, ,

Der Ramadan – eine spirituelle Reise

wissen weisheit reisen ramadan spirituell reise

Eine Ramadan-Erfahrung: Unsere Autorin beschreibt die inneren Bedeutung eines Aufenthaltes auf dem Sinai und in Kairo während ihres erste Fastenmonats.

(iz). Meinen ersten Ramadan in einem mehrheitlich muslimischen Land habe ich an einem sehr besonderen Ort verlebt: Am Sinai, dem Ort, an dem der Prophet Moses [arab. Musa] mit Gott sprach. Ein würdevoller und segensreicher Ort.

Hier verfiel der Mosesberg angesichts des Anlitzes des Schöpfers voller Ehrfurcht zu Staub. In jenem Jahr hatte ich spontan meine Freundin in Kairo besucht und wir haben eine kleine Rundreise am Sinai unternommen.

rüstung merz

Foto: Orso, Shutterstock

So kam es, dass wir genau am 1. Ramadan den Berg Sinai bestiegen. Eines meiner prägendsten und faszinierendsten Erlebnisse, denn um Mitternacht stiegen wir auf den Mosesberg hinauf und erreichten unter großer Mühe bei klarem Sternenhimmel, einer Lichterkette von Hunderten von Reisenden, und dem Geleit von Kamelen, den hohen Gipfel des Berges.

Mitten in der Wüste bei über 2.400 m über dem Meeresspiegel waren wir vom Anblick des Sonnenaufgangs mehr als überwältigt, ein Augenblick totaler Faszination, Glück und Bewunderung. Hier in der Wüste sinnierte ich über den Allmächtigen, darüber wie der Prophet Moses seinen Schöpfer suchte und Gott zu Moses sprach, darüber, welch gewaltige Aufgabe ihm auferlegt wurde.

Es ist gewiss kein Zufall, dass der Schöpfer die Wüste als Ort der Begegnung auswählte, denn hier ist man Gott näher, einem Ort der Extreme, einem Ort, an dem man seine große Abhängigkeit vom Schöpfer begreift. Hier geht es um Leben und Tod.

Hier inmitten von Sand, Staub und extremer Hitze sind alle drei monotheistischen Weltreligionen entstanden. Hier, wo inmitten von Nichts die Gedanken klarer werden und man darüber reflektieren kann, welcher Sinn sich hinter der eigenen Existenz verbirgt.

In einer Zeit, in der wir gefangen im Tumult und in der Hektik des Großstadtlebens von den vielen Aufgaben des Alltags überwältigt werden und oftmals keine Zeit bleibt, um über unsere Lebensaufgabe zu philosophieren, um unsere Seele zu läutern.

Ramadan-Alltag in Kairo

Anders als ich es bisher aus Deutschland kannte, war der Ramadan im gesellschaftlichen Leben der Ägypter sehr präsent, der ganze Lebensrhythmus wurde gar an ihn angepasst. So wurden die Straßen mit den berühmten Ramadan-Laternen geschmückt und die zahlreichen Läden zur Zeit des Iftars geschlossen, es wurden Qur’anrezitationen in öffentlichen Plätzen abgespielt und eigens für den Fastenmonat ein Fernseh-Programm kreiert.

Anders, als ich es von Deutschland gewohnt war, wo der Ramadan mehr oder weniger in den eigenen vier Wänden, in der Kernfamilie, allenfalls mit der Erweiterung des Familien- und Bekanntenkreises und in der Moschee stattfand, war hier nun das gesamte öffentliche Leben danach ausgerichtet. Ein Zustand, der mich sehr glücklich stimmte, denn so wurde der Fastenmonat ein gemeinsames, öffentlich geteiltes Erlebnis.

Ein Umstand, der das Gemeinschaftsgefühl in der Gesellschaft bedeutend stärkte. Ein weiteres besonderes Erlebnis war das Tarawwih-Gebet in den hiesigen Gärten der stilvoll gebauten Moscheen bei Freiluft zu verrichten. Ich spürte einen Segen in der Atmosphäre…

Mir wurde klar, wie viel mir bisher entgangen war und welch unterschiedlichen Charakter der Ramadan in einem mehrheitlich muslimischen Land annehmen kann. Was mir besonders gefiel, war der Raum, der dem Ramadan eingeräumt wurde, jener, der ihm gebührte.

