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Jemen: Zahl der zivilen Opfer seit Beginn des Waffenstillstands halbiert

Foto: Jennifer Bose, CARE

Die Zahl der getöteten und verletzten Zivilisten im Jemen ist seit dem Beginn des Waffenstillstandsabkommens am 2. April um mehr als 50 Prozent gesunken. 

Oslo (NRC). Im Monat vor der Ankündigung des Waffenstillstands wurden 213 Zivilisten im Krieg im Jemen verletzt oder getötet. Im Folgemonat waren es nur noch 95, so Angaben des Civilian Impact Monitoring Project.

„Die Zahlen sind ein klarer Beweis für den Nutzen des Waffenstillstands. Im letzten Monat wurden viele Familien davor bewahrt, ihr Leben durch den Verlust von Familienmitgliedern in einem sinnlosen Krieg zu zerstören. Im Interesse des jemenitischen Volkes und seiner Zukunft hoffen wir, dass die Konfliktparteien den Waffenstillstand verlängern“, sagte Erin Hutchinson, Jemen-Länderdirektorin des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC).

Eine landesweite zweimonatige Waffenruhe begann am 2. April nach einer Vereinbarung zwischen den Konfliktparteien, die seit mehr als sieben Jahren andauert. Die Daten zeigen, dass die Opferzahlen von Luftangriffen, Granatenbeschuss und Schießereien seit Beginn des Waffenstillstands deutlich zurückgegangen ist.

„Seit Jahren ist das Leben der Menschen im Jemen durch diesen Krieg zerstört worden. Dieser Waffenstillstand gibt Hoffnung auf einen echten Frieden im ganzen Land. Wir fordern die Kriegsparteien auf, sich an ihre Zusagen zu halten und auf eine friedliche Lösung dieses Konflikts hinzuarbeiten, der bereits Tausende von Menschen getötet und verstümmelt und Millionen von Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt hat“, sagte Hutchinson.

Während die Gewalt seit dem Waffenstillstand stark zurückging, sei die Zahl der durch Landminen und nicht zur Wirkung gelangte Kampfmittel verletzten oder getöteten Menschen gleich geblieben oder sogar noch höher. Das verdeutliche die Gefahren dieser Überbleibsel des Krieges auch in Friedenszeiten. Die Tatsache, dass immer noch Menschen durch Landminen und improvisierte Sprengsätze verletzt und getötet würde, zeige, wie wichtig ein dauerhafter Frieden sei, damit diese Überbleibsel des Krieges beseitigt und mehr Menschenleben gerettet werden können.

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