorin des Karachi-Festivals, Ameena Saiyid.  mehr ...

04.02.2013 Essay & Tagungsbericht: Die Gelehrten und die Globalisierung. Von Wolf D. Ahmed Aries

Technik als Herausforderung?

(iz). Anfang Februar diesen Jahres luden das Islamische Zentrum Hamburg und die Schura der Stadt Hamburg zur Diskussion der Frage „Islam & Globalisierung“ ein. Diesem herausfordernden Thema folgten zahlreiche Muslime aus ganz Europa, sodass der schöne Vortragsraum beinahe nicht ausreichte. Hinzu kam, dass eine für Deutschland ungewöhnlich hohe Zahl Gelehrter den Referaten folgten, die allerdings kaum etwas Neues boten.

Im Gegensatz dazu machten die Konzeption der Tagung und ihr Verlauf deutlich, wo die Defizite dieses Diskurses unter Muslimen liegen.  [ABO] mehr ...

02.02.2013 Auf Reisen mit der IZ: Nach dem immer noch prägenden Krieg kam das große Geld nach Sarajevo. Von Martin Zabel

Das Jerusalem des Balkans

(iz). In der Ferne höre ich Hammerschläge, doch geht mir der Gedanke nicht aus dem Sinn, dass dies ebenso Schüsse sein könnten, die von den Bergen in die Stadt wummern, welche drei Jahre lang Tag und Nacht unter Belagerung litt und Gewehr- und Artilleriesalven hinnehmen musste.

Nie habe ich einen Krieg durchgemacht. Doch wenn ich hier in Sarajevo vor dem Denkmal für die getöteten Kinder stehe und als Geburtsjahr 1989 ausmache, so sind Dinge ganz nah und real. Ich selbst bin 1989 geboren. Mein Name könnte dort stehen. Doch das tut er nicht.  [ABO] mehr ...

02.02.2013 Die Islamische Zeitung lud zu einem Tagesseminar nach Weimar, das Goethes Verhältnis zum Islam gewidmet war. Von Ali Kocaman

Zu Gast im Labor der deutschen Kultur

„Goethes persönlicher Dialog mit dem Orient mündete in einem ­erhabenen Meisterwerk der Dichtung, das als „West-östlicher ­Diwan” bekannt wurde. Ein Buch, welches unglücklicherweise in Deutschland kaum bekannt ist. Es ist eines der großen Unglücke, dass Goethe – insbesondere mit diesem Werk – nicht allgemein verbreitet ist.“

(iz).  mehr ...

29.01.2013 Kommentar: Tausende Frauen beklagten sich auf Twitter und anderswo über die alltäglichen Grenzüberschreitungen. Anmerkungen von Khalil Breuer

„Sexismus“

(iz). Närrische Tage in Deutschland. Der ­rüs­tige FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle wird von einer Stern Reporterin des Sexismus bezichtigt. Der Politiker hatte zu später Stunde in einem Lokal keine Fragen zur Finanzpolitik beantwortet, sondern soll die gute Dame an der Bar mit unzüglichen Bemerkungen bedrängt haben. Der Stern, sonst nicht gerade sparsam mit schlüpfrigen Titeln, brachte die „heiße“ Story online. Ein Jahr später wurde der Vorfall ­öffentlich und löste eine Debatte aus. Das Thema: Sexismus in der deutschen Öffentlichkeit.  mehr ...

25.01.2013 Ein Bericht über die „vergessenen Flüchtlinge“ in Bosnien. Von Anes Sabitovic

Bilder einer Ausstellung

(iz). Anlässlich des hundertjährigen Bestehens der humanitären Organisation „Merhamet“ wurde am Samstag, den 19. Januar 2013, im „Haus der Demokratie“ die Ausstellung „Vergessene Flüchtlinge“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ und mit Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung realisiert. Ziel der Ausstellung ist es, der deutschen Öffentlichkeit die aktuelle Lebenssituation der Menschen in Flüchtlingscamps zu zeigen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Flüchtlingscamps in nächsten Jahren geschlossen werden.  [ABO] mehr ...

