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Gemeinsam für Menschen da sein – das MuTeS

Telefonseelsorge MuTeS Berlin

Am 11. November feierte das Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) gemeinsam mit Vertreterinnen der Kirche und Stadt Berlin das 15-jährige Bestehen des Muslimischen SeelsorgeTelefons bei einem Festakt in Berlin Schöneberg. (IRD). Seit […]

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US-Wahlen: Trump und die Muslime

muslim

In der symbolischen Stadt Dearborn (Michigan) haben sich arabischstämmige und muslimische WählerInnen von den Demokraten abgewandt – und Trump gewählt. Dessen Anhänger sprechen erneut von einem „Muslim-Bann“. (iz). Es war […]

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Der neue alte Mann. Trump und die muslimische Welt

trump schlimmer Republikaner

Eine Präsidentschaft von Donald Trump wird für so gut wie jede Interessengruppe auf der Welt unvorhersehbare Folgen haben. Muslime und die muslimische Welt könnten diese historische Erschütterung besonders stark zu […]

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Kurzmeldungen aus Ausgabe 354: von der Klimakonferenz bis zum Trump-Sieg

Kurzmeldungen

Kurzmeldungen Ausgabe 354: In dieser Ausgabe spannen sich die internationalen Meldungen von der Weltklimakonferenz, über Kopftuchverbote in Frankreich bis zum Trump-Sieg.

Klima: Guterres lobt Baku-Beschlüsse

BAKU (KNA). UN-Generalsekretär Antonio Guterres sieht die Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Baku als Teilerfolg. Er habe auf ein ehrgeizigeres Ergebnis gehofft, erklärte Guterres am 24. November in der aserbaidschanischen Hauptstadt. „Aber dieses Abkommen liefert eine Basis, auf der man aufbauen kann“. Nun komme es darauf an, dass die Staaten im kommenden Jahr weitere Klimaaktionspläne in Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Ziel vorlegten. „Das Ende des Zeitalters der fossilen Brennstoffe ist wirtschaftlich unausweichlich“, so Guterres. Die G20-Länder als größte Verursacher müssten dabei führen. Die Verhandlungen der mehr als 190 Teilnehmerstaaten hätten in einer Situation globaler Unsicherheit und Spaltung stattgefunden. Dennoch hätten die Teilnehmer bewiesen, dass multilaterale Zusammenarbeit auch schwierige Themen bewältigen könne. Am Sonntagmorgen hatten sich die Staaten bei der Weltklimakonferenz COP29 in Baku nach verlängerten, zähen Unterhandlungen auf ein Ergebnis geeinigt. Wichtigstes Resultat: Industrieländer sollen bis 2035 jährlich mindestens 300 Mrd. US-Dollar an Klimahilfen für ärmere Staaten zahlen. Bisher lag die Marge bei 100 Mrd., Ziel bleibt eine Jahressumme von 1,3 Billionen US-Dollar. Die aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien sollen erst schrittweise an der Zahlung beteiligt werden. Keine konkreten Fortschritte gab es bei der globalen CO2-Reduzierung. Hier blockierten Öl- und Gasförderländer wie Saudi-Arabien weitergehende Beschlüsse.

EU borrell

Foto: Josep Fontanelles Borrell, X

Borrell: Haftbefehle bindend für Vertragsstaaten

BRÜSSEL (KUNA/IZ). Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, sagte am Donnerstag, er habe die Haftbefehle des IStGH gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant und einen Hamas-Führer zur Kenntnis genommen. „Diese Entscheidungen sind für alle Vertragsstaaten des Römischen Statuts bindend, zu denen alle EU-Mitgliedstaaten gehören“, schrieb er in seinem X-Account. Am 21. November beschuldigte der Strafgerichtshof Netanjahu und Galant sowie den Hamas-Führer Mohammad Deif, seit den Angriffen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben.

