Flüchtlingskrisen in Afrika unbeachtet – Geber anders beschäftigt

Millionen dringend Hilfsbedürftige in Afrika – doch die Weltöffentlichkeit schaut weg. Kamerun führt derzeit die Liste der vernachlässigten Krisenregionen an. Die früheren Geberländer konzentrieren sich auf andere Dinge.

04.07.2025 Joachim Heinz 3 Min. Lesezeit
afrika

Foto: poco_bw, Adobe Stock

(KNA). Viele Fluchtkatastrophen in Afrika spielen sich nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats unter dem Radar der Öffentlichkeit ab. Von Joachim Heinz und Johannes Senk

In der von dem Hilfswerk veröffentlichten Rangliste der am stärksten vernachlässigten Krisenregionen der Welt liegt Kamerun auf dem ersten Rang. Die Organisation warnt, dass sich die Geberländer immer stärker in nationalistischer Politik verlören und dadurch die Hilfen zunehmend gefährdet seien.

In Kamerun waren demnach im vergangenen Jahr rund 3,4 Mio. Menschen dringend auf Hilfe und Schutz angewiesen. Der Grund seien vor allem Folgen des Klimawandels sowie schwere Gewalttaten durch Terrororganisationen wie Boko Haram.

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