21.01.2013 Anatomie einer Lesung: ein Debattenbeitrag von Tahir Chaudhry

Die Necla Kelek-Show

(iz). Necla Keleks kruden Thesen und „Analysen“ zum Islam und den Migranten haben durch die gesamte Integrationsdebatte hinweg große Wellen geschlagen. Demgemäß gelangten ihre Bücher durchweg in die Bestseller-Listen Deutschlands. Aber warum nur? Ihre Bücher sind für mich nichts als Zeugnisse hochpauschaler Beschreibungen und scheinbarer Empirie. Ihre Bücher bestehen meist aus Anekdoten, die mit radikaler Religionskritik aufgeblasen werden.  mehr ...

17.01.2013 Berliner Ausstellung über die Grabungen in der Stadt Samara. Von Inge Pett

„Erfreut, wer sie sieht“

Berlin (KNA). Es war eine Stadt gigantischer Ausmaße, die sich entlang des Tigris erstreckte. Der abbasidische Kalif al' M'tasim hatte Samarra 836 nach Christus erbauen lassen, um politischen Wirren in der Metropole Bagdad aus dem Weg zu gehen. Nur 70 Jahre lang sollte Samarra – was auf Arabisch so viel heißt wie „Erfreut, wer sie sieht“ – die Hauptstadt eines der größten Weltreiche der Geschichte darstellen.

Allerdings ist der Ruhm der Metropole, die zu ihrer Zeit vergleichbar war mit Konstantinopel, dem chinesischen Xi'an und Bagdad, weitgehend verblasst.  mehr ...

14.01.2013 IZ-Leser schreiben: Eine Außenansicht von Martin Zabel auf die Islamische Zeitung

„Pluralität in Meinung und Ausdruck“

(iz). Einer öffentlichen Einladung der Islamischen Zeitung folgend zog ich zusammen mit Freunden am 4.Januar zum ersten Mal nach Weimar. Diese sagenumwobene Kulturstätte, die eigentlich so nah ist und doch bisher nie auf dem Programm stand.

Der Clou an der Sache: Es war eine Einladung im traditionellen Sinne. Ein wertvoller Vortrag vom bekannten Intellek­tuellen Dr. Manfred Osten über Goethes Verhältnis zum Islam, anschließend ein Stadtrundgang, Besichtigung des Goethehauses und exquisitem Mittagessen – geistiges und leibliches Wohl und zwar kostenlos.  mehr ...

07.01.2013 Korn nimmt Augstein gegen Vorwurf in Schutz

Instrumentalisierung einer Ungeheuerlichkeit

Berlin (KNA). Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, hat den Journalisten Jakob Augstein vor Antisemitismus-Vorwürfen in Schutz genommen. Das amerikanische Simon-Wiesenthal-Zentrum sei offenbar in das Fahrwasser des Publizisten Hendryk M. Broder geraten, sagte Korn am Freitag im DeutschlandRadio Kultur. Das Zentrum hätte besser daran getan, der Argumentation Broders nicht zu folgen und sich stattdessen eine eigene Meinung zu bilden.  mehr ...

01.01.2013 IZ-Fotoessay: Dieses Mal mit Seren Basogul

Bilder, die zum Denken anregen

(iz). Wir leben in einer bildlastigen Welt. Was zu uns über die Augen kommt, hat eine viel direktere Wirkung – zu unserem Vorteil und zu unserem Schaden. Nicht umsonst funktionieren zeitgenössische Debatten über vorher geprägte Bilder und stereotype Sichtweisen.  mehr ...

26.12.2012 Entgegen der dominanten Bilder hat der Islam eine Tradition des Humors. Von Massouda Khan

„Teil unserer spirituellen DNS“

(iz). Inmitten einer Welt, in der jede Bösartigkeit oder Ungeschicklichkeit (eines imaginierten „Westens“) zu gewalttätigen Protesten in Teilen der muslimischen Welt führt, scheint ein Ge­spräch über Humor bei Muslimen ab­surd zu sein. Zu oft werden wir von Bil­dern überflutet, auf denen aggressive Puritaner dies Kopie des Qur’ans, das so genannte Mushaf, in die Höhe halten (was in Sachen Tradition Hinsicht übrigens eine modernistische Neuerung, Bi’da, ist), Fahnen verbrennen oder einfach nur böse in die Kamera blicken.  mehr ...