Frauenrechte werden weltweit abgebaut

NOTTINGHAM (The Conversation). Vom Irak über Afghanistan bis hin zu den USA werden die Grundfreiheiten für Frauen ausgehöhlt, da Regierungen bestehende Gesetze zurücknehmen. Erst vor wenigen Monaten führten die Taliban, die 2021 die Kontrolle über das Land wiedererlangten, ein Verbot für afghanische Frauen ein, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Ab August umfasste das Verbot auch das Singen, lautes Lesen, das Rezitieren von Gedichten und sogar das Lachen außerhalb ihrer Häuser. Die erste Amtszeit von Donald Trump hat gezeigt, dass es in seiner zweiten Präsidentschaft zu einer weiteren Aushöhlung der Frauenrechte kommen könnte. Die UN-Organisation UN Women schätzt, dass es weitere 286 Jahre dauern könnte, bis die weltweiten geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Rechtsschutz beseitigt sind. Kein Land hat bisher die Gleichstellung der Geschlechter erreicht, was sich am Lohngefälle, der rechtlichen Gleichbehandlung und dem Ausmaß der sozialen Ungleichheit ablesen lässt. Frauen und Mädchen werden nach wie vor in allen Teilen der Welt diskriminiert, und es scheint, als würde sich die Lage verschlechtern.

libanon

Foto: TexBr, Shutterstock

Bomben gefährden Menschen und Kultur

BEIRUT (IPS). Mit dem Herannahen des Winters bedrohen die anhaltenden Luftangriffe und Bombardierungen im Libanon das Leben und die Lebensgrundlagen der Zivilbevölkerung im ganzen Land und in den Nachbarregionen, was zu einer sprunghaft ansteigenden Zahl von Todesopfern und Vertriebenen geführt hat. Seit die Feindseligkeiten im September eskalierten, wurden im Libanon zahlreiche wichtige Infrastruktureinrichtungen zerstört, darunter auch historische Stätten, die für die libanesische Geschichte von großer Bedeutung sind. Im Verlauf des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah haben die Luftangriffe der israelischen Streitkräfte (IDF) auch vor Zivilisten nicht Halt gemacht. Wiederholte Luftangriffe in der Hauptstadt Beirut haben unter der Zivilbevölkerung weit verbreitete Angst ausgelöst, dass sich Hisbollah-Funktionäre unter ihnen verstecken und sie weiteren Angriffen aussetzen. Die hohe Zahl an Vertriebenen erhöht den Druck auf die humanitären Bemühungen in dieser Krise. Laut einem Bericht des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) sind seit der Eskalation der Feindseligkeiten im September etwa 473.000 Menschen aus dem Libanon nach Syrien geflohen. Es wurde hinzugefügt, dass durchschnittlich etwa 500 bis 600 Flüchtlinge täglich die libanesische Grenze überqueren.

Die Todeszahlen steigen weiter an

BEIRUT (KUNA). Das Notfallzentrum des libanesischen Gesundheitsministeriums gab am 16. November bekannt, dass die Zahl der Todesopfer durch israelische Luftangriffe auf 3.452 gestiegen ist, wobei 14.664 Menschen verletzt wurden. Bei erneuten Luftangriffen auf Städte wie Al-Khribeh in Baalbek wurden bpsw. sieben Menschen getötet und 65 verletzt, darunter drei Kinder.

Die gefährlichste Region für Journalisten

GENF (KUNA). Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, äußerte am 1. November seine große Sorge um die Sicherheit von Journalisten in Konfliktgebieten, insbesondere im Nahen Osten, den er als die gefährlichste Region für sie bezeichnete. In einer Erklärung aus Genf anlässlich des Internationalen Tages gegen Straflosigkeit bei Verbrechen an Journalisten hob Türk den erheblichen Verlust an Menschenleben unter palästinensischen Journalisten hervor. Er wies darauf hin, dass über 80 % der Morde an Journalisten ungestraft bleiben, insbesondere in Gebieten wie Gaza, der Ukraine, dem Sudan und Myanmar. Im Jahr 2023 wurden 71 Journalisten getötet, 61 davon im Dienst, und mehr als 300 weitere wurden inhaftiert.

Foto: foxnews.com, Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 4.0

Smog: Rauchschwaden belasten das Punjab

ISLAMABAD (KNA). Die Regionalregierung des Punjab hat den anhaltenden dichten Smog zur „Gesundheitskrise“ erklärt. Es handle sich um eine Folge des Klimawandels, hieß es am 15. November in einer Erklärung. Experten machten indes in erster Linie den Autoverkehr für die massive Luftverschmutzung in der Region verantwortlich: So seien allein in der Stadt Lahore täglich 5,2 Mio. Motorräder und 1,3 Mio. Autos auf den Straßen unterwegs. Der Smog beeinträchtigt inzwischen einen Großteil der Menschen in Punjab, das mit 128 Mio. Einwohnern die bevölkerungsreichste Provinz ist. Allein innerhalb eines Monats seien dort zwei Mio. Fälle von Atemwegserkrankungen registriert worden.

