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Hassan Mohsen denkt über die Chancen der landwirtschaftlichen Kooperation zwischen Afrika und den Golfstaaten nach
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„IZ-Begegnung“ mit Parvez Asad Sheikh
„Echte Macht basiert auf irgendeiner anerkannten Legitimität“ mehr
 
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30.04.2013 „IZ-Begegnung“ mit Parvez Asad Sheikh

„Echte Macht basiert auf irgendeiner anerkannten Legitimität“

(iz). Während die Möwen ­unter einem azurblauen Himmel kreisen und Sur­fer in die Wellen rennen, sitzt uns ein junger Mann gegenüber, der genauso gut Jungmanager in einer großen Firma oder erfolgreicher Medienma­cher sein kann. Dabei ist Parvez Asad Sheikh, der als Kind indischer Eltern an der Suaheli-Küste Af­rikas geboren wurde, ist alles andere als an mate­ri­ellem Erfolg interessiert. Trotz seiner Jugend zählt er zu den hellsten Köpfen, die im englisch­sprachigen Raum zu politischen und globalen Themen veröffentlichen und forschen.  [ABO] mehr ...

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30.04.2013 Aggro-Feminismus: Interview mit Sofia Ahmed vom Facebook-Kollektiv Muslim Women against FEMEN

Mit wie vielen Musliminnen hat FEMEN gesprochen?

„In der Vergangenheit kamen von FEMEN Sätze wie ‘als Gesellschaft waren wir nicht in der Lage, die arabische Mentalität gegenüber Frauen auszuradieren’. Für uns ist das rassistisch, aber auch ein Anzeichen für eine kolonialistisch-feministische Rhetorik, in der arabische/muslimische Frauen als unterdrückt beschrieben werden.“

(iz).  [ABO] mehr ...

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29.04.2013 Zentralrat der Muslime: Umfrage bestätigt schlimmste Befürchtungen. Interview mit Aiman Mazyek. Von Katja Räther

«Grässlich geführte Diskussionen»

Berlin (dpa). Die meisten Deutschen empfinden die Vielfalt der Religionen als Bereicherung, im Islam sehen viele aber eine Bedrohung. Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, sieht mit den Ergebnissen des «Religionsmonitors» der Bertelsmann Stiftung die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Es gebe in Deutschland «einen strukturellen islamfeindlichen Boden», sagte er am Sonntag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.  mehr ...
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29.04.2013 Der Wahlberliner und ­Veteran des deutschen Sprechgesangs über sein neues Album, Freiheit und sein Publikum

Musa: ­Jenseits vom Ghetto

„Es gibt, so glaube ich, keinen Rapper in Deutschland, der wie ich zum Islam konvertiert ist und trotzdem ‘klassischen’ Rap auf hohem Niveau macht. Es gibt Rapper wie Ammar, die sich aber inhaltlich nur an Muslime wenden und von Nichtmuslimen gar nicht verstanden werden können, da sehr viele arabische Begrifflichkeiten verwendet werden und die Codierung quasi rein muslimisch ist.“

(iz). „Bist Du frei, oder glaubst es nur zu sein?“ Diese, und andere Fragen stellt Musa auf seiner neuen CD „Ghetto in Dir“. Und er gibt Antworten.  mehr ...

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21.03.2013 Spielen. Shoppen. ­Internet. Was uns und unsere Kinder süchtig macht – Interview mit dem Suchtexperten ­Kurosch Yazdi über die Süchte der Zukunft und was wir dagegen tun können

Die neuen Süchte der Zukunft

(iz). Der Mensch ist, so eine bekannte Weisheit, ein Gewohnheitstier. Was aber geschieht mit uns, wenn normales, unschuldiges Verhalten auf einmal schädlich für uns wird? Beim Konsum von Tabak, Zucker oder Essen sind die Folgen und das begleitende Suchtverhalten aber bekannt, über das auch von gesellschaftlicher Seite aus aufgeklärt wird. Bei Verhaltensweisen, die durch neue Technologien, Trends und kommerzielle Absichten beeinflusst sind, mangelt es bisher an ausreichen­der Aufklärung.  mehr ...

21.03.2013 "IZ-Begegnung" mit dem Juristen, Autoren und Bürgerrechtsexperten Dr. Rolf Gössner über Hintergründe zum Thema NSU und Sicherheitsdienste

„Die ganze Wahrheit werden wir nicht erfahren, allenfalls Bruchstücke“

(iz). Die immer noch nicht befriedigend aufgeklärten Untaten der Nazi-Ter­rorgruppe NSU sowie ihre vielen, offenkundigen Überschneidungen zu den Sicherheitsbehörden haben für Deutschland ein vergleichbares Skandalmaß angenommen, wie es bei den USA die Kriege gegen Vietnam oder den Irak waren. Das dominante mediale Narrativ geht von der Erklärung aus, wonach eine Bande ausländerfeindlicher Nazikiller unglückliche Inkompetenzen auf Behördenseite ausnutzen konnte. Jenseits dubioser Verschwörungstheorien bleibt genug Anlass für substanzielle Gedanken in Sachen Inlandsgeheimdienst.  mehr ...

