Mehrheitlich verzerrt. Britische Medien berichten zu weiten Teilen voreingenommen

Medien: Als die Zeitung „The National“ ihre Titelseite über die Voreingenommenheit anderer Blätter betitelte, war das für viele britische Muslime keine Überraschung.

03.04.2026 Malik Özkan 3 Min. Lesezeit
medien britisch

Foto: Copyright Lawrey/Shutterstock

(iz). Seit Jahren sprechen Betroffene von Titeln, in denen Islam fast ausschließlich als Problem, Bedrohung oder Krise vorkommt. Nun liegt mit dem neuen Bericht des Zentrums für Medien-Monitoring (CfMM) erstmals eine systematische Auswertung vor, die dieses Empfinden mit Zahlen unterlegt.

Die Forscher haben dafür mehr als 40.000 Artikel aus 30 großen britischen Medien im Jahr 2025 ausgewertet. Ihr Ergebnis: Rund 70 Prozent dieser Texte verknüpfen Islam oder Muslime mit negativen Themen – von Kriminalität und Terror über soziale Konflikte bis hin zu außenpolitischen Krisen.

Fast die Hälfte der Beiträge weist zudem nach den CfMM-Kriterien einen klaren antimuslimischen Bias auf, also mehrere Merkmale verzerrender oder unfairer Darstellung.

Es geht dabei nicht um einzelne Ausrutscher, sondern um Muster: verallgemeinernde Formulierungen, fehlender Kontext, suggestive Überschriften, die aus Einzelfällen angeblich „typisch muslimische“ Probleme machen.

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.