Zahlreiche Festlichkeiten, wie Freiluft-Aufführungen, Bazarstände und öffentliche Iftars, zelebrierten den Monat und die öffentlichen Gebete stärkten den Gemeinschaftssinn. Ich konnte mich glücklich schätzen, in Deutschland war es mir stets gelungen, den Fastenmonat in meinen Alltag zu integrieren, sei es in Schule, Studium, Ausland oder Beruf. Man begegnete mir mit Neugier, Offenheit und viel Verständnis.

Was mir jedoch fehlte, war das innere Leben und die Spiritualität des Ramadan, das gemeinsame Erleben in der Gesellschaft…

Der tiefere Sinn

Oftmals werden wir gefragt, warum wir fasten. Der Ramadan ist mehr als nur Fasten vom Beginn des Morgenlichts bis Sonnenuntergang. Das Wesentliche besteht für mich darin, sich seinem Schöpfer zu nähern, in einer Zeit, in der Gott oft in Vergessenheit gerät, in einer Gesellschaft, in der der Mensch stets danach trachtet, das Kontinuum materieller Bedürfnisse zu befriedigen und sich von jeglichen Normen zu befreien, um das vermeintliche Glück absoluter Freiheit zu genießen.Im Ramadan geht es um mehr als nur um die Enthaltsamkeit, gewichtiger ist die Enthaltsamkeit von schlechter Rede und schlechtem Handeln.

Foto: Dagmar Schwelle | tafel.de

Er zeigt uns zumindest für einen Tag, wie es um das Schicksal der Ärmsten bestimmt ist, in dem wir deren Leid – wenn auch nur temporär – miterleben. Er bietet die Rückbesinnung auf uns, auf unseren Geist, unsere Seele und unseren Körper. Und in dem Moment der Schwäche und Bodenständigkeit begreifen wir. Wir begreifen, wie zerbrechlich und schwach wir sind, wie sehr unser Leben von unserem Schöpfer abhängt und wie sehr wir aufeinander angewiesen sind zu helfen, wenn Not ist.

Wir begreifen, wie wir mit jedem Atemzug gesegnet sind und doch sehr sparsam in unserer Dankbarkeit sind. Und dann muss ich daran denken, wie gut unser Schöpfer den Menschen kennt, denn Er hat auch den Zustand der Schwäche bedacht und diese vom Fasten ausgenommen: Die Kinder, die Alten, die Kranken, die Reisenden, die Schwangeren, die Stillenden, die Menstruierenden und die Wöchnerinnen.

Nun, wo ich den Fastenmonat bewusster erlebe, ist der Ramadan eine Art spirituelle Reise für mich, gleich einer Oase in der Wüste der Großstadt, in der sonst so wenig Raum und Zeit für Spiritualität bleibt. Raum, dem ich der Seele geben kann.

, ,

Feiertage – die beste Zeit, um die Familienbande zu knüpfen

feiertag ramadan fasten feinsinn

Im Islam folgen beide Feiertage einer großen Tat – dem Ramadan und der Hajj.

(iz). Heute nun haben wir den Tag der Belohnung. Einer Belohnung, die einer großen Tat folgt. Im Islam folgen die ‚Id-Feste beide einer großen Ibada. Die Muslime zeigen sich durch diese Ibadat ihrem Herrn gegenüber gehorsam.

Sie strengen sich durch diese Ibadat an, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Sie bemühen sich und verausgaben sich in diesen Ibadat so sehr, dass Allah sie zum Schluss mit einem Fest und Tagen der Zufriedenheit und Freude belohnt. Diese Tage sind Tage, in denen die Muslime der Größe Allahs gedenken und ihm danken.

