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(iz). Seitdem Deutschlands Muslime vor vielen Jahren zaghaft begannen, einen Austausch mit Staat und Politik zu führen, stand die Frage der „Vertretung“ ganz oben auf der Tagesordnung. Direkt oder indirekt werden muslimische Repräsentanten oft befragt, wen sie mit welchem Recht „repräsentieren“. mehr ...
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Sie sind hier: Home >> >> Debatte: Ali Selimanjin über bosnische Kultur, das Sauerland und deutsche Befindlichkeiten

10.09.2010 Debatte: Ali Selimanjin über bosnische Kultur, das Sauerland und deutsche Befindlichkeiten

Bin ich (k)ein Deutscher?

(iz) Diese aktuelle Doppelfrage ist, nicht nur aus aktuellem Anlass, für unsereins nicht leicht zu beantworten - erlauben Sie mir bitte den Versuch, etwas Struktur in diese Sache zu bringen.
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Ich bin ein Muslim. Das ist der Grundstein meiner Identität. Und die erste Antwort auf die Frage nach derselben. Muslim sein bedeutet, einer großen, bunten Wertegemeinschaft anzugehören, mit der nicht zufällig Menschen aus allen Völkern und Teilen dieser Welt verbunden sind. Als Muslim bin ich per se ein Weltenbürger, ein Kosmopolit, ein Menschenfreund, entschlackt von jeglichem aufgebauschten Nationalstolz und ideologischer Trunkenheit, aber auch von kulturellen oder traditionellen Einschränkungen. Der Islam ist meine geistige Heimat, so abstrakt und konkret, wie nun mal eine Sinn stiftende Lebensweise sein kann. Vor vielen Jahren habe ich in Potsdam seelenverwandte deutsche Muslime getroffen. Durch sie habe ich eine fast vergessene Dimension des Islam entdeckt: die Idee des islamischen Sozial- und Gemeinwesens, die des sozialen und dem Gemeinwohl zuträglichen Wirtschaftens. Wie arm ich als Muslim geblieben wäre, ohne diese Begegnung.

Auf der Hadsch habe ich andere Muslime getroffen und weitere Weiten und Tiefen des Islam erfasst, die des absoluten Vertrauens und der Ergebenheit als Gemeinschaft, der Vernunft und Geduld in der Gemeinschaft, der Vielfalt in Einheit. Mit vielen Menschen teile ich als Ökonom die Überzeugung, dass unser kurzsichtiges und eindimensionales Denken und Handeln im Windschatten des „ewigen“ Wachstums bereits nach so kurzer Zeit abgewirtschaftet hat. Was kommt danach? Ich darf es vorwegnehmen: Ein überzeugter Muslim nimmt es allemal gelassen: „Alles ist vergänglich, außer Allah…“.

Ich bin ein Europäer. Dieser Kontinent ist meine physische Heimat. Ich kenne unsere europäische Geschichte und blicke zuversichtlich in unsere Zukunft. Hier bin ich geboren, hier haben Generationen meiner Vorfahren auch schon vor so vielen Jahrhunderten gelebt. Wir sind hier nicht aus dem Himmel gefallen, noch von der Antarktis hierher gezogen - ohne den Himmel oder die Antarktis gering zu schätzen. Die Geschichte unserer Familie ist identisch mit der Geschichte unzähliger europäischer Familien: Teilung, Trennung, Wiedervereinigung geprägt von Migration, Orientierung, Integration. Meine albanischen Vorfahren waren ein stolzes Bergvolk - autochthon und autark, schroff und mutig. Meine südwestfälischen Nachbarn haben ähnliche Charakterzüge, auch wenn einige von ihnen in Kasachstan geboren sind. So sind nun mal Menschen - sie ähneln sich sehr. Welch Wunder, wenn wir allesamt unsere Herkunft auf ein und dieselben Ureltern zurückführen.

