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MEDIENDIENST veröffentlicht Infopapier über Muslimfeindlichkeit

Foto: FS-Stock, Adobe Stock

Berlin. Der Fachdienst MEDIENDIENST INTEGRATION hat vor wenigen Tagen ein Informationspapier zum Thema antimuslimischer Rassismus veröffentlicht. Darin werden Definitionen des Phänomens genauso behandelt wie konkrete Erfahrungen, die Muslim*nnen derzeit in Deutschland machen.

Am 25. Januar gab das Bundesinnenministerium bekannt, dass 2020 901 Übergriffe gegen Muslimnnen und muslimische Einrichtungen gezählt worden seien. Rein rechnerisch sind das jeden Tag mehr als zwei Angriffe. Antimuslimischer Rassismus äußere sich unter anderem in negativen Einstellungen gegenüber Musliminnen und „dem Islam“, der Diskriminierung von Muslim*innen sowie in islamfeindlichen Straftaten.

Besonders oft würden Betroffene von Diskriminierung bei der Arbeit berichten wie bei Bewerbungsprozessen oder Kündigungen. Auch in anderen Bereichen, wie in der Öffentlichkeit, auf dem Wohnungsmarkt, in Schulen oder auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, gaben Muslim*innen an, sich aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Islam benachteiligt zu fühlen.

Seit 2017 registrierten die Behörden mehr als 900 anti-islamische Straftaten pro Jahr. 2020 hat das Bundesinnenministerium bundesweit mindestens 901 islamfeindiche Straftaten erfasst. 2019 waren es 950. Im Vergleich zu 2018 war das ein Anstieg um 4,4 Prozent. 2017 waren es sogar 1.075 solcher Verbrechen. Die meisten Delikte waren rechts motiviert.

Das Infopapier findet sich hier: https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Infopapier_Antimuslimischer_Rassismus.pdf

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