01.03.2013 Vorab und exklusiv aus der aktuellen Ausgabe – „IZ-Begegnung“ mit dem Dr. Farid Hafez Islamfeindlichkeit

Antimuslimische Ressentiments sind ein gesamtgesellschaftliches Problem

„Habermas’ Theorie der Öffentlichkeit, an der alle partizipieren können, ist nun einmal keine Realität.“

(iZ). Islamophobie, was ist das? Ironischerweise lehnen nicht nur die so genannten „Islamkritiker“ (sicherlich aus eigennützigen) Motiven diesen Begriff ab. Auf der ande­ren Seite haben auch viele Muslime Bauschmerzen mit der Vorstellung, wonach Vorurteile gegen sie oder ihre Religion eine „Phobie“ im klinischen Sinne sein könnten.  mehr ...

26.02.2013 Exklusiv aus der nächsten IZ: Der Gelehrte Abdurrahman Reidegeld bezieht Stellung zur heutigen islamischen Theologie

Gibt es eine „theologische Zensur“?

(iz). Wenn Abdurrahman Reidegeld etwas zu sagen hat, lohnt es sich ­hinzuhören. Der deutschstämmige Gelehrte, der in den letzten Jahren in Österreich arbei­tete, durchlief eine solide Ausbil­dung in den verschiedenen islamischen Wissenschaften und engagiert sich seit Jahren durch Vorträge und Seminare in der Bildung innerhalb der muslimischen Community in Deutschland.

Am Rande eines Arbeitstreffens befrag­ten wir ihn über die Probleme und Herausforderunen der Islamischen Theologie an den neu geschaffenen Fakultäten.  mehr ...

22.02.2013 Interview mit Tarik Ari von dem Projekt „Helalgermany“

Die Jugendlichen und die Halal-Ernährung

(iz). Bedeutet halal nur „kein Schweinefleisch“? Schon lange geben sich die muslimischen Jugendlichen, sofern sie die Reinheit ihres Essens tangiert, nicht damit zufrieden, dass es sich bei diesem Thema nicht nur um das Fleisch des zum Verzehr verbotenen Schweines handelt. Es sind weitaus mehr Faktoren, die man in Betracht ziehen muss, um zu schauen, ob etwas halal (erlaubt) oder haram (verboten) ist, wobei hier die Meinungsverschiedenheiten der verschiedenen Rechtsschulen respektiert werden.  mehr ...

10.02.2013 Geografie, Raum und Menschliches Schicksal: IZ-Gespräch über Geopolitik

Wo das Herz der Welt schlägt

(iz). Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat sich der Raum durch schicksalshafte Ereignisse wieder ins Gedächtnis der Menschheit gerückt. Und das, obwohl der moderne Mensch ungeheuer viel Zeit in virtuellen Welten verbringt... Trotz der Tendenz, die Bedrohung ideologischer Gegner über ihre Haltbarkeit hinaus am Leben zu erhalten, wird deutlich, dass sich die Geografie als Teil des Schicksals nicht mehr verdrängen lässt.

Hierzu sprachen wir mit dem Geo­politik-Experten Dawud Stewart ­Hurrell.  mehr ...

26.01.2013 Exklusiv aus der nächsten Ausgabe: „IZ-Begegnung“ mit UN-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt

„Ätzend-verächtlicher Tonfall“

(iz). Von deutschen Medien sollte man in Sachen Islam-Berichterstattung zumindest eine faire Haltung erwarten dürfen. Dies war einer der Schlüsse einer Fachtagung der Deutschen Islamkonferenz (DIK)Anfang Dezember 2012 zum Thema Muslimfeindlichkeit in Berlin. In den letzten Jahren haben sich im Verhältnis von Medien, Gesellschaft und Muslimen Fehlurteile und Missverständnisse verfestigt.

Neben einzelnen Diskus­sionen – wie die jüngste zum Thema Beschneidung – hat sich darüber hinaus eine tendenziell gruppenfeindliche Stimmung in die deutsche Debatte eingeschlichen.  [ABO] mehr ...

16.01.2013 Islamwissenschaftler mahnt Einbindung der Moscheegemeinden an. Von Volker Resing

„Bevormundung des Staates im Gewande der Universitäten“

Berlin (KNA). Vor einem Jahr wurde in Tübingen das erste Zentrum für Islamische Studien eingerichtet. Es folgten die Standorte Erlangen/Nürnberg, Frankfurt/Gießen und Münster/Osnabrück. Der Leiter des Standorts Osnabrück, Bülent Ucar, zieht im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) ein positives Fazit, warnt aber vor einem „Staatsislam“.

Frage: Herr Professor Ucar, im Oktober wurde das neue Zentrum für Islamische Studien in Münster/Osnabrück eingerichtet. Wie ist Ihre Bilanz?

Ucar: Für Osnabrück kann ich ein positives erstes Fazit ziehen.  mehr ...