Ich bin ein Sauerländer. Diese Region ist mein Zuhause, in das ich immer wieder gerne zurück komme. Diesen Menschen vertraue ich und ich bin ihnen verbunden. Hier bin ich geboren, hier habe ich gebaut, hier fühlen sich unsere Kinder wohl. Auch meine Eltern, die wenige Monate vor meiner Geburt hier aus dem Gastarbeiterzug ausgestiegen sind, treibt es immer seltener in die „alte“ Heimat zurück. Nur meine Frau meint, wir könnten auch auswandern. Allesamt teilen wir die Werte dieser bodenständigen Menschen: Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit. Hier zählt nach wie vor das gegebene Wort. Wir gewähren schon mal Unbekannten Vertrauensvorschuss, denn betrügen lassen wir uns nur einmal. Ich bin von der bosniakischen ­Kultur geprägt - mütterlicherseits. Naheliegend, dass meine Kinder eine bosnische Mutter haben. Ach Bosnien - das Land und dessen jüngere Geschichte ist und bleibt unsere schmerzhafte, offene Wunde. Wir haben als Europäer praktisch nichts getan, um das Morden in Prijedor, Sarajevo oder Srebrenica zu verhindern. Nein, es mussten Amerikaner, wie damals 1945, einschreiten, um das Morden an einem kleinen europäisch-muslimischen Volk zu stoppen; das Blutbad, die Massenvergewaltigungen, die systematische Zerstörung von allem Urbanen, welches die drei großen europäischen Nationen per Agenda „Bürgerkrieg dreier verfeindeten Seiten“ von 1992-95 regelrecht verwalteten.

Ich bin ein typisch deutscher ­detailverliebter Manager und arbeite für ein türkisches Unternehmen in Franken. Als leitender Angestellter manage ich einen Betrieb, der in seiner Branche als sog. Hidden Champion gefragt ist. Wir schreiben und sprechen untereinander, mit unseren Kunden und Partnern fränkisch, bayerisch, hochdeutsch, türkisch, persisch und englisch. Es prallen kulturelle Eigenheiten und vielschichtige Denkmuster aufeinander: Evet, eine knatschende und knirschende - eine sehr produktive Atmosphäre. Meine Chefin ist eine oberbayerische Powerfrau und im Übrigen als Kunstbildhauerin branchenfremd. Aber unser geschäftlicher Alltag hat viel mit der Kunst der zielführenden Improvisation und effizienten Reaktion zu tun - vielleicht ist dieses Unternehmen auch dank ihrer Empathie seit drei Jahrzenten so erfolgreich.

Die menschliche Nähe zu fränkischen Bauernfamilien ist mir leicht gefallen. Ich habe zwei dieser Familien kennen gelernt. Norbert, mein erster Gastgeber, schlachtet übrigens das beste Lammfleisch, ohne Öko- oder Biosiegel, dafür zart und natürlich, als hätte das Lamm auf einer der saftigen Almen der albanischen Alpen gegrast. Als Muslim habe ich ruhigen Gewissens das Fleisch von Norberts Lämmern gegessen. Es ist mir nicht nur „halal“, nein, es ist gänzlich „tajjib“, spürbar bekömmlicher als die Lammkeulen aus der „Halal“ -Fleischindustrie.

Ich bin ein Einwandererkind und hatte zwangsläufig immer eine vorsichtig differenzierte Perspektive auf meine Umgebung. Die deutsche Sprache habe ich erst im Kindergarten gelernt. Außer meiner Schwester gab es praktisch keine „Ausländer“ auf meiner Grundschule. In den späteren Schuljahren fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt ausgegrenzt oder benachteiligt. Meinen Misserfolg bei der Ausbildungsplatzsuche führe ich nach wie vor auf mein damals für die Berufswahl unpassendes Zeugnis zurück. Schon im pubertierenden Alter habe ich gefastet und mich selbstbewusst auch im Urlaub in der „Heimat“ als Muslim identifiziert. In den Neunzigern habe ich, beruflich unterwegs, auf Rast- und Parkplätzen frei beten können. Nach den New Yorker Anschlägen war ich diesbezüglich deutlich zurückhaltender. Unsere Kinder erziehen wir im Islam. Sie beten, sie fasten. Sie unterscheiden ihre Freunde nicht nach Deutsch oder Nichtdeutsch, sondern „mit dem komme ich klar“ oder auch nicht. Sie sind seit Klein-auf Fans von Kahn, Ballack & Co., während unsereins erst mit der WM 2006 ein überzeugter Fan der Nationalelf wurde.

Ich bin erfolgreich. Meinen beruflichen Erfolg habe ich nicht zuletzt dem zweiten Bildungsweg zu verdanken, der hier wie in keinem zweiten Land Interessierten weit offen steht. Je weiter und erfolgreicher ich im Berufs- und Bildungsleben vorankam, umso mehr erwärmte sich mein Herz für dieses Land, seine Geschichte, sein Hier und Jetzt und seine Menschen. Also bin ich nun (k)ein Deutscher? Ich weiß nur, dass ich sehr verletzt bin und müde von Beschuldigungen und Forderungen, die immerwährend in unsere Richtung zielen. Verletzt kann nur sein, wer zuvor einseitig geliebt; müde kann nur sein, wer zuvor alles von seiner Seite getan hat, jedoch kein Gehör, keine Akzeptanz findet.

