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(iz). Macht ist organisierter Wille. So könnte man die weltliche Grundüberzeugung mo­derner Verbände beschreiben. Die dahinter stehende Logik ist klar: Über je mehr Mitglieder ein Verein verfügt, desto größer ist seine Repräsentationsmacht. Es stimmt ja auch. mehr ...
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Sie sind hier: Home >> >> Hannoverraner Oberbürgermeister Stephan Weil besucht Haci-Bayram-Moschee. Von Yasin Bas, Melle

21.10.2009 Hannoverraner Oberbürgermeister Stephan Weil besucht Haci-Bayram-Moschee. Von Yasin Bas, Melle

Sarrazin steht nicht für die ganze SPD

Hannover (iz). Der Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, Stephan Weil (SPD), löste sein zu Jahresbeginn gegebenes Versprechen ein und besuchte nun die hannoversche Haci Bayram Moschee der Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB). Weil erschıen gemeinsam mit dem Ratsmitglied und Integrationsbeauftragten des Rates, Alptekin Kirci (SPD). Empfangen wurden beide Politiker durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Haci-Bayram-Moschee, Nedim Erdem sowie die Vorstandsmitglieder Ersen Bayraktar und Haluk Kurtoglu.
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Als Anlass seines Besuchs gab Oberbürgermeister Weil bekannt, er wolle informieren und informiert werden. „Ich bin mir über den integrationspolitischen Stellenwert der Moscheen durchaus bewusst und weiss, dass die meisten Muslime in Deutschland in Moscheen zusammen kommen“. Die Moscheen hätten eine große Bedeutung im Bezug auf die Eingliederung der Muslime in die deutsche Gesellschaft. „Sie helfen uns dabei, dass sich die Muslime integrieren“, sagte Weil. Auch die Anstrengungen des ATIB-Vorstandes lobte der Oberbürgermeister. Was ich heute hier gehört habe, stimmt mich froh. Sie können sicher sein, dass ihre Bemühungen und Aktivitäten in der deutschen Öffentlichkeit Erwähnung finden werden“.

Zusätzlich erfreut zeigte sich der Oberbürgermeister über die schulischen Erfolge der muslimischen Schüler in Hannover, die immer öfter von der Hauptschule auf die Realschule oder gar auf das Gymnasium wechselten. „Im Gegensatz zu anderen Großstädten sehe ich Hannover auf einem guten Weg.“ Die Investitionen in die Bildung zeige endlich die gewünschte Wirkung, sagte Weil. Dies gehe auch auf einen Sinneswandel bei vielen Einwanderern zurück, die erkannte haben, dass sich in diesem Land ein sozialer und beruflicher Aufstieg durch gute Bildung und Erziehung verwirklichen lasse.

Unter den anwesenden Gästen befanden sich zudem Havva Mermertas, Vorsitzende des türkischen Elternverbandes in Hannover, Muammer Duran, Vorsitzender der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) Niedersachsen, Avni Altiner, Vorsitzender des Landesverbandes der Muslime in Niedersachsen (SCHURA) sowie zahlreiche Medienvertreter, Akademiker und Besucher.

Vorstandsmitglied Ersen Bayraktar bedankte sich bei Stephan Weil für seinen Besuch und informierte ihn über die Tätigkeiten der Moscheegemeinde. Überdies sprach Bayraktar vorhandene Fragen an und gab dem Oberbürgermeister auch einige Bitten mit auf dem Weg. So möchte die ATIB-Haci-Bayram-Gemeinde die Moschee- und Gebetsflächen erweitern. Ebenfalls sollen für die Kinder und Jugendlichen Räumlichkeiten am alten Grundstück der Elektrizitätsverwaltung entstehen.

Auf Anfrage eines Journalisten nach den beleidigenden Äußerungen des Bundesbank-Vorstandes, Thilo Sarrazin, gegenüber Arabern und Türken antwortete der Oberbürgermeister, Sarrazin habe ohne Nachzudenken gesprochen und kennen die türkische und arabische Gesellschaft nicht hinreichend. Diese Sätze spiegelten auf keinen Fall die Position der SPD wider.

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