31.12.2012 Interview mit Avni Altiner, dem Vorsitzenden der Schura Niedersachsen e.V.

„Als ein Islam der Mitte“

(iz). Muslimische Themen werden bei uns gerne und oft auf abstrakter und konfliktreicher Ebene abgehandelt. Hier herrschen Allgemeinplätze, Vereinfachungen und Schlagworte. ­Schauen wir genauer hin, dann sind Nuan­cen und Schattierungen erkenntlich. Je lokaler der Blick wird, desto schwerer wird ein simples Weltbild.

Wie agieren aktive Muslime abseits der Bundespolitik im Bereich der Länder? Was sind ihre Themen, Probleme und Wünsche? Diese und noch mehr Fragen stellten wir dem neuge­wählten Vorsitzenden der Schura Niedersachsen e.V., Avni Altiner.  mehr ...

27.12.2012 Wo schlägt das Herz der Welt? IZ-Gespräch mit Dawud Stewart Hurrell, Fachmann und Lehrer für geopolitische Fragen

Geografie und menschliches Schicksal

(iz). Nach dem Ende des Systemgegensatzes und des Zusammenbruchs der Sowjetunion hat sich die Geografie und Politik des Raumes – die Geopolitik – durch diverse Konflikte und Entwicklungen wieder ins Gedächtnis der Menschen gerückt. Und das, obwohl der moderne Mensch ungeheuer viel Zeit in virtuellen Räumen verbringt...  mehr ...

26.12.2012 „IZ-Begegnung“ mit dem Kriminologen Charles A. von Denkowski über die fehlende Erfassung anti-muslimischer Straftaten

„Es fehlt der politische Wille“

(iz). Spätestens seit dem 11. September verzeichnen die deutschen Muslime regelmäßig die verschiedensten Formen anti-mus­­limischer Straftaten. Von Pöbeleien, über Schmierereien, Wandalismus, bis zu tätlichen An­griffen und Brandstiftungen, all das ist leider Realität in unserem Land. Um das Problem zu lösen, braucht es aber neue Kategorien bei der Erfassung dieser Kriminalität, meint der Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Charles A. von Denkowski im Gespräch mit der IZ.  mehr ...

01.12.2012 „IZ-Begegnung“ mit dem Londoner Vertreter der muslimischen Rohingya über die Lage in Burma

„Es ist ein Genozid“

(iz). In den Augen der UNO gehören sie zu den am meisten verfolgten Minderheiten: die Rohingya. Ihr Leid erregte – mit Ausnahme der massiven Übergriffe vom Sommer des Jahres, bei der bis zu mehrere tausend Muslime ermordet wurden – bisher kaum oder gar kein Interesse. Auch nicht in der muslimischen Welt. Diese hat seit Jahrzehnten wie gebannt auf den Nahen Osten geblickt, während die Entrechtung dieser burmesischen Volksgruppe ein Maß erreichte, dass ihr auch in der offiziellen Ver­­fassung nicht viel mehr Rechte als von klassischen Sklaven zugestanden wurde.  mehr ...

28.11.2012 Interview mit der Naturheilkundlerin Mine Akarsu vom ALANUR Heilzentrum

Den ganzen ­Menschen heilen

Die ALANUR Association wurde im November 2011 gegründet wurde und betreibt derzeit in Berlin ein Heilzentrum mit angeschlossener Akademie. Der Fokus der Einrichtung besteht in der Gesundung, Stärkung und Er­mächtigung des Menschen durch Aufklärung und der Annahme sinnhafter Eigenverantwortung.

Das ALANUR Heilzentrum arbeitet auf Grundlage der Traditionellen Na­turheilkunde und beinhaltet islamische Heilkunde, Homöopa­thie, Pflanzenheilkunde, medizinischer Biomag­netismus, altorientalische Musikthera­pie und ayurvedische ­Ernährungslehre.  [ABO] mehr ...

20.11.2012 „IZ-Begegnung“ mit dem Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza über materielle und ideologische Aspekte der aktuellen Gaza-Krise

„Die simple Unterteilung in Gut und Böse“

„Dies macht deutlich: Die Selbstmordattentate waren von vornherein konzipiert, um Zivilisten zu töten, unabhängig davon, dass der Islam dies nicht legitimiert, unabhängig davon, dass gegen die islamische Kriegsethik verstoßen wird.“ (Muhammad Sameer Murtaza)

(iz). Bei der jetzigen Gaza-Krise der ­letzten Woche geht es nicht nur um militär- und sicherheitspolitische Aspekte beziehungsweise den bloßen Einsatz von Waffen.  mehr ...

18.11.2012 Wie ist die Lage der Menschen in Gaza? Interview mit dem humanitären Helfer Dr. Mahmoud Almadhoun von Islamic Relief

„Genau wie bei einem Erdbeben“

(iz). Während die Zivilbevölkerung im Gazastreifen unter einem erneuten sinnlosen Krieg zu leiden hat, bemühen sich verschiedene internationale Organisationen zumindest um die Linderung der schwierigsten Versorgungsengpässe und der bedrohlichsten Mängel. Dabei müssen sie, wie unabhängige Journalisten, darauf achten, dass sie nicht selbst in die Schusslinie dieses Konfliktes geraten, der sich zu einem Bodenkrieg ausweiten könnte.