Militärkampagne bringt Leid und Zerstörung

NEW YORK (KUNA). Der zermürbende Krieg und Israels verheerende Militäraktion in Gaza habe zu Massenvernichtung und enormen Verlusten geführt, sagte der UN-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Tor Wennesland, am 18. November. In einer Besprechung vor dem UN-Sicherheitsrat zur Lage im Nahen Osten erklärte er: „Nach über einem Jahr schrecklichen Krieges und Blutvergießens steht die Region an einem düsteren Scheideweg.“ Er sagte: „Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln – gemeinsam mit den Parteien –, um den gefährlichen Kurs, auf dem wir uns befinden, zu ändern.“ Wennesland warnte, dass die humanitäre Lage in Gaza zu Beginn des Winters „katastrophal“ sei, insbesondere die Entwicklungen in Nordgaza mit einer großflächigen und nahezu vollständigen Vertreibung der Bevölkerung und weit verbreiteter Zerstörung und Rodung von Land, inmitten einer beunruhigenden Missachtung des humanitären Völkerrechts. Er erklärte, dass das besetzte Westjordanland weiterhin in einer „destruktiven Spirale aus Gewalt und Hoffnungslosigkeit“ gefangen sei.

Gewalt journalisten

Foto: Marwan Hamouu, Shutterstock

Guterres forderte Schutz von Journalisten

GENF (KUNA). UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte am 1. November den Schutz von Journalisten in Gaza und allen besetzten palästinensischen Gebieten. In einer Botschaft, die bei der Eröffnung des Internationalen UN-Medienseminars zum Frieden im Nahen Osten in Genf verlesen wurde, betonte Guterres die Position der Vereinten Nationen, die eine politische Lösung der Krise und ein Ende der israelischen Besatzung fordert. Das Leid der Journalisten sei „beispiellos“. Die anhaltende Verfolgung von Journalisten zeige, wie sich die Lage im Gazastreifen und in allen palästinensischen Gebieten verschlechtere.

Bedroht durch Krankheit, Hunger und Krieg

NEW YORK (IPS). Da sich die Lebensbedingungen im Sudan infolge des sudanesischen Bürgerkriegs verschlechtern, nehmen die Hungersnot und die Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht unter den rund 11,5 Millionen Vertriebenen weiter zu. Konflikte zwischen den Rapid Support Forces (RSF) und den sudanesischen Streitkräften (SAF) haben die Hilfsmaßnahmen erheblich behindert, sodass Millionen von Zivilisten mit weit verbreiteten Krankheiten und einem allgemeinen Mangel an lebensnotwendigen Ressourcen zu kämpfen haben. Neue Daten von UNICEF zeigen, dass der Süden des Landes am stärksten von der Hungersnot betroffen ist. Schätzungsweise 57 Prozent der Bevölkerung sind während der mageren Jahreszeit 2025 akut von Ernährungsunsicherheit bedroht. Kinder sind unverhältnismäßig stark betroffen, und viele von ihnen sind auf der IPC-Skala (Integrated Food Security Phase Classification) den höchsten Stufen von Hunger und Unterernährung ausgesetzt.

Foto: Fibonacci Blue, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY 2.0

Kongress: Drei Muslime erneut gewählt

WASHINGTON (Agenturen). Bei den Kongresswahlen am Dienstag wurden drei muslimische Kandidaten erneut in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Die demokratische Abgeordnete Rashida Tlaib, die einzige palästinensische Amerikanerin im Kongress, konnte ihren Sitz im 12. Kongressbezirk von Michigan verteidigen. Ilhan Omar, die erste von zwei muslimischen Frauen im Kongress, gewann eine dritte Amtszeit als Vertreterin des Bundesstaates Minnesota im Mittleren Westen. Der demokratische Abgeordnete Andre Carson wurde im 7. Bezirk von Indiana wiedergewählt, wo er den Republikaner John Schmitz besiegte.