Wo im Quran werden die ‚Id erwähnt? Allah der Erhabene sagt: „Der Monat Ramadan, in dem der Quran offenbart wurde, als eine Leitung für die Menschen, und mit klaren Zeichen der Leitung und Unterscheidung. Und wer von euch den Monatsbeginn bezeugt, der soll fasten. Wer auf Reisen ist, oder krank, soll dieselbe Zahl von Tagen zu anderer Zeit fasten. Allah will für euch die Leichtigkeit und nicht die Schwierigkeit. Damit ihr die Zahl der Tage vervollständigt und die Größe Allahs verkündet, weil Er euch leitete, auf dass ihr dankbar sein werdet.“

Diese Takbirat des ‚Id und die Zufriedenheit am Tag des ‚Id, ist im Grunde die Zufriedenheit über die Rechtleitung, darüber, dass man mit Allah im Frieden ist, und darüber, dass man Ihm zugewandt ist. Es ist Freude und Glücklichsein über seine Nähe. Und in der Tat, O Muslime, freuen wir uns auf diese Weise und feiern täglich fünf Mal mindestens. Wir preisen Allah und wir danken Ihm.

Heute ist der Tag des ’Id.

Und das ’Id ist die beste Gelegenheit, um die Familienbande zu pflegen. Die „Silatu’r-Rahim“, die Pflege der Familienbande ist eine edle Ibada und eine Ibada, die mit Umgang, mit Muamalat zu tun hat. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Der Din ist Muamalat.“

Der größte Zweck der Pflege der Familienbande ist, dass man die materiellen Umstände, Lebensumstände seiner Verwandten, ihren Zustand im Din und im Verhalten erfährt, und dass man ihnen danach Gutes zukommen lässt und Schlechtes von ihnen entfernt, soweit man kann.

Als die ersten Verse des Quran offenbart wurden, sagte Dschibril, Friede sei mit ihm, zum Propheten: „Lies im Namen deines Herrn, der den Menschen aus einem Fleischklumpen erschuf. Lies, und dein Herr ist der Großzügigste.“

Der Prophet kehrte mit diesen Worten zurück, und sein Herz war in Wallung. Er kam zu seiner Frau Khadija bint Huwaylid und sagte zu ihr: „Bedecke mich.“ Und sie tat dies bis er sich beruhigt hatte. Er sprach zu ihr und sagte, „Ich war in Sorge um mich.“

Sie sagte: „Allah wird dich niemals betrüben. Denn du brichst die Familienbande nicht, du hilfst den Menschen ihre Lasten zu tragen, du unterstützt die Mittellosen, du bist den Gästen gegenüber großzügig und bewirtest sie. Du stehst dem, der bei der Wahrheit steht, bei.

Foto: Rawpixel.com

Der Prophet rief zur Pflege der Familienbande, zur „Silatu’r-Rahim auf. Abu Zarr al-Ghifari sagte: „Mein Khalil, und er meinte den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, empfahl mir die Pflege der Familienbande, selbst wenn einer unter ihnen sich von mir abgewandt haben sollte.“ Und der Prophet sagte: „Wer an Allah und den Letzten Tag glaubt, soll die Familienbande pflegen.“

Die Belohnung in der Dunya für die Pflege der Familienbande kommt sehr schnell, und in der Akhira ist sie ein weiterer Segen. Der Prophet sagte: „Es gibt nichts, mit dem man Allah gegenüber gehorsam ist, dessen Belohnung Allah schneller gibt, als die Pflege der Familienbande.“

In einer Khutba sagte der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm: „Die Leute des Paradieses sind drei Gruppen. Der gerechte Sultan, der barmherzige Mensch, dessen Herz sanft mit allen seinen muslimischen Verwandten ist, und der anständige Mann, der viele Nachkommen hat.“

Die Bedeutung des Wortes „Rahim / Arham“ wird als Verwandte väterlicherseits und mütterlicherseits erklärt, wurde aber auch als im Kontext des Din, als die Muminun erklärt. Die Familie aber hat Vorrang beim Vergeben von Sadaqa. Allah der Erhabene sagt: „Gebt den Verwandten ihren Teil, und den Armen und den Reisenden.“ Hier stellt Allah die Verwandten vor die Armen und die Reisenden.

Allah der Erhabene sagt: „Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sage: ‚Was ihr an Besitz gebt, soll den Eltern, den Verwandten, den Waisen, den Armen und den Reisenden zukommen.“ Aus diesem Grund sollen die ersten, die Sadaqa empfangen, die Armen unter der Verwandtschaft sein.