Dr. Mahmoud Almadhoun von Islamic Relief ist einer von ihnen.  mehr ...

29.10.2012 „IZ-Begegnung“ mit der Journalistin Charlotte Wiedemann über die heutige Auslands- und Islamberichterstattung und die Realität moderner Medien

„Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben“

(iz). Was sind Massenmedien heute? Handelt es sich dabei um Instrumente der Informationsvermitt­lung, um ideologische Machtvehikel oder am Ende nur um Mittel zur Gewinnmaximierung der Besitzer? Die Antwort dürfte wohl nicht eindeutig ausfallen. Natürlich beschäftigt dies Medienwissenschaftler, aber insbesondere bei neuralgischen Themen wie Islam oder dem Nahen Osten hat sie ganz konkrete Auswirkungen auf das Bild von der kollektiven Wirklichkeit.

In ihrem neuen Buch „Vom Versuch, nicht weiß zu schreiben.  mehr ...

18.10.2012 IZ-Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek über den Stand des organisierten Islam

„Ich glaube, man kann noch vieles besser machen“

(iz). Zustand und Organisationsgrad des organisierten Islam in Deutschland ist seit geraumer Zeit – auch in der IZ – ein Thema der innermuslimischen Debatte. Insbesondere Angehö­rige der jungen Generationen fühlen sich zusehends nicht durch die oft politisch, ethnisch und sprachlich eingrenzende Sicht muslimischer Verbände angesprochen. Ein Hinweis dafür sind die verstärkt entstehenden Initiativen jenseits der bisher bekann­ten Organisationsformen Verein und Dachverband.

Hierzu sprachen wir mit Aiman Mazyek, dem derzeitigen Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (ZMD).  mehr ...

28.09.2012 Interview mit Dr. Sadiqu al-Mousllie über die Lage in Syrien und Aussichten auf eine friedliche Lösung

„Vierzig bis fünfzig Jahre Diktatur pur“

(iz). Mehr als 18 Monate nach Ausbruch der – anfänglich friedlich verlaufenden – Proteste gegen die Regierungspolitik in Syrien sind die Konfliktparteien in einem tödlichen Kampf verwickelt, an dem viele Akteure teilnehmen. Nicht nur stehen sich in dem nahöstlichen Staat die – mittlerweile mit der Freien Syrischen Armee versehene – Opposition und das alte Regime des Assad-Clans und dem Staatsapparat unerbittlich gegenüber. Es brachen auch Spannungen entlang religiöser und ethnischer Trennlinien aus.  [ABO] mehr ...

17.09.2012 11 Jahre 9/11: „IZ-Begegnung“ mit Paul Schreyer über Hintergründe und Erkenntnismethoden

„Das sind Fähigkeiten, die ans Übermenschliche grenzen“

(iz). Jüngst jährte sich zum elften Mal der Jahrestag des 11. September 2001. Zu sehr wurde das offizi­elle Bild und seine Deutung im Bewusstsein der Menschen verankert, als dass eine Akzeptanz von alternativen Sichtweisen noch als möglich erscheint. Jenseits abstrak­ter historischer Rückbetrachtungen wirft das Desinteresse so genannter „Qualitätsmedien“ an einer ernstzunehmen­den Aufklärung der Hintergründe dieser Angriffe nicht nur ein fragwürdiges Licht auf den medialen Betrieb.  mehr ...

09.09.2012 Am Horn von Afrika: Ethnologe Markus Höhne zur Präsidentschaftswahl am Montag: Interview: Joachim Heinz

„Somalia ist einfach noch nicht reif“

Nachricht aus einem vergessenen Land: Am Montag soll in Somalia ein neuer Präsident gewählt werden. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) spricht der Somalia-Experte Markus Höhne vom Max-Planck-Institut für Ethnologische Forschung in Halle über die aktuelle Lage in dem ostafrikanischen Küstenstaat, der hierzulande höchstens wegen Piratenüberfällen und islamistischen Milizen in die Schlagzeilen kommt.

KNA: Herr Höhne, Somalia bereitet sich derzeit auf die Präsidentschaftswahl vor.  [ABO] mehr ...

01.09.2012 Interview mit Ali Aslan Gümüsay, der sich im Zahnräder Netzwerk für die Förderung interessanter Projekte engagiert

Zwischen Schwarm und Individuum

(iz). Wie sich in Zukunft, für die muslimische Community relevante Projekte und Talente fördern lassen, gehört zu den spannenden und wichtigen Zukunftsfragen des Islam in Deutschland. Bisherige Modelle scheinen entweder ausgereizt oder lassen sich nicht in jedem Fall zum Erfolg bringen. In der muslimischen Tradition hat sich das islamische Stiftungswesen (die Auqaf) in der langen Geschichte als hochflexibles und sehr erfolgreiches Mittel erwiesen, Aufgaben von gemeinschaftlicher wie gesellschaftlicher Be­deutung zu bewältigen.  [ABO] mehr ...