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Straftaten gegen Muslime steigen

Hassverbrechen Polizei muslime

Nicht nur jüdische Menschen, auch Muslime klagen über zunehmende Anfeindungen. Ein Gradmesser dafür ist die Statistik der Polizei.

Berlin (dpa). Die Zahl der Menschen, die in Deutschland bei islamfeindlichen Straftaten verletzt werden, steigt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Petra Pau (Die Linke) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach zählten die Polizeibehörden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bundesweit 42 Verletzte durch Straftaten, bei denen ein islamfeindliches Motiv angenommen wird, darunter sind vier Schwerverletzte.

Da Straftaten manchmal nicht direkt gemeldet werden beziehungsweise ein islamfeindliches Motiv häufig erst im Laufe der Ermittlungen erkannt wird, handelt es sich um vorläufige Zahlen.

Anstieg um 50 Prozent

Bei der von Pau ein Jahr zuvor gestellten Anfrage hatte die Bundesregierung unter Berufung auf Zahlen der Sicherheitsbehörden von 28 Leichtverletzten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 berichtet.

Die Antwort der Regierung zeichne ein besorgniserregendes Bild, sagte Pau. Zwar seien im dritten Quartal dieses Jahres mit 117 Fällen weniger Taten gemeldet worden als im zweiten Quartal, als es 139 Straftaten waren. Doch sei eine zunehmende Brutalität der Angriffe zu erkennen. 

„Die steigende Zahl der Gewaltopfer verdeutlicht, wie ernst die Bedrohung für Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden, ist, und wie nötig entschiedene Maßnahmen zum Schutz und zur Prävention sind“, sagte Pau.

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Arabisch-amerikanische Wähler frustriert von Kandidatin Harris

harris

Kostet der Krieg in Gaza und im Libanon Kamala Harris den Sieg im umkämpften Bundesstaat Michigan und damit das Weiße Haus? Die arabisch-amerikanische Gemeinschaft hat den Demokraten in großer Zahl den Rücken gekehrt.

Washington (KNA). Sie galt als aufsteigender Star in der Partei. Mit nur 31 Jahren zog die aus einer palästinensischen Familie stammende Ruwa Romman als erste Muslimin in das Parlament des Südstaats Georgia ein. Der Krieg in Gaza stellt die Demokratin, wie sie sagt, vor „eine unmögliche Entscheidung“. Kamala Harris hat ihre Erwartungen an einen Kurswechsel nicht erfüllt, Donald Trump hält sie für geradezu gefährlich – in den USA und für ihre Familie im Nahen Osten. Von Bernd Tenhage

Rommans Mutter stammt aus Hebron, ihr Vater aus dem Dorf Suba nahe Jerusalem. Sie selbst wuchs in Forsyth County auf, derselben Gegend wie die rechtsradikale Abgeordnete Marjorie Taylor Greene. Vor zwei Jahren gelang der Demokratin, die sich in der Öffentlichkeit mit Kopftuch zeigt, der historische Einzug ins Parlament von Georgia.

Während des Gaza-Kriegs wurde Romman zu einer der Stimmen der nationalen „Uncomitted-Bewegung“, die Joe Biden bei den Vorwahlen wegen Gaza einen Denkzettel verpassen wollte. In Michigan stimmten mehr als 100.000 Menschen „Uncomitted“, also für keinen Kandidaten – mehr als genug, um den Ausgang knapper Wahlen am 5. November zu entscheiden.

Nach dem Rückzug Bidens sollte Romman für die Bewegung auf dem Parteitag der Demokraten in Chicago mit einer versöhnlichen Rede helfen, die Partei hinter Vizepräsidentin Harris zusammenzubringen. Doch die Regie erlaubte den Auftritt nicht. Darin sieht Romman bis heute eine verpasste Chance. Dafür spricht auch das durchgesickerte Manuskript.

Sie fühle sich geehrt, heißt es in der nie gehaltenen Rede, „die erste Palästinenserin“ zu sein, „die je auf einem Parteitag der Demokraten sprechen darf“. Danach beschreibt sie ihre Herkunft, lobt die breite Koalition der Demokraten, verspricht Unterstützung für Harris und fordert im Gegenzug „einen Waffenstillstand zu erreichen, das Töten von Palästinensern zu beenden, alle israelischen und palästinensischen Geiseln zu befreien und einen Weg zu kollektivem Frieden und Sicherheit zu finden“.

