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Macron will militärische Präsenz in der Sahelzone anpassen

Foto: TM1972, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 4.0

Brest (dpa). Frankreich will seinen Militäreinsatz in der Sahelzone anpassen. Die von den französischen Streitkräften erzielten Ergebnisse in der Krisenregion und die stärkere Beteiligung der europäischen Partner würden es Frankreich ermöglichen, die Anstrengungen anzupassen, sagte Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend beim Besuch auf einem Marinestützpunkt in Brest. „2020 war ein Jahr der Resultate“, so der Präsident. Die Ergebnisse seien da. Er nannte keine weiteren Details.

Die frühere Kolonialmacht Frankreich ist in Westafrika massiv im Einsatz gegen extremistische vertreten; Mali ist ein Schwerpunkt. „Barkhane“ umfasst 5.100 Soldaten. In den Staaten der Sahelzone – einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt – sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

„Die vorübergehenden Verstärkungen, die ich beschlossen habe, haben die Barkhane-Truppe in die Lage versetzt, die terroristischen Gruppen in große Schwierigkeiten zu bringen“, sagte Macron. Frankreich hatte die Truppe im Februar vergangenen Jahres um 600 Soldaten aufgestockt. In den vergangenen Wochen gab es mehrere schwere Angriffe im westafrikanischen Krisenstaat Mali auf das französische Militär. Fünf Soldaten wurden dabei zuletzt getötet und etliche verletzt.

Die Bundeswehr ist in Mali an einem UN-Einsatz und einem Ausbildungseinsatz beteiligt, aber nicht am Kampfeinsatz „Barkhane“. Immer wieder gibt es in Frankreich Kritik an dem Einsatz in der Sahelzone. Medien berichten, dass Paris die Zahl der Soldaten in dem Krisengebiet in den kommenden Jahren reduzieren wolle. Seit 2013 sind im Kampf gegen den Terror in der Sahelzone rund 50 französische Militärs gefallen.

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