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Eine Khutba für die Kinder

Foto: Mohammed Leibacher, IIB

Hanau (iz). Das Islamische Informations- und Begegnungszentrum (IIB) ist ein muslimischer Verein in Hanau. Seine Arbeit findet ausschließlich auf Deutsch statt und er orientiert sich vor allem an den Bedürfnissen von Familien und der nächsten Generation.

Ein Ziel seiner Arbeit ist zum einen die Bereitstellung von Informationen für Nichtmuslime, um Unwissenheit, Vorurteile und antimuslimische Ressentiments abzubauen. „Darüber hinaus möchten wir Muslimen mit Rat und Tat zur Seite stehen, um zu einem friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft beitragen zu können“, schreibt ein Vertreter vom IIB.

Und schließlich versuche man in der hessischen Stadt, einerseits Integration durch aktive Teilnahme von Muslimen an gesellschaftlichen Aufgaben zu fördern und „Akzeptanz der Muslime in Deutschland durch gezielten interreligiösen und interkulturellen Dialog unterstützen“.

Aus diesem Grund richtet sich die Arbeit des IIB insbesondere an Kinder, denen eine positive Assoziation mit der Moschee vermittelt werden soll. „Die Verbindung mit der Moschee soll sich nicht aus Gewohnheit oder durch Tradition der Eltern ergeben.“ Für dieses Ziel werden schon seit Langem erfolgreich verschiedene Veranstaltungen angeboten. Dazu gehören Übernachtungen in der Moschee mit einem bunten Rahmenprogramm wie Sport, Filmabende und Kurzvorträge.

Foto: Mohammed Leibacher, IIB

„Wir verstehen uns als Wohlfühloase für die gesamte Familie. Neben Mutter-Kind Programmen bieten wir auch Kinderbetreuung an. Hierfür stehen uns ehrenamtliche Geschwister aus den Fachgebieten zur Verfügung.“

Im Rahmen dieses Programms hielt die Hanauer Gemeinschaft am 14. August ihre erste „kindgerechte Freitagspredigt“ ab. Da die Kinder ansonsten nur mit ihren Vätern zum Freitagsgebet kämen, standen sie dieses Mal im Vordergrund und durften für sich die ersten beiden Gebetsreihen beanspruchen. „An diesem besonderen Tag war auch unser erfahrener Imam aufgeregt und hat sich darüber gefreut. Der spannenden Geschichte vom Propheten Abraham (Ibrahim) und die Lehre daraus, war nicht nur für die ‘kleinen Besucher’ interessant.“ Nach Predigt und Gebet wartete eine Überraschung auf die jungen Moscheebesucher. „Am Ausgang stellten wir kleine Überraschungstüten bereit, was zu strahlenden, fröhlichen Gesichtern führte.“

Beim Hanauer Islamischen Informations-und Begegnungszentrum sind weitere Projekte für Kinder und Jugendliche geplant wie Hausaufgabenhilfe sowie die Einrichtung eines Musikstudios.

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