29.08.2012 Interview: Mohanad Khorchide über über den neuen NRW-Islamunterricht. Interview: Andreas Otto

„Nicht nur Gebote und Verbote“

Ein Lehrplan liegt noch gar nicht vor - trotzdem führt Nordrhein-Westfalen zum Schuljahresbeginn den islamischen Religionsunterricht ein. Allerdings stehen auch nur für die wenigsten Schüler Lehrkräfte zur Verfügung.

(KNA). Nordrhein-Westfalen begann als erstes Bundesland im neuen Schuljahr den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht. Die Lehrinhalte soll ein Beirat festlegen, dem auch der muslimische Münsteraner Religionspädagoge Mouhanad Khorchide angehört. Er erläuterte im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur die Grundausrichtung des Lehrplans.  [ABO] mehr ...

28.08.2012 "IZ-Begegnung" mit der Psychotherapeutin Sarah Owega über ihren Beruf, über psychische Probleme bei muslimischen Patienten und Wege zur geistigen Gesundheit

„Man kann weder einfühlsam sein, noch Hilfe zur Selbsthilfe geben, wenn man anfängt, eigene Wertvorstellungen auf andere Menschen anzubringen“

(iz). „Es ist wichtig, als Therapeut den Klienten/die Klientin aus dessen/deren Wertvorstellungen heraus zu begreifen.“ Dies ist eine der Quintessenzen von Sarah Owega, die derzeit als Psy­cho­therapeutin in einer Kölner Praxisgemeinschaft arbeitet. Frau Owega studierte zwischen 1997 und 2003 Psychologie an TU Braun­schweig. Die Niedersächsin absolvierte von 2003 bis 2006 in Köln eine Weiterbildung zur Psychotherapeutin, wo sie sich 2007 mit eige­ner Praxis niederließ.  mehr ...

18.08.2012 M. Khorchide über den neuen Islamunterricht. Von Andreas Otto

„Nicht nur über Gebote und Verbote sprechen»

(KNA). Nordrhein-Westfalen startet als erstes Bundesland im neuen Schuljahr den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht. Die Lehrinhalte soll ein Beirat festlegen, dem auch der muslimische Münsteraner Religionspädagoge Mouhanad Khorchide angehört. Er erläuterte im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Freitag die Grundausrichtung des Lehrplans.

Frage: Herr Professor Khorchide, eigentlich will ich mit Ihnen über den islamischen Religionsunterricht und den Lehrplan dafür reden. Aber vorweg eine andere Frage. Deutschland diskutiert über die Beschneidung.  [ABO] mehr ...

01.08.2012 Wenn Geschichte fasziniert: Interview mit dem begeisterten Osmanen-Fachmann Rasim Marz

„Mich begeistert das friedliche Zusammenleben“

(iz). Geschichte zählt zu den „weichen“ Themen, den vermeintlichen Geisteswissenschaften. Nicht erst seit der Einführung von Master- und Bachelor-Abschlüssen, welche die deut­schen Unis international kompatibel machen sollten, steht Geschichte als Wissenschaft nicht gerade im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Oft dient sie nur als Untermauerung in zeitgenössischen Debatten.

Umso faszinierender kann es sein, jemanden kennenzulernen, der sich mit Herz und Seele dafür begeistern kann und die Goethesche Maxime verkörpert, dass man eine Sache nur verstehen könne, wenn man sie liebt.  mehr ...

01.08.2012 "IZ-Begegnung" mit dem humanitären Aktivisten, Journalisten und Autor Rupert Neudeck über Neo-Moslems, Grünhelme und "humanitäre Interventionen"

"Ich verbiete Politikern und Militärs, 'humanitär' zu benutzen"

Es finden sich überall - und immer wieder - Menschen, die sich nicht auf einen Aspekt festlegen lassen. Selbst, wenn sie durch diesen bekannt werden. Eines der prägenden Beispiele für einen solchen Charakter ist der Journalist, humanitäre Helfer und Aktivist Rupert Neudeck. Neudeck zeichnet sich - von seinem Einsatz von Andere einmal ganz abgesehen - durch die Breite seiner Bildung aus, die auch vor dem zeitgenössischen Islam-Diskurs nicht Halt macht.

Er ist Journalist, Autor, Gründer des Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e.V. und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e.V.  mehr ...

01.08.2012 „IZ-Begegnung“ mit dem Juristen und Brancheninsider Taris Ahmad über Anspruch und Wirklichkeit des „Islamischen Finanzwesens“

Die so genannten „Islamischen Banken“ werden von hauseigenen Juristen lizenziert

„Das islamische Bankwesen ist wie ein Schwein, dass gewissenhaft nach den Prinzipien und Regeln der Scharia geschlachtet wurde.“ (Schaikh Muhammad Tawfiq)

„Die Folge ist, dass die Produkte der ‘Islamic Finance’ wohl gleichermaßen den Armen wie der Umwelt schaden.“ (Taris Ahmad)

(iz). Seit seiner Einführung ist das vermeintliche „Islamische Finanzwesen“ (zu dem nicht nur der Bankensektor, sondern auch andere „islamisierte“ Variationen der kapitalistischen Geldwirtschaft zählen) die Standardantwort aus dem Diskurs des politischen Islam in Sachen Ökonomie.  mehr ...

