Pandemie: Religion half einer Minderheit

Laut Religionsmonitor 2023 setzten die meisten Deutschen in der Pandemie auf Familie, Nachbarschaft und Wissenschaft. Religion war vor allem für schon Gläubige wichtig. Die engagierten sich aber überproportional sozial.

02.03.2023 Christoph Scholz 3 Min. Lesezeit
Pandemie Türkei Tod

Sterben in der Krise: Türkische Angehörige eines Covid-19-Opfers nach seiner Bestattung am Grab. (Foto: Shutterstock, H. Aldemir)

Berlin (KNA/iz). Not lehrt beten, lautet ein alter Spruch. In Zeiten der Coronapandemie scheint er allerdings nicht gegriffen zu haben. Denn die große Mehrheit setzte nach Angaben des Religionsmonitors 2023 der Bertelsmann Stiftung ihre Hoffnung eher auf ihre Familie. Das gaben 90 Prozent von knapp 4.400 Deutschen ab 16 Jahren an, die das Infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft im Juni und Juli befragte. Und 85 Prozent sahen die Wissenschaft als besonders hilfreich an. Die Religion war dabei hingegen nur noch für weniger als ein Drittel der Befragten wichtig.

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