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Hunderte Tote nach Erdbeben an afghanisch-pakistanischer Grenze

Foto: FellowNeko, Adobe Stock

Islamabad (KNA). Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat am Mittwoch die Grenzregion von Afghanistan und Pakistan erschüttert. In Afghanistan seien mindestens 280 Menschen ums Leben gekommen und viele Hunderte verletzt worden, berichteten pakistanische Medien. Die höchste Zahl der bisher bestätigten Todesfälle seien in der ostafghanischen Provinz Paktika gemeldet worden, wo 255 Menschen ums Leben gekommen seien. 

Laut der Erdbebenwarte US Geological Survey ereignete sich das Beben um 1.54 Uhr pakistanischer Zeit (ca. 14 Uhr MESZ). Das Epizentrum habe etwa 44 Kilometer von der Stadt Khost entfernt nahe der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan in einer Tiefe von 51 Kilometern gelegen.

Die Erschütterungen waren laut Medienberichten für etwa 119 Millionen Menschen in Pakistan, Afghanistan und Indien zu spüren. In Pakistan seien Beben in Peshawar, Islamabad, Lahore und anderen Teilen der Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa registriert worden.

Die Katastrophe ereignete sich knapp ein Jahr nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan. Als Reaktion auf die Übernahme durch die Taliban haben viele Regierungen Sanktionen gegen den afghanischen Bankensektor verhängt und Entwicklungshilfe in Milliardenhöhe gekürzt. Humanitäre Hilfe konnte jedoch fortgesetzt werden, und internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen sind im Land tätig. Ein Sprecher des afghanischen Außenministeriums sagte laut pakistanischen Medien, das Land begrüße Hilfe von jeder internationalen Organisation.

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