So frage ich mich dieser Tage, bei allem Respekt, bei aller Liebe und Zuversicht, bei allem Wissen und Verstand: Kann es etwa sein, dass Deutschland, das so souveräne Land der Dichter und Denker, der Tüftler und Erfinder, der Techniker und Ingenieure, Angst vor Zuwanderern und ihren Kindeskindern hat, allerorts umschrieben als Angst vor Überfremdung? Sind meine Eltern, sind meine Geschwister, meine Kinder, bin ich etwa ein Fremder? Kann es etwa sein, dass Deutschland, das Land der Päpste und Reformatoren, der Humanisten und Philosophen, Angst vor Muslimen und dem Islam hat? Was würde etwa Goethe jetzt sagen? Ein Volk von 80 Millionen, die allseits anerkannte führende Nation in Europa überhaupt, erstarrt in Angst und Entsetzen vor Hass­predigern, türkischen kopftuchtragenden Mädchen, strengmuslimischen gewaltbereiten Jugendlichen? Haben wir hierzulande wirklich keine anderen Probleme außer dieser zum nicht mehr umstrittenen Politikum avancierten künstlichen Debatte? Haben wir in diesem Lande wirklich keine anderen Aufgaben außer jener unisono vorgetragenen Kampfansage an Integrationsverweigerer? Wer verweigert, oder wollen wir zutreffender formulieren - wer behindert, ja verwehrt hier die Integration?

Wo bleiben die großen Europäer und Weltenbürger, Politiker vom Schlage Konrad Adenauers und Willy Brandts, Helmut Schmidts und Helmut Kohls? Wo bleibt ein Wirtschaftsreformer von der Weitsicht und Fachkenntnis eines Ludwig Erhard? Wo bleibt der Intelektuelle im Bundespräsidenten, der die Nation auf höhere Ziele und edlere Aufgaben einschwört, mit oder ohne eine Ruck-Rede? Es gab hierzulande schon mal wahre Herrscher, die jeden nach seiner Facon glücklich sein ließen: Friedrich der Große. Wagen wir eine Hypothese: Wäre die heutige, zu einem handlungsunfähigen Debattierstadl verkommene und nur auf Selbstinszenierung abgerichtete Politikerklasse in den 60ern oder 70ern an der Macht gewesen, gäbe es keine Zuwanderung - jawohl! Leider aber auch keinen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung, denn dieser wäre ohne billige ausländische Hand und meist jugendliche südländische Kraft in den damals weiträumigen Bereichen der Fleißarbeit nicht möglich gewesen. Nebenbei gäbe es auch keine deutsch-deutsche Wiedervereinigung, denn solche kleinkarierten, fahlen Kleingeister hätten jene Stunde der Geschichte glatt verpennt.

Gerade die Deutschen sind selbst eine traditionelle Auswanderernation. Sie haben sich in früheren Jahrhunderten bis tief in die Mitte und bis an die östlichen Ränder Europas ausgebreitet. Sie haben ganze Landstriche der beiden Amerikas bevölkert. Noch heute ist die Zahl der Auswanderer aus Deutschland höher als die der Einwanderer. Und dennoch wird seit Jahren ein in den Ohren der Zuwanderer und ihrer Kindeskinder immer hässlicher klingender und vor allem einseitiger Diskurs geführt: Nun passt euch endlich an! Um was, in was, an was anpassen wird den Adressaten gegenüber leider nie konkretisiert.

