, ,

Mitgliederversammlung: Das IZH verlässt die Schura Hamburg

Foto: Zairon, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 4.0

Hamburg (Schura Hamburg/iz). Am 20. November 2022 tagte die Schura Mitgliederversammlung zu verschiedenen, für das muslimische Leben in Hamburg relevanten Themen wie den Bereich Religionsunterricht für alle 2.0., die Lehramtsstudiengänge an der Universität Hamburg, interreligiöser Dialog, einheitlicher Gebetskalender, Antimuslimischer Rassismus und die Meldestelle Marwa.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Mitgliedschaft des IZH in der Schura. Nach einem langwierigen Prozess der Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen, hat das IZH am 20.11.2022 in der SCHURA Vollversammlung seinen Austritt bekanntgegeben.

„Wir beobachten seit längerer Zeit die starke Fokussierung auf das IZH und seine Mitgliedschaft innerhalb der Schura. Die Weiterentwicklung als Gemeinschaft bedarf der konstruktiven Auseinandersetzung innerislamisch sowie gesamtgesellschaftlich relevanter Themen für das muslimische Leben in Hamburg. Wir haben es uns nicht einfach gemacht und zahlreiche Gespräche geführt, die zu dem Resultat geführt haben, dass das IZH kein Mitglied mehr bei der Schura ist“, erklärte Fatih Yildiz, Vorsitzender der Schura.

„Gleichzeitig möchten wir bei allem Verständnis für Kritik nochmal deutlich hervorheben, dass Kritik konstruktiv geäußert werden sollte. Anfeindungen gegenüber dem IZH, Koranverbrennungen, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Hetze und Hass sind eindeutig grenzüberschreitend. Diese Form der Kritik ist absolut inakzeptabel und darf keinen Nährboden in unserer Stadt finden“, so Özlem Nas, stellvertretende Vorsitzende und Antirassismusbeauftragte.

Die SCHURA wünsche dem IZH für den weiteren Weg und Orientierung alles Gute und stehe mit ihrer Expertise auch nach dem Austritt geschwisterlich zur Verfügung. SCHURA werde sich weiterhin für die Belange von Hamburger MuslimInnen einsetzen.

Die Mitgliederversammlung fasste am Ende der Mitgliederversammlung noch einen Beschluss für einen einheitlichen Gebetskalender: „Dies ist ein historischer Beschluss und ein wichtiges Zeichen für die Einheit der MuslimInnen über Hamburger Grenzen hinaus“, so abschließend Imam Zulhajrat Fejzullahi, Vorsitzender des Gelehrtenrates der Schura.