Salim Nasereddeen: Eine Jugend in Berlin

Salim Nasereddeen wurde vor 27 Jahren in Berlin geboren, wo er aufwuchs und zur Schule ging. Mit ihm sprachen wir über eine Jugend in der Hauptstadt.

27.02.2023 Sulaiman Wilms 8 Min. Lesezeit
Jugend Berlin Muslime

Foto: imago/PMAX

Islamische Zeitung: Als gebürtiger Berliner hast Du in verschiedenen Bezirken gelebt und im Umland. Wie würdest Du das Aufwachsen in der Stadt beschreiben?

Salim Nasereddeen: Wir sind in meiner Kindheit mehrmals umgezogen. Es war teilweise ein Schlüsselmoment, als ich auf die Oberschule kam gegen Ende meiner Schulzeit. Das waren tatsächlich Einschnitte, weil sich parallel mein soziales Umfeld geändert hat. In meiner Grundschulzeit haben wir in Reinickendorf an der Grenze zum Wedding gewohnt, wo es 2001 bereits migrantisch geprägt war. Das direkte Umfeld meiner Kindheit würde ich als migrantisch-bürgerlich beschreiben. Auf der Grundschule habe ich wenige soziale Missstände gesehen. Ich glaube nicht, dass wir viel Geld hatten. Aber meine Eltern haben mich das nicht spüren lassen. Die Gegend war sicher, sodass wir Nachbarskinder draußen spielen konnten.

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