Warum tut sich ein so starkes Land wie Deutschland so schwer mit Zuwanderung und Zuwanderern? Warum machen seine Politiker aus jeder noch so kleinen Debatte im Zusammenhang mit diesem Thema ein auf Außenstehende so befremdlich wirkendes Politikum? Warum werden mäßig professionelle, dafür kalkuliert provokative Beiträge über Wochen heiß gekocht, jedes Mal ohne die Betroffenen in die Debatte einzuladen? Warum gibt es eine verschwenderische Tendenz, so viele Talente im eigenen Land so strukturiert zu verhindern? Dieses bezieht sich im Übrigen nicht nur auf Zuwanderer und deren Kindeskinder, sondern auf alle Minderheiten hierzulande: Empirische Untersuchungen und deren Ergebnisse werden fragmentiert durch die Presse gezogen, positive Erkenntnisse ausgeklammert, negative Feststellungen hervorgehoben. Der Alltag in Schule und Beruf ist ähnlich: Im Zweifel entscheiden Erzieher, Pädagogen, Personalmanager aus Misstrauen und Kleinmut strukturell gegen die Betroffenen. Zuwanderer und ihre (Kindes)-Kinder werden eigentlich (nur) noch von altgedienten Lehrkräften gefördert und in familiengeführten mittelständischen Unternehmen, von hemdsärmeligen, konservativen Chefs geschätzt - in einigen wenigen Teilen lebt noch die typische alte Bundesrepublik.

Ich habe eine Zukunft. In nicht so vielen Jahren wird ein unübersehbar großer Anteil der deutschen Bürger muslimisch sein. Unter ihnen werden sich Menschen in allen Lagen und Schichten befinden, Menschen mit allen Berufen und Beschäftigungen. Seit einem Jahrzehnt ist genauer zu beobachten: Deutschland wird auch muslimisch. Mein Großvater hatte es bereits vor 30 Jahren gewusst: „Wenn es eine europäische Nation gibt, die zum Islam findet, dann sind’s die Deutschen“. Manche Entwicklungen können lediglich behindert, jedoch nie aufgehalten werden. Die äußere Sichtbarkeit dieser Entwicklung sind die neuen Moscheebauten, und das trotz Behinderungen fortlaufende Weiterkommen der muslimischen Bildungsschicht. Die innere Sichtbarkeit dieser Entwicklung ist der Bedarf in diesem Lande nach spiritueller Erneuerung: Je mehr Wüstenlandschaft die von der Großpolitik favorisierte und faktisch unter Staatsschutz stehende Hochfinanz und Großindustrie hinterlässt, um so mehr suchen die Menschen nach Heilmitteln für ihre offenen Wunden und Trost für Enttäuschungen. Es ist ein natürlicher Reflex, wenn sich Menschen zunehmend von sinnntleerten Ritualen - Konsum, Berauschung, Berieselung - zurückziehen, während die ach so säkulare Staatsdoktrin zunehmend zur Zwangsreligion mutiert: Gelddrucken ohne Deckung, Zahlungsversprechen auf Kosten von nachfolgenden Generationen, nachhaltige Flurschäden und Destruktionen in allen Poren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, einhergehend mit Moralverlust, Sittenverfall, Korruption. Die finanzwirtschaftlich getriebenen menschlichen Abgründe, die durch die außer jeder Frage stehenden Rituale der führenden Kaste aufgebrochen werden, lassen den Betrachter stumm, benommen und hilflos dreinschauen.

Der Verfall unseres Wohlstands ist unumkehrbar. Er macht vor keinem Halt und wird alle Bürger erfassen; die einen werden es besser, die anderen nicht so gut verkraften. Ein Wermutstropfen bleibt - die Moderne ist, wie alle anderen Epochen zuvor, zeitlich begrenzt. Der Islam aber, so formulierte es in etwa Murad Hofmann, ist nicht modern, er ist zeitlos. Seine Wahrheit wiegt schwer, seine Reinheit ist klar. Der Mensch, einmal die Chance ergriffen, mit seiner ursprünglichen Fitra dieser Wahrheit in Reinheit zu begegnen, vergisst alles andere. Wer nicht an einen Gott glaubt, wird gute Chancen haben, zum Islam (wieder) zu finden: Es gibt keinen Gott - nur Allah!

Ali Selimanjin, Drolshagen.
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Antifaschist Nachname aus Ort schrieb am 07.02.2011



Diese Worte sind nichts anderes als der Aufruf und die Lobeshymne an die Islamisierung Deutschlands, und damit die beste Legitimation für die in diesem Artikel kritisierte Islam-Debatte, und der beste Grund der Islamsierung und allem was ihn Sie verteidigt und ihr Vorschub leistet erbitterten und kompromisslosen Widerstand zu leisten.
Aber mit einem hat der Autor recht, die "Integration" ist nicht die Lösung für die muslimische Bevölkerung in Deutschland und Europa.

Vorname Nachname aus Ort schrieb am 20.12.2011
Der Islam hat zu früh die Katze aus dem Sack gelassen.Die Islamisierung wird gestoppt.

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