Foto: Ruwa Romman

Bis heute versteht sie nicht, warum Harris die Chance nicht nutzte. Und Romman wartet bis heute vergeblich auf eine klare Positionierung der Kandidatin. Was sie selbst dem Vorwurf aussetzt, zu nachgiebig zu sein. Rückversicherungen von Emissären an die Gemeinschaft seien nicht genug, insistiert die junge Frau. „Ich habe schon in der Schule keine geheimen Freundschaften gemocht.“

Eine Woche vor den Wahlen findet sie sich wie viele arabischstämmige Amerikaner zwischen allen Stühlen wieder. „Die Menschen sehen seit einem Jahr die Bilder der Zerstörung in Gaza durch den Einsatz amerikanischer Bomben“, beschreibt Romman die Lage. „Da spielt die Parteizugehörigkeit keine Rolle.“ Es sei schwer für die Menschen, jemanden zu wählen, den sie für das Elend ihrer Verwandten mitverantwortlich machen.

Im wichtigen Swing State Michigan könnte das Harris den Wahlsieg kosten. Dort leben laut Arab American Institute fast 400.000 arabischstämmige Amerikaner. Eine aktuelle Erhebung des Instituts zeigt Harris und Trump bei arabisch-amerikanischen Wählern Kopf an Kopf – ein dramatischer Einbruch gegenüber Bidens Unterstützung von 59 Prozent im Jahr 2020.

Der Bürgermeister der mehrheitlich muslimischen Industriestadt Hamtramck, Amer Ghalib, hat bereits Trump unterstützt. Während der prominente libanesischstämmige Politiker Nasser Beydoun aus Dearborn zu der Grünen Jill Stein neigt. „Harris tut nichts, außer ein paar nette Zeilen in Reden zu sprechen“, kritisiert der Geschäftsmann, der bei den Vorwahlen der Demokraten erfolglos für die Nominierung als Senatskandidat angetreten war.

„Die Leute wissen nicht, wohin“, bestätigt Osama Siblani, Herausgeber einer arabisch-amerikanischen Zeitung in Dearborn, dem Politikportal Politico die angespannte Stimmung. „Sie sind völlig zerrissen. Manche werden Trump wählen, nur um Biden und Harris zu bestrafen.“

Das wird Romman nicht tun. Nach langem Ringen hat sie sich entschieden, Harris zu wählen. „Diese Stimme ist nicht für sie, sondern für die Menschen in meinem Bezirk, die keine weitere Trump-Präsidentschaft überleben können“, erklärt sie. Gleichzeitig sei es das Versprechen nach einer Wahl von Harris ins Weiße Haus, „nicht nachzugeben, ein Ende des Massensterbens und der Gewalt zu fordern“.

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Stimmungen – Deutschlands Muslime und die Sorgen am Wahlabend

In Ostdeutschland waren Landtagswahlen. Auch Muslime schauen heute Abend genau hin. Denn es geht nicht nur um die Macht in den Parlamenten in Dresden und Erfurt, sondern um die Stimmung […]

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Auch muslimische Athleten gewannen bei den Pariser Spielen 2024

spiele

Die Vorhänge für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris sind gefallen. Sie markierten einen Erfolg für muslimische Sportler, die weit über 60 Auszeichnungen erringen konnten. (iz). Darunter waren 20 Gold-, […]

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Tipps: Self-Care für muslimische Mütter

mütter

In unserem schnelllebigen Alltag stehen muslimische Mütter vor einzigartigen Herausforderungen, die es ihnen abverlangen, ihre spirituellen Verpflichtungen, familiären Verantwortlichkeiten und ihre persönliche Gesundheit unter einen Hut zu bringen. (TMV). Inmitten […]

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Drogenhilfe: „Im Reich der hungrigen Geister“

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Über Sucht, Trauma und menschliche Abgründe. Einblicke von Luqman Müller über ein Projekt, das Suchtabhängigen von einer muslimischen Perspektive aus zu helfen. (iz). Es war ein kalter, dunkler Abend im […]

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