Die Ergebnisse der Pflege der Bande sind vielzählig. So zum Beispiel die Zuneigung innerhalb der Familie, die Erweiterung des Rizq, und ein langes Leben. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Lernt euren Stammbaum, damit ihr wisst, mit wem ihr die Familienbande pflegt. Die Pflege der Familienbande bringt Zuneigung innerhalb der Familie, vermehrt das Vermögen, und dehnt die Nachkommenschaft über die Zeit.“

O ‘Ibadallah. Die Feste sind eine besondere Gelegenheit, um die Verwandten zu besuchen, ihnen zu helfen und großzügig zu ihnen zu sein. Der Prophet sagt: „Ihr werdet versorgt und zum Sieg geführt, aufgrund eurer Schwachen.“ Das heisst, entsprechend dem, wie ihr eure Schwächsten behandelt.

Besucht also eure Verwandten und eure Brüder im Din, und helft und steht euren Schwachen bei und seid großzügig zu ihnen. Dann wird Allah euch versorgen und euch zum Sieg führen.

Das Handeln ist unverzichtbar. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte über Iman: „(Es ist) das Sprechen (der Schahada) mit der Zunge, der Glaube mit dem Herzen und das Handeln mit den Gliedern.“

Allah sagt in einer Sura, die viele von uns auswendig kennen, in der Sura al-Asr: „In der Tat, der Mensch ist im Zustand des Verlustes. Außer jene, die Iman haben und rechtschaffen handeln.“ Iman wird von rechtschaffener Tat begleitet.

erb

Foto: jcomp, freepik.com

Rechtschaffene Taten gibt es sehr viele. Das Gehen zur Moschee ist eine rechtschaffene Tat, das Speisen von Menschen ist eine rechtschaffene Tat, der Umgang mit Menschen durch guten Charakter ebenso, sowie der Dienst an Menschen, die Einladung zu Allah auf verschiedenen Wegen, die Pflege der Familienbande, Krankenbesuche und das Geben von Sadaqa sind alle rechtschaffene Taten, die der Mensch oft tun sollte.

O ihr Muslime – rechnet selbst mit euch ab, bevor Allah mit euch abrechnet, wiegt eure Taten selbst ab, bevor sie für euch abgewogen werden. Es gibt Sklaven Allahs, die dies täglich tun. Sie fragen sich, was sie an diesem Tag getan haben. Andere tun dies bei jedem der fünf Gebete, und wieder andere zu jeder Stunde und manche sogar in jedem Augenblick, und sie sind sich Allahs stets bewusst.

Füllt eure Zeiten mit dem Gedenken Allahs. Das Gedenken Allahs kennt keine zeitliche oder örtliche Beschränkung. Im Gegenteil, es wird zu immer mehr darin aufgefordert. Allah sagt in seinem Buch: „Gedenkt Allahs mit viel Gedenken.“

Das Beispiel dessen, der Allahs gedenkt und der dies nicht tut, ist wie der Unterschied zwischen dem Lebenden und dem Toten. Und der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, pflegte stets im Gedenken Allahs zu sein.

Wir bitten Allah um Erfolg darin, rechtschaffen zu handeln und dass er für uns Wissen und Tat vereinigt. Und wir bitten Allah, dass er uns an diesem Tag des Id segnet und uns diesen Tag in Erinnerung seiner Gaben und Dankbarkeit für diese Gaben feiern lässt.

‚Id Mubarak!

, ,

Auch zum Ende dieses Ramadans werden sich die Muslime versammeln, um es zu begehen

Ende Ramadan

Auch zum Ende dieses Ramadans werden sich die Muslime versammeln, um den ‘Id Al-Fitr, das Fest zu seinem Ende zu begehen. (iz). „Wer also von euch während dieses Monats anwesend […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ (Monatsabo) können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, , ,

Die innere Bedeutung des Fastens

Es ist wesentlich für das verpflichtende Fasten im Monat Ramadan, welches neunundzwanzig oder dreißig Tage dauern kann, vorher die Absicht zu fassen. (iz). Hier sind wir wieder – ein weiteres […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ (Monatsabo) können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, , ,

