Marokko gründet Stiftung für afrikanische Gelehrte

(iz). Wie “Marocco World News” berichtet, hat das Königreich Marokko ein Institut zur Förderung des traditionellen Islam in Afrika gegründet. Die “Mohammed VI Stiftung für afrikanische Gelehrte” soll muslimische Geistliche auf dem afrikanischen Kontinent in ihren Bemühungen gegen extremistische Strömungen unterstützen.

In Nord- und Westafrika befinden sich Schwerpunkte der sunnitischen Rechtsschule Imam Maliks. Seit einigen Jahren werden die Muslime Malis, Nigerias oder Nigers von wahhabitischen Sektenmilizen wie Boko Haram bedroht. Ein Streifzug gegen die islamischen Traditionen Afrikas, die in den Augen der Extremisten eine falsche Erneuerung oder Austritt aus dem Islam darstellen, forderte tausende Menschenleben und hinterließ hunderte zerstörte Moscheen, Bibliotheken und Mausoleen.

Im intellektuellen Kampf gegen derartige Ideologien möchte Marokko eine Führungsrolle einnehmen. Das norfafrikanische Land vergab in der Vergangenheit verstärkt Stipendien an nichtmarokkanische Afrikaner und schloss Verträge mit europäischen Staaten wie Frankreich und Belgien zur Ausbildung von Imamen ab. Die neugegründete Stiftung soll zudem etablierten Gelehrten des afrikanischen Kontinents und ihren Lehrinstitutionen durch Förderung bei der wissenschaftlichen Arbeit helfen.

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