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Tipps & Tricks: Trinken hilft – gerade auch der Verdauung

Ausgabe 327

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(iz). Unsere Körper bestehen zu Beginn aus 75 bis 80 Prozent Wasser. Das Element ist einfach lebenswichtig. Es macht den Großteil unseres Blutes aus. Das Innere unserer Zellen ist flüssig und besteht hauptsächlich aus Wasser. Sie sind umgeben von Flüssigkeiten, die ebenfalls mehrheitlich aus H20 bestehen. Das Gleiche gilt für unsere Lymphflüssigkeit oder unsere Gehirne.

Wasser ist schlicht die am häufigsten vorkommende Substanz unseres Körpers. Die Mehrheit aller unserer biochemischen Reaktion basieren im Wesentlichen auf einer Reaktion mit diesem Element (Hydrolyse).

Täglich verliert der durchschnittliche Erwachsene zwei bis drei Liter. Ersetzt man den Verlust durch nur einen Liter, vertrocknet man schlicht im Laufe der Zeit. Als Folge altern wir. Und vielen Menschen widerfährt genau das: Sie trocknen aus. Häufig ist es bei älteren Personen so, dass der ursprüngliche Wasseranteil von 75 Prozent des Körpers auf 50 oder gar 45 Prozent reduziert ist. Teil eines jeden Programms zum gesunden Umgang mit dem Altern muss eine ausreichende Wasseraufnahme sein. Flüssigkeitszufuhr ist Teil einer klugen Selbstfürsorge.

Zehn Dinge passieren, wenn man sich dafür entscheidet, ausreichend Wasser zu trinken:

1. Die gesunde Haut besteht zu 60 Prozent aus Wasser. Trinken führt zu einer sauberen, gesünderen Haut.

2. Das Gleiche gilt für das Haar. Im gewünschten Zustand hat es einen Flüssigkeitsanteil von 12 Prozent. Ein gesunder Wasserpegel führt zu weniger brüchigen Haaren und einem generell gesünderen Zustand.

3. Unser Gehirn und Herz haben einen Wasseranteil von rund 43 Prozent. Wasserzufuhr erlaubt ihnen die Fortsetzung ihres Funktionierens – mit deutlich weniger Stress.

4. Wer unter Kopfschmerzen leidet und weniger als sechs Mal täglich Wasser lässt, hat einen dunklen Urin. Wasser wird wahrscheinlich das Kopfweh erleichtern, reduzieren oder ganz beenden. Nehmen Sie Flüssigkeit als Medizin zu sich und beobachten Sie, welchen Unterschied das machen kann.

5. Verstopfung kann häufig an Austrocknung liegen. Eine gestiegene Wasserzufuhr kann eine effektive Strategie dagegen sein. Gerade bei einem zunehmenden Verzehr von Ballaststoffen sollte die Flüssigkeitsaufnahme erhöht werden.

Tun wir das nicht, öffnen wir nicht nur die Tür für Kopfschmerzen (siehe oben), sondern auch für dieses Problem. Abführmittel mögen helfen, sie beheben aber nicht die Ursache: Dehydrierung. Schließlich beginnt diese chronische Verstopfung, sich auf die Gewebe-Ebene auszuwirken, das Gleichgewicht des Darms zu verändern und manchmal die nervliche Kontrolle zu beeinträchtigen. 

Ihr Körper speichert Wasser, und da der Stuhl oder die Fäkalien im Dickdarm Wasser enthalten, hält er es fest. Ihr Dickdarm hält den Stuhl fest und entzieht ihm so viel Wasser wie möglich. Deshalb müssen Sie sich anstrengen, wenn der Stuhl herauskommt, und Sie scheiden eher Kieselsteine als Bananen aus. Erstere sind ein sicheres Zeichen von Dehydrierung.

6. Bei ausreichendem Trinken fühlt man sich selten hungrig. Das liegt an einer der Strategien unseres Körpers. Im Umgang mit chronischer Verstopfung erzeugt er Hunger. Während der Verdauung kann er mehr Wasser aus der Nahrung ziehen.

7. Man hat mehr Energie. Unsere Körper funktionieren bei ausreichendem Flüssigkeitsspiegel einfach mit weniger Stress. Deshalb steht uns mehr Energie zur Verfügung.

8. Sodbrennen kann oft durch Trinken gestoppt werden; ein oder zwei Gläser Wasser, bevor man zu Medikamenten greift.

9. Ein hoher Puls ist oft Ausgleich für ein niedriges Blutvolumen. Flüssigkeitszufuhr senkt oft einen hohen Puls, weil sie das Blutvolumen erhöht. Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden und harntreibende Medikamente einnehmen, brauchen Sie einen differenzierteren Ansatz als nur die Erhöhung Ihrer Wasseraufnahme. In diesen Fällen sollten Sie ganzheitliche Hilfe in Anspruch nehmen.

10. Mehr Gesundheit für die Nieren. Denn sie müssen filtern, um ausreichend Blut und Nährstoffe zu bekommen. Versuchen Sie, sechs bis sieben Mal täglich zu urinieren, um das Organ funktionsfähig zu erhalten.

Ein Hinweis, um festzustellen, ob Sie genug getrunken haben: Ist Ihr Urin dunkel, haben Sie Kopfschmerzen und leiden unter Verstopfung, dann sollten Sie ein radikaleres Mittel ausprobieren. Wasser! Erhöhen Sie Ihre Wasseraufnahme und versuchen Sie, 6 bis 7 Mal täglich zu urinieren. In den meisten Fällen verschwinden auch andere Gesundheitsprobleme und man hat mehr Energie. Das ist radikale Medizin. Trinken Sie Wasser! Hydrieren Sie! (von Abu Bakr Carberry)