26.12.2012 Niemand sollte sich die Gelegenheit entgehen lassen, dass Gute im Gesicht der anderen zu sehen, meint Sulaiman Wilms

Nicht die Chancen des Alltags auslassen

(iz). Die unausweichliche Schwerkraft von Alltag und Routine ist ein zweischneidiges Schwert. Man soll sie nicht verachten; würde jeder Handgriff, jede notwendige Verrichtung etwas ­Neues und Aufregendes sein, wären wir mehr als nur gestresst, weil wir andauernd einer neuen Situ­ation gegenüberstünden.

Aber sie ist nicht nur wegen ihrer innewohnen­den Langweile problematisch. Routine kann gefährlich werden, weil sie uns zu ­Automatismen führt und verhindern kann, dass wir die Chancen des Augenblicks, die uns Allah bietet, dank dieser Alltäglichkeit übersehen können.  [ABO] mehr ...

23.12.2012 Europas Islam-Debatte(n) und die Instrumentalisierung von Geschichte. Von Sulaiman Wilms

Das Pippi-Langstrumpf-Syndrom

„Zwei mal drei macht vier,
widewidewitt und drei macht neune,
ich mach mir die Welt,
widewide wie sie mir gefällt.“

(Titelsong von Pippi-Langstrumpf)

(iz). Meine Generation ist mit „Pippi Langstrumpf“ aufgewachsen. Auch wenn ich den erzieherischen Wert des Kinder­buch- und -filmklassikers heute für des­truktiv halte, spielte das freche ­Mädchen eine Rolle für die meisten von uns. Und weil wir heute – hoffentlich – zu Erwachsenen geworden sind, ist es wahrscheinlich, dass sich diese Geisteshaltung der kontrafaktischen Weltsicht und -gestaltung fortsetzt.  mehr ...

19.12.2012 Hintergrund: Autor Saunders entlarvt den Mythos einer Islam-Invasion

Überfremdung?

(dpa). So wie im 19. Jahrhundert Karl Marx zufolge «das Gespenst des Kommunismus» in vielen Köpfen als Alptraum herumgeisterte, hat sich heute eine andere Vorstellung von der Zukunft ausgebreitet: Irgendwann würden so viele Muslime zugewandert sein, dass sie die Mehrheit in den westlichen Ländern bilden. Nüchtern und vor allem auf Basis konkreter Zahlen will der kanadisch-britische Autor Doug Saunders in «Mythos Überfremdung» damit aufräumen.  mehr ...

13.12.2012 Ein Muslim denkt über den Propheten des Christentums nach. Von Dr. Hesham A. Hassaballa

„Jesus und ich“

(OnIslam.net). In beinahe jedem Jahr ende ich damit, dass ich während der Weihnachtsfeierta­ge arbeite. Das ist keine große Sache, weil ich diesen Feiertag nicht begehe. Es macht mir nichts aus für meine Kollegen zu arbeiten, die jetzt frei haben. Immer­hin ist das nur gerecht, weil sie mich vertreten, wenn ich mich in die ‘Id-Feiertage verabschiede.

Das einzige Problem ist, dass diese Tage so langweilig sind. Nichts hat auf! Das wird zu einer Herausforderung, wenn man essen will.  [ABO] mehr ...

11.12.2012 100 Imame absolvierten Integrationskurse

Kultur für die Vorbeter?

Nürnberg (KNA). 100 Imame haben in den vergangenen drei Jahren in sieben deutschen Großstädten Integrationskurse absolviert. Am Donnerstag werden die letzten zwölf Absolventen in Hamburg verabschiedet, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg mitteilte. Die Behörde sowie das Goethe-Institut und die Türkisch-Islamische Union (DITIB) hatten das Projekt „Imame für Integration“ entwickelt. Es umfasste Sprachkurse und Landeskundeseminare, in denen städtische und kirchliche Einrichtungen besucht wurden.  mehr ...