25.07.2012 Interview: Politikwissenschaftler Heiner Bielefeldt über Beschneidung und Religionskritik. Von Volker Hasenauer

Die Debatte „prägt ein verächtlicher Ton“

(KNA). Die Debatte um jüdische und muslimische Beschneidungen bedeutet für den UN-Sonderberichterstatter über Religionsfreiheit, Heiner Bielefeldt, eine Zäsur: Erstmals finde ein verächtlicher Grundton gegenüber Religionen breitere Resonanz. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) warnt der Politikwissenschaftler am 25. Juli in Erlangen vor Respektlosigkeit gegenüber Religionen.  mehr ...

22.07.2012 Interview: DITIB-Vorsitzender Prof. Dr. Ali Dere über den islamischen Fastenmonat. Von Christoph Schmidt

„Der Ramadan macht Deutschland reicher“

(KNA). Am Freitag, den 20. Juli, begann der islamische Fastenmonat Ramadan. Vier Wochen lang verzichten die Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und andere Genüsse. Das im Qur'an vorgeschriebene Fasten gehört zu den fünf islamischen Grundpflichten und prägt bis zum 18. August auch das Leben der meisten Muslime in Deutschland.  [ABO] mehr ...

27.06.2012 "IZ-Begegnung" mit der angehenden "islamischen Theologin", Journalistin und Herausgeberin Nimet Seker über ihren Studiengang und den Stand muslimischer Gelehrsamkeit in Deutschland

„Einen Durst nach Wissen“

(iz). Die Einrichtung von uni­versitären Lehrstühlen der so genannten „Islamischen Theologie“ und die im Zusammenhang stehende Einführung eines „Islamischen Religionsunterrichts“ gelten vielen als der wich­tigste materielle Fortschritt für muslimische Community in den letzten Jahren. Insbesondere, weil in den Augen mancher so eine Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft und Körperschaft des öffentlichen Rechts mit vorbereitet werden könne.

Jenseits religions- und bildungspolitischer Fragen stellt die „Islamische Theologie“ eine ambivalente Entwicklung dar.  mehr ...

30.05.2012 Interview mit dem Juristen Cefli Ademi zu den islamischen Grundlagen

Was ist das islamische Recht? (2)

(iz). Fallen Begriffe wie „Islamisches Recht“, „Schari’a“ oder „Fiqh“ gehen bei ­vie­len Menschen die Alarmglocken los. Vorgefertigte Vorstellungen ersetzen eine unverstellte Diskussion, und ­Muslime, die sich auf ihre religiös-normative Schriftquellen berufen möchten, werden so nicht selten in die Defensive gedrängt. Momentan dominiert die so genannte „Islamische Theologie“ den intellektuellen Diskurs über solche Fragen.  mehr ...

30.05.2012 "IZ-Begegnung" mit Markus Henn von der Nichtregierungsorganisation WEED über den Anstieg globaler Lebensmittelpreise

Tödliche Spekulation

(iz). Heute gilt der bequeme Grundsatz, dass wir nur für ­unser politisches, aber nicht für unser ­öko­no­misches Handeln Verantwortung übernehmen. Im Hier und Jetzt gibt es realen Grund zur Em­pö­rung. Die verbreitete Spekulation mit Nahrungsmitteln kostet unter unseren Augen jeden Tag neue Opfer. Nicht alle nehmen das schweigend hin. Mit verschiedenen Aktionen haben in der letzten Zeit einige NGOs dagegen protestiert, wie Finanzinvestoren die Preise von Nahrungsmit­teln beeinflussen.

Eine der hier ­engagierten Einrichtung ist WEED e.V.  mehr ...

10.05.2012 Westafrika: Der nigerianische Bischof Kukah über den Terror von Boko Haram. Von Christoph Schmidt

„Die Ursachen sind Korruption und Gleichgültigkeit“

Seit Jahren verbreitet die Terrorgruppe Boko Haram im Norden Nigerias mit Attentaten und Überfällen Angst und Schrecken. Ihr Motto tragen sie im Namen, der übersetzt soviel bedeutet wie „Westliche Bildung ist Sünde“. Hunderte Christen starben allein in diesem Jahr durch Bombenanschläge gegen Kirchen. m Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch in Aachen analysiert der katholische Bischof von Sokoto, Matthew Kukah, die gespannte Situation in seinem Heimatland.

KNA: Bischof Kukah, die schwersten Anschläge von Boko Haram liegen einige Monate zurück.  mehr ...

