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(iz). „Les extrêmes se touchent“ – die äußersten Gegensätze berühren sich. An dieses Bonmot von Jean de la Bruyere erinnert man sich, angesichts der Randale von Hooligans und Nazis auf den Straßen Kölns. mehr ...
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30.08.2010 Kommentar: Trotz Sarrazin-Alarm ruhig bleiben, denn ein bisschen Eigenschau schadet nicht. Von Malik Özkan

Ein bisschen Selbstkritik

Hauptbild
(iz). Wow, es ist ein Medienspektakel erster Güte. Zumindest in der Kategorie "Wie vermarkte ich ein Buch" sind die Profis aus der Medienindustrie schon jetzt preisverdächtig. Jetzt müssen nur noch alle Trittbrettfahrer auf die Welle springen und mit großen Schaufeln die Debatte anheizen. Es qualmt ja schon! Mit Schlagwörtern wie "Gene, Nazi und Juden" ist man in den Talk-Shows zwischen Rhein und Spree garantiert dabei.
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Natürlich gibt's auch einigen Lehrstoff den man zu verdauen hat. Als guter Staatsbürger lernt man zum Beispiel einiges über die Machtverhältnisse der Bundesrepublik ("Deutschland schafft sich ab"). Wenn man Banker bei der Bundesbank ist, kann einem beruflich keiner was. Ist ja logisch, denn wer das Geld druckt, sieht die Dinge eben von ganz oben! Was ist da schon ein wütende Kanzlerin und ein kleiner tobender Oppositionsführer.
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Nebenbei geht es auch noch um eine Sache; über was man sagen darf oder was nicht. Ich denke auch als Muslim, der hin und wieder in Berlin U-Bahn fährt, kann man Sätze sagen wie: "Es gibt in Goethes Landen eine Menge sich schlecht benehmender Araber und Türken, die Ärger machen". Sorry, diese Burschen kommen eben als Muslime rüber, obwohl die mit dem Islam gar nichts am Hut haben. Und auf manchem Pausenhof deutscher Hauptschulen sieht man schnell, dass auch einige der versammelten Muslime wohl keine akademische Karriere machen werden. Das macht jetzt aber den Özkan noch nicht rechtsradikal, oder?

Als Abiturient weiß ich, infam ist natürlich die beabsichtigte Verknüpfung dieser nicht zu leugnenden Phänome aus den Elendsetagen des Kapitalismus mit dem Islam an sich - oder den Muslimen überhaupt. Da ist der Herr Sarrazin schon unterste Schublade!

Wenn das Schule macht, geht es nämlich intellektuell immer tiefer in den Keller, dann degeneriert ganz Deutschland weil einige Deutsche sich wieder auf dem Ballermann wie Tiere benehmen. Dann sind Mallorca Urlauber genetisch vorbestimmte Trinker. Dann ist der Hinduismus integrationsfeindlich, weil ein Hindu in Pützelberg eine Bank ausgeraubt hat. Dann enden wir alle im Unterschichten-TV und lesen die Kulturzeitung "BILD." Dann ist Ende! Noch Fragen?

Natürlich sollten wir Muslime uns wehren! Aber hallo! Sündenböcke gesucht? Nicht mit uns! Aber bitte, bitte, auch ein bisschen Selbstkritik.

Wenn ein muslimischer Verband seit Jahrzehnten aus nur einer Ethnie besteht, läuft da nicht auch ein wenig falsch? Und wer dauernd türkische Fläggchen wedelt, kommt der nicht eben doch wie eine nationale Minderheit rüber? Hier? Hat Nationalismus was mit dem Islam zu tun? Der ist doch für alle! Machen wir doch eine neue Kulturoffensive liebe Verbände! Wo seid ihr? Vorschläge?


aus schrieb am 31.08.2010
s.a.
Selbstkritik ist natürlich da. Allerdings muss man auch hier unterscheiden. Es gibt immer eine gewisse Menge unter den Muslimen, die keine Selbstkririk. Genauso, wie es eine Menge gibt die das tut. Das ist im übrigen bei den Menschen allgemein so und das wissen wir.
Allerdings wird der Herr Sarrazin von Frau Kelek beraten. Und viele wissen, nicht nur Muslime, welche Meinung Frau Kelek vertritt. Und auch die Gründe/Hintergründe Ihrer Äußerungen!
Ich finde allerdings, Menschen die vorgeben gebildet zu sein,(für gebildet sein muss man nicht lesen und schreiben können. Es reicht es auch so finde ich, wenn man zuhören, reden und beobachten kann!!), sollten solche Einseitigen und übertrieben Ausdrücke gar nicht von sich geben. Ein wikrlich gebildeter Mensch, kann analysieren, differentzieren und auswerten. und zwar so, dass man für die entdeckten Probleme eine best Mögliche Lösung findet. Sodass alle Menschen die unter diesem Problem leiden udn es auch verursachen,zusammen auskommt.
Es sollte versucht werden, sich zu verbessern und nach vorwärts zu gehen und nicht das EGO aufpeppen :).
Ja und leider, machen wir als Muslime auch sehr wenig dafür!!! Das ist eine Tatsache...
Vorname Nachname aus Ort schrieb am 30.08.2010
die verbandskritik darf dann aber auch an die anderen weitergereicht werden: die nach außen bunt gemischten verbände oder koordinierungsräte sind seit jahren von denselben personen besetzt. sie sind im respektwürdigen rentenalter, haben viel geschafft, mashaAllah. aber entscheiden bis heute allein und wer nicht genehmen ist, wird übergangen....
Yasin aus Frankfurt schrieb am 31.08.2010
Salaam,
das Bedauerliche an der medialen Darstellung des Sarrazin und seiner Äußerungen ist doch, dass sie in ihrer Wirkung gleich null sind. Zwar wird sich da müde und äußerst spärlich distanziert, das erinnert jedoch vielmehr an "political correctness". In Wirklichkeit spricht Thilo wahrscheinlich den meisten (Deutschen) aus der Seele... Gleichwohl ich nicht in Selbstmitleid und Pessimismus verfallen mag, stimmt mich dies doch ein wenig traurig und macht ein wenig Angst...


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