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Regierungsbeauftragter für Religionsfreiheit Grübel: Online-Plattformen tragen Verantwortung

Foto: Markus Grübel, Twitter

Berlin (KNA). Nach Auffassung des Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), müssen Betreiber von Online-Plattformen wie Facebook mehr Verantwortung für Inhalte übernehmen und ihre Geschäftsmodelle reformieren. Algorithmen dürften nicht zur Verbreitung von Hass und Hetze beitragen, forderte Grübel am 5. Oktober in Berlin. Er äußerte sich anlässlich der Anhörung der ehemaligen Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen vor dem US-Senat.

Grübel kritisierte, dass die Modelle vieler Online-Plattformen auf Aufmerksamkeitsmaximierung basierten. Online-Hassreden könnten zu einer realen Gefahr für Betroffene werden. Darunter litten besonders religiöse und weltanschauliche Gruppen.

Er verwies als Beispiel auf den „verheerenden Einfluss auf den ethnischen Konflikt in Myanmar“. Parallel zu den Vertreibungen der mehrheitlich muslimischen Rohingya im Jahr 2017 sei auf Facebook eine virtuelle Hass-Kampagne gegen diese Personengruppe verbreitet worden.

Zugleich dürfe die Eindämmung strafbarer Online-Hassrede nicht zur Einschränkung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit oder der Meinungsfreiheit führen. Außerdem müssten die Kompetenzen junger Menschen und Medienschaffender im Umgang mit Sozialen Medien gestärkt werden.

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