26.04.2012 "IZ-Begegnung" mit dem Schriftsteller Feridun Zaimoglu

„Der Kapitalismus frisst alle Kinder“

(iz). Dem Dichter - wie dem gesamten Berufszweig der „Intellektuellen“, wird im Feuilleton und auf Festveranstaltungen gerne ein gewisser Respekt erwiesen. Oft genug verharren viele, nicht alle, in diesem Bannkreis, oder nehmen als sprachliche Kunsthandwerker am allgemeinen Spektakel teil. Wollen sie mit relevanten Beiträgen an Debatten teilnehmen, bleiben sie - jenseits des Feuilletons - zu oft unge­hört oder, wie der Fall Grass belegt, werden von der Herde niedergebrüllt und schnell in ihre Reihen zurückgedrängt.  mehr ...

22.04.2012 Interview: Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza zum Einfluss radikaler Strömungen

„Deutungshoheit des Islam wieder dem Mainstream zurückgeben“

(iz). ­Es sind gelegentlich die Extreme, die Muslime nach Außen, aber auch in der Binnenwahrnehmung bestimmen. ­Insbesondere wegen der bisherigen ­Zurückhaltung des Mehrheitsislam schaf­fen es Kleingruppen oft, dass ihre Sicht der Dinge dominiert - zum Schaden aller Muslime.

Hierzu sprachen wir mit Muhammad Sameer Murtaza, der vor Kurzem mit einem längeren Debattenbeitrag über Extremismus, seine Ideologie und die Folgen für die Muslime Stellung bezo­gen hat. Murtaza ist Islamwissenschaft­ler bei der Stiftung Weltethos.  mehr ...

04.04.2012 Interview mit dem MacherInnen des Auktionshauses SelishA

„Wir merkten, wie rar das Angebot ist“

(iz). Wer heute einen Laden eröffnen will, braucht nicht nur eine gute Geschäftsidee, sondern muss auch mit unzähligen Kosten rechnen, von denen die Ladenmiete einen großen Anteil auffrisst. Gleichzeitig hat sich das Internet in den letzten zehn Jahren als wichtiger Marktplatz für alle Menschen entwickelt, die gerne handeln möchten, aber keinen Laden führen wollen oder können. Der Erfolg von Unternehmen wie Ebay spricht für das Modell.

Muslimen ist von Haus aus der Handel nicht unbekannt.  mehr ...

19.03.2012 Humorvoll: Anja Hilscher spricht über ihre neues Buch, mit dem sie vor allem aufklären möchte

"Phönix aus der Asche"

(iz). Angesichts eines offenkundigen Negativimages stellen sich mittlerweile viele, unterschiedliche Muslime in Deutschland die Frage, was sie daran än­dern könnten. Die Notwendigkeit zur einem aktiven Herangehen an ­diese Notwendigkeit steht heute und für die nähere Zukunft ohne Frage auf der Tagesordnung der muslimischen Community.

Die deutsche Muslimin Anja Hilscher, freie Autorin und Sprachlehrerin, veröffentlicht im Frühling ihr Buch „Ima­geproblem.  mehr ...

02.03.2012 Umstrittene Jugend-Studie: IZ-Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Frindte zu den Ergebnissen seiner Erhebung

"Sicherlich ein problematisches Feld"

"Vergleicht man dies mit unseren Befunden, dann haben wir an den Rändern der deutschen Mehrheitsgesellschaft und der muslimischen Minderheit sicherlich ein problematisches Feld, dass sich wechselseitig aufschaukeln kann."

Jena/Berlin (iz). Knapp eineinhalb Tage nach Veröffentlichung der Studie "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland" ist die medial-öffentliche Debatte voll entbrannt. Wie bereits zuvor bildeten sich sehr schnell die Gräben zwischen Kritikern und Befürwortern der Studie.  mehr ...

01.03.2012 „Grundrecht auf freie Religionsausübung muss gesichert sein.“ Interview von Rusen Timur Aksak mit dem Autor Richard Potz

Muslime in Österreich

Die österreichische Ausgabe der internationalen türkischen Tageszeitung "Zaman" führte ein wichtiges Gespräch mit dem Autor Richard Potz über sein neues Buch „Muslime in Österreich“, viktorianische Sittenmoral, modernistisch-fundamentalistische Theologen und „unpassende“ Lehrinhalte in Lehrbüchern

Zaman: In Kürze erscheint Ihr neues Buch „Muslime in Österreich“. Sie sind Co-Autor. Freut man sich als Wissenschaftler über das Thema Islam, weil es für Grundaufmerksamkeit sorgt?

Richard Potz: Als Wissenschaftler freut man sich immer über Veröffentlichungen.  mehr ...

27.02.2012 Interview mit der Germanistin Heike Wiese

Was soll „Kiezdeutsch“ sein?

„Allah, auf sie“ oder „Ich bin Alexanderplatz“ - Viele haben solche Sätze schon einmal gehört. Fast scheint es, als sei Kiezdeutsch, zumindest in den Großstädten, in aller Munde. Die Potsdamer Germanistin Heike Wiese erforscht das Phänomen seit neun Jahren. Am Donnerstag erscheint ihr Buch zu dem Thema im Münchner Beck-Verlag. Im Interview erläutert Wiese die Besonderheiten des neuen Dialekts.  [ABO] mehr ...