Das innere Fasten: Auszüge aus der „Ihya ‘Ulum Ad-Din“ von Imam Al-Ghazali

fasten stufen ghazali

Rangstufen des Fastens: Der große Gelehrte Imam Al-Ghazali sprach in seinem Hauptwerk von den inneren Aspekten der Enthaltsamkeit. (iz). Es ist wichtig anzumerken, dass es drei Abstufungen des Fastens gibt: […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ (Monatsabo) können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, , ,

Ein vollendeter Ramadan braucht auch die ­Reinigung des Gefühlshaushaltes

ramadan gefühle

Insbesondere, wenn wir uns in den letzten Tagen des Ramadan befinden, müssen wir sicherstellen, dass wir uns insgesamt gereinigt haben. (Muslim Matters). Viele von uns werden dann viele Raka’at gebetet […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ (Monatsabo) können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

,

Tarawih – Das freiwillige Nachtgebet im Ramadan

Tarawih Nachtgebet Islam

(iz). Die Tarawih-Gebete im Fastenmonat Ramadan werden von den Muslimen wegen ihrer Atmosphäre und der besonderen spirituellen Erfahrung hochgeschätzt und das ganze Jahr über erwartet. Nach dem Essen geht man […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ (Monatsabo) können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, , ,

Eine richtige Absicht ist wichtig, um den Anforderungen des Ramadans gerecht zu werden

Die richtige Absicht definiert den Ramadan: Gerade weil sich im Äußeren scheinbar nichts ändert, erhalten wir selbst das Potenzial, im Inneren zu etwas Neuem zu werden. (iz). Es gehört zu […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ (Monatsabo) können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, ,

Einführung: Wie begehen Muslime den Ramadan?

Fasten Dimension Fastenmonat

Die Wie und wozu des Ramadan: In jedem grundlegenden Element unseres Din lassen sich bei aller Einfachheit doch unzählige Bedeutungen finden. (iz). Die Verse, in denen Allah im Qur’an den […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ (Monatsabo) können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, ,

Wie nähert man sich dem Fastenmonat?

ramadan nähert fastenmonat

Der Fastenmonat kommt: In sehnsüchtiger Erwartung des Anfangs des gesegneten Ramadan, wünsche ich allen ein angenommenes und gereinigtes Fasten.

Wir beten dafür, dass diese Zeit eine Spanne der spirituellen Erneuerung wird. Eine Zeit, wenn man dazu in der Lage ist, für den vollen Nutzen der Göttlichen Geschenke, die den Anbetenden angeboten werden.
Diejenigen, die nicht in der Lage waren, sich in den beiden Monaten Rajab und Scha’ban auf den Ramadan vorzubereiten, sollten insbesondere den Ramadan gewissenhaft umsetzen.

Beachten wir die folgende Worte des Dichters: „Horche! O du, der nicht damit zufrieden war, im Radschab falsche Handlung zu vollziehen. Seine Rebellion gegen seinen Herrn musste während der Dauer das Scha’bans anhalten. Der Monat des Fastens ist nun gekommen, um dir Schatten und Schutz zu geben. Verwandle ihn nicht in einen Monat der falschen Taten. Lies den Qur’an und verherrliche (Allah), mit eifriger Zunge. In der Tat! Er ist ein Monat der Verherrlichung und des Qur’an. Verneine die Leidenschaften deines Körpers und suche das Heil deiner Seele. Irgendwann wird die Erde den Körper verzehren. Wie viele Verstorbene hast du gesehen, die fasteten – in deiner Familie, bei deinen Nachbarn und Brüdern? Der Tod hat sie ausgelöscht, und dich zurückgelassen. Sei ernsthaft, denn die Lebenden sind den Toten nah. Du erfreust dich an der Kleidung des ‘Ids [Feiertag am Ende des Ramadans], die nun für den Feiertag geschnitten wird. Aber bald wird sie dein Totenkleid sein. Wie lang kann eine Person in ihrer weltlichen Behausung glücklich sein? Bedenke, dass ihre endgültige Heimat das Grab ist.“

ramadan 2025 taqwa

Foto: Yuri A./Shutterstock

Wir hoffen, dass der Ramadan für uns ein Mittel des spirituellen Aufstiegs ist. Wenn dies geschieht, und unsere körperlichen Leidenschaften abnehmen, können wir uns in jener Art des Fastens üben, wie sie von unseren rechtgeleiteten Vorläufern beschrieben wurde:

„Fastet eurer gesamtes Leben. Macht den Tod zu eurem ‘Id! Das Leben selbst ist ein Fasten für die Rechtgeleiteten. Denn es besteht im Fernbleiben von verbotenen Lüsten. Wenn der Tod zu ihnen kommt, dann endet ihr Fasten. In diesem Augenblick finden sie den Neumond des Festtages.“

In Nachfolge der prophetischen Sunna

Es ist für alle Muslime empfehlenswert, die prophetischen Gewohnheiten (Sunnan) des Ramadan zu befolgen. So sollten sie versuchen, eine Mahlzeit vor Sonnendämmerung (Sahur) zu sich zu nehmen, egal wie klein sie auch sein mag, und sich gleichermaßen dabei beeilen, das Fasten so früh wie möglich zu brechen. Der Sinn dieser Zeit besteht auch in der Steigerung des Gehorsams.

Dies wird dadurch erreicht, dass wir gewissenhaft an den Regeln bezüglich des Fastens festhalten. „O ihr, die ihr Iman habt. Das ist euch vorgeschrieben, so wie es jenen vorgeschrieben wurde, die euch vorausgingen, damit ihr Taqwa haben möget.“ (Al-Baqara, 183)

Ebenso sollten wir uns gegenseitig dazu anhalten, gerade jetzt großzügig zu sein. Unser geliebter Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, war schon üblicherweise überragend großzügig. Im Ramadan war er sogar noch freigiebiger. Ibn ‘Abbas, möge Allah mit ihm zufrieden sein, überlieferte:

„Der Prophet war der großzügigste aller Menschen. Er war im Ramadan noch freigiebiger, wenn Jibril [der Erzengel Gabriel] ihn besuchte und mit ihm den Qur’an durchging. Jibril kam zu ihm in jeder Nacht des Ramadans und ging den Qur’an mit ihm durch. Während dieser Augenblicke war der Gesandte Allahs noch großzügiger als der ungehindert wehende Wind.“ (Al-Bukhari und Muslim)

Der Qur’an im Mittelpunkt

Wir sollten jeden ermutigen, den Qur’an mindestens einmal durchzulesen. Diejenigen, die die arabische Schrift beherrschen, sollten es auf Arabisch tun, selbst wenn sie dessen Bedeutung nicht voll verstehen. Auch sollten sie die jeweilige Übertragung der Bedeutungen in ihrer Muttersprache studieren.

Denen, welche die arabische Schrift nicht beherrschen, rate ich, trotzdem eine Übertragung studieren. Der Ramadan ist, neben vielen anderen Dingen, eine Feier des Qur’an. Wir sollten uns dieser Feier anschließen, indem wir während dieses gesegneten Monats häufig im Buch Allahs lesen.

Unsere Imame, Malik, Abu Hanifa, Asch-Schafi’i und andere, unterichteten während des Ramadans weder Hadithwissenschaften noch islamisches Recht (Fiqh). sondern widmeten sich ausschließlich dem Qur’an.

Allah sagt über Sein Majestätisches Buch: „Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung.“ (Al-Baqara, 185)

engel

Foto: quickshooting, Adobe Stock

Den inneren Frieden bewahren

Alle sollten ermutigt werden, sich im Ramadan vor dem Schaden zu hüten, den die Zunge anrichten kann. In seinem Hauptwerk „Ihya ‘Ulum Ad-Din“ (Wiederbelebung von den Wissenschaften des Dins) benennt Imam Al-Ghazali diese Gefahren wie folgt:

• Übermäßiges Reden,
• Sprechen über falsche Taten,
• Streit und Anfechtungen,
• Unnötige ausgeschmückte Rede,
• Beleidigende oder frivole Sprache,
• Erweckung des Fluchs von Allah gegen jemand anderen,
• Frivoler Gesang oder die Rezitation unmoralischer Dichtung,
• Übertriebene Späße,
• Sarkasmus und Entwürdigung,
• Weitergabe von Geheimnissen,
• Falsche Versprechen,
• Lügen und falsche Eide,
• Verleumdung und üble Nachrede,
• Die Verschlechterung der Beziehung der Menschen untereinander durch die eigene Rede,
• Das Lob von jemandem, der es entweder nicht verdient hat oder nicht in der Lage ist, bescheiden zu bleiben,
• Sprechen über Themen und Vorstellungen, bei denen man weder das notwendige Wissen hat oder die Sprachfähigkeit, die dafür notwendig wäre, und
• Rede von einfachen Leuten in Fragen, die die Domäne von Spezialisten sind.

Möge Allah uns vor diesen Schädigungen während und nach dem Ramadan bewahren. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Wer daran scheitert, die schädliche Rede zu lassen und dann nach ihr handelt, von dem verlangt Allah auch nicht, dass er das Essen und Trinken sein lässt.“ (Al-Bukhari)

Foto: hussein, Adobe Stock

Empfehlungen

Wir sind dazu aufgerufen, alle Streitigkeiten, Auseinandersetzungen und unnötigen Verstrickungen während dieses gesegneten Monates sein zu lassen. Dies ist die Zeit für tiefe Anbetung und Hinwendung zu Allah.

Es ist für uns empfehlenswert, getrennte Beziehungen oder Verwandtschaftsgrade wieder zu beleben, die vernachlässigt wurden. Dies ist eine Zeit, in der der sanfte Wind der Göttlichen Hilfestellung weht. Jede gute Sache, die wir im Ramadan angehen, wird – wenn Allah es will – ihre Früchte tragen.

Gleichfalls ist es nicht nur Tradition, sondern auch empfehlenswert, in dieser Zeit einfach und leicht zu essen. Man sollte die Absicht fassen, unnötige und allgemein ungesunde Nahrung nicht zu essen. Pizza, Eiscreme, Fast-Food, Gebäck, Fritiertes und Softdrinks sollten stehen bleiben.

In manchen Regionen der muslimischen Welt artet das eigentlich simple Mahl zum Fastenbrechen in ein Gelage aus, und in einigen Regionen haben sich sogar zwei warme Mahlzeiten vor dem Schlafengehen eingebürgert. So kommt es, dass nicht wenige Muslime im Ramadan sogar zunehmen, statt an Gewicht zu verlieren.

Wer es gewohnt ist, viel Fernsehen zu schauen oder kommerzielle Musik zu hören, ist gut beraten, diese Dinge im Ramadan aufzugeben. Sie lenken uns von der Erinnerung an Allah auf jeden Fall ab. Während dieser besonderen Zeit, wenn jeder Buchstabe des Majestätischen Qur’an, den wir rezitieren, belohnt wird, sollten wir uns damit beschäftigen, anstatt mit banalem Zeitvertreib.

Für Ehepaare ist es segensreich, sich gegenseitig an die spirituellen Elemente der Sunna im Ramadan zu erinnern, das heißt der Rezitation des Qur’an, der Teilnahme an Tarawih-Gebeten etc. Diejenigen, die gewohnt sind, im Ramadan extravagante Abendessen zu halten, sollten dies vermeiden, insbesondere wenn die Menschen in der Küche mit langen Stunden beschäftigt sind, anstatt ihre freiwillige Anbetung zu vollziehen.

Üblicherweise sind gerade die Frauen vom Kochen während des Fastens betroffen. Während es ohne Frage lobenswert ist, Gäste und andere mit Essen zu versorgen, damit diese ihr Fasten brechen können, so reichen Datteln, Wasser (oder auch Milch) und eine einfach zubereitete Mahlzeit aus.

Für jeden von uns zahlt es sich aus, an den freiwilligen Tarawih-Gebeten teilzunehmen. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Für den, der während der Nächte im Ramadan im Gebet steht, werden seine/ihre Sünde ausgelöscht.“ (Al-Bukhari und Muslim)

Das Gebet ist ein Symbol für unser Leben. Der Ramadan ist eine großartige Zeit, die Macht des Gebets wieder zu entdecken und unsere Widmung für unseren Herrn durch das Gebet wieder zu erneuern.