04.12.2012 Im Zuge der christlichen Säkularisierung meinen viele, dass Religion dem Vergessen anheim gefallen ist. Von Wolf D. Ahmed Aries

Droht uns der nächste Kulturkampf?

(iz). Aus der anfänglichen Verwunderung über das Urteil der Richter am Kölner Landgericht [über einen Beschneidungsfall] wurde im Laufe von Wochen Entsetzen. Dies, weil sich eine Diskussion entwickelte, in der die Beziehungen der einzelnen Grund- und Menschenrechte einseitig interpretiert wurden. Der Tenor war und ist: Religionsfreiheit ist zu befürworten, wenn sie nicht anderen Freiheiten im Wege steht.  mehr ...

28.11.2012 Ein neues Fach entsteht. Ein Kommentar von Sulaiman Wilms

Vom Spektakel der ­politischen Theologie

(iz). Kritik ist einfach. Kritik ist oft billig. Sie geht auch allzuleicht von der Zunge. Und wie kann man ein Phänomen in Bausch und Bogen ablehnen, wenn man einen Teil des beteiligten Personals kennt, es schätzt und auch eine gute Meinung von seiner Arbeit hat? Dieses ­Dilemma stellt sich mir, wenn die „­Islamische Theologie“, wie das Konstrukt heißt, betroffen ist.

So haben viele frische Talente der deutschen Community in den fünf neu kreierten Standor­ten, an denen die neue Lehre unterrichtet wird, eine universitäre Stelle gefunden.  mehr ...

28.11.2012 Die Feuerpausen sollte man angesichts der Opfer auf beiden Seiten zum Nachdenken nutzen. Von Abu Bakr Rieger

Die Hamas-Debatte

(iz). Es ist die – hoffentlich nicht ewige – Wiederkehr des Gleichen. Die Hamas und einige andere Bewegungen in Palästina setzten ihre Nadelstiche mit Raketen, Israel – oder ­besser die israelische Militärführung – nutzt die Vorlage für eine so ­unverhältnismäßige, wie brutale militärische Antwort. Die Zivilbevölkerung in Israel muss den ­Terror rund um die Raketenangriffe dulden, erleidet auch einige Todesfälle – im Gaza­streifen bebt dagegen die Erde. Die paläs­tinensische Bevölkerung „bezahlt“ mit einem ungeheuren Blutzoll.  mehr ...
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Bild der Woche
"Neues Wir-Gefühl" BERLIN. Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten (Foto: Dirk Enters).
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Zitat der Woche
„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
Linkliste
Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

Geopoliticus
Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

Union Europäischer Muslime
Webseite der

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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Buchtipp
In der bereits Anfang der 1990er Jahre in der Türkei erschienenen historischen Studie beschäftigt sich Riza Savas, Professor an der theologischen Fakultät der Dokuz Eylül Universität ­Izmir (der bereits ähnliche Titel über andere historische Phasen veröffentlichte) mit der Lage der Frauen vor und während der Lebenszeit des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Savas führt zu Beginn in die Lage der Frauen in der vorislamischen arabischen Gesellschaft ein. Nicht nur aus Gründen der Chronistenpflicht ist diese Einführung wichtig, weil sie den Hintergrund für die wichtigen Veränderungen darstellt. Sie stellt auch den notwendigen Kontrast zur Verfügung, anhand dessen der große Unterschied bezüglich der Stellung der Frau vor und während des Gesandten Allahs verstanden werden kann. In vier Kapiteln referiert der türkische Autor den „Den Propheten und die Frauen“, „Die Frauen und Bildung“, ­“Frauen im Familienleben“ und „Die Frau in der Gesellschaft“. Der Wert des Buches ist Savas’ enorme historische Gründlichkeit und sein gewissenhafter Gebrauch der Quellenverweise. Dank seiner historischer Basis nimmt der Autor vielen Vorurteilen den Wind aus den Segeln, die heute existierende Diskriminierung von Frauen in Teilen der muslimischen Welt sei dem islamischen Modell geschuldet.

Riza Savas, Die Frau zur Zeit des Propheten Muhammad, astec Verlag, Taschenbuch, 307 Seiten, Preis: Eur 9.-, ISBN 978-605-87525-0-8
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