Islamischer Religionsunterricht: Noch immer kein selbstverständliches Schulfach

Der islamische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ist in Deutschland seit Jahrzehnten ein unerledigtes Thema. Zwar reichen die ersten Bemühungen in die 1970er Jahre zurück, doch vielerorts fehlt bis heute ein verlässliches, reguläres Angebot.

28.09.2026 Massouda Khan 3 Min. Lesezeit
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Foto: Bez.Reg. Arnsberg

(iz). Muslimische Kinder und Jugendliche erleben somit weiterhin etwas, das für Angehörige anderer religiöser Gemeinschaften längst zum schulischen Alltag gehört. Je nach Bundesland wird ihre Religion unterschiedlich, nur punktuell oder gar nicht unterrichtet.

Das Grundgesetz sieht ihn als ordentliches Lehrfach vor, das in Übereinstimmung mit den Religionsgemeinschaften erteilt wird. Zuständig sind die Länder. Gerade diese föderale Entscheidungsgewalt hat jedoch zu einem schwer überschaubaren Flickenteppich geführt.

Es gibt bekenntnisorientierten Unterricht, Islamkunde in staatlicher Verantwortung, Modellprojekte, Beirats- und Kommissionsmodelle sowie gemeinsamen Religionsunterricht für alle. In fünf ostdeutschen Ländern besteht weiterhin kein entsprechendes Fach. Selbst dort, wo Islamunterricht angeboten wird, erreicht dieser oft nur einen kleinen Teil der muslimischen Schülerschaft.

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