27.02.2012 Tunesien: Interview mit Rachid el-Ghannouchi. Interview: Tahir Chaudhry

„Es gibt keine ideale Gesellschaft“

(iz). Bei uns wäre so etwas undenkbar: Eine Gruppe ausländischer Studenten geht - mehr oder weniger - unangekündigt in die Zentrale der siegreichen Partei und will ihren Vordenker treffen. Unwahrscheinlich. Einer kleinen Schar deutscher Studenten ist es gelungen, den langjährigen Vordenker der tunesischen Ennahda-Bewegung Rachid el-Ghannouchi zu treffen. Anbei dokumentieren wir Teile dieser spontanen Begegnung.  [ABO] mehr ...

27.02.2012 "IZ-Begegnung" mit dem jungen Autor und Journalisten Eren Güvercin über sein neues Buch und die Lage der Muslime in Deutschland

„Ein ganz natürlicher Bestandteil der Gesellschaft"

(iz). Wie ist die Lage der deutschen Muslime? Bisher waren es vor allem Beobachter von Außen, die dazu - mehr oder weniger qualifizierte - Aussagen treffen. Im April erscheint im Herder Verlag „Neo-Moslems. Porträt einer deutschen Generation“. Darin versucht der junge Autor Eren Güver­cin, neue und nach ­vorne weisende Antworten auf offene Fragen zu geben. Ihm geht es insbesondere um selbstbewusste Ansätze, mit denen sich die junge Generation der Muslime konstruktiv und überraschend zu Wort meldet.  mehr ...

15.02.2012 Interview mit dem Philosophen Alfred Denker

Unterwegs in Sein und Zeit

Martin Heidegger sorgt heute immer noch für viele Irritationen und Polarisierungen. Die einen lieben ihn, andere wiederum halten ihn für einen Nazi-Philosophen. Aber sowohl Kritiker und Verteidiger Heideggers geben zu, dass man an ihm als Philosophen des letzten Jahrhunderts nicht vorbeikommt. Sein Hauptwerk "Sein und Zeit" ist für jeden, der sich mit der Philosophie beschäftigt, eine Pflichtlektüre.  mehr ...

13.02.2012 Hintergrund: Rachid el-Ghannouchi stellte sich den Fragen deutscher Studenten

„Es gibt keine ideale Gesellschaft“

(iz). Bei uns wäre so etwas undenkbar: Eine Gruppe ausländischer Studenten geht - mehr oder weniger - ungeplant in die Zentrale der siegreichen Partei und will den Kopf der Partei treffen. Unwahrscheinlich. Eine kleinen Schar junger, deutscher Studenten ist es gelungen, den Kopf der tunesischen Ennahda-Bewegung Rachid el-Ghannouchi zu treffen. Anbei dokumentieren wir die Fragen und Antworten dieser spontanen Begegnung.

Frage: Welche Rolle spielt Deutschland in den internationalen Beziehungen Tunesiens?

Ghannouchi: Uns verbindet mit Deutschland eine sehr gute Freundschaft.  [ABO] mehr ...

10.02.2012 Bekannter syrischer Autor: Keine Hoffnung auf baldiges Ende der Gewalt in Syrien (Gespräch von Andrea Löbbecke)

Rafik Schami ist pessimistisch

Rafik Schami ist pessimistisch. Die Gewalt in Syrien wird nicht so bald enden, meint er. Hoffnung macht dem Schriftsteller, dass Deutschland sich auf die Seite des syrischen Volkes gestellt habe.

Marnheim/Mainz (dpa) - Der deutsch-syrische Schriftsteller Rafik Schami sieht keine Chancen mehr auf ein baldiges Ende der Gewalt in Syrien. Der Bürgerkrieg sei längst im Gange, erklärte der 65-Jährige im Interview der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. Er begrüßte, dass sich die Haltung der Bundesregierung zu syrischen Spionen gewandelt habe und sie nun auf der Seite des syrischen Volkes stehe.  mehr ...

28.01.2012 MuteS-Geschäftsführer Imran Sagir über Ehrenamt und Integration

Akteur im sozialen Bereich

Seit Jahren wird in Deutschland über die Bedeutung des Ehrenamts gesprochen. Berliner Muslime, unter Leitung von Islamic Relief Deutschland beteiligen sich daran mit der Muslimischen Telefonseelsorge MuTeS. Über die Erfahrungen des Projekts sprachen wir mit seinem Geschäftsführer Imran Sagir.

Islamische Zeitung: Im Mai diesen Jahres blickt MuTeS auf drei Jahre TelefonSeelsorge zurück. Wie würdest du die Entwicklung dieses Projektes beschreiben?

Imran Sagir: Zunächst konzentrierte sich unsere Arbeit nur auf den Bereich der Telefonseelsorge.  [ABO] mehr ...

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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Bild der Woche
"Neues Wir-Gefühl" BERLIN. Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten (Foto: Dirk Enters).
Zitat der Woche
„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
Linkliste
Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

Geopoliticus
Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

Union Europäischer Muslime
Webseite der

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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