Motra-Monitor: Nicht mehr nur an den Rändern
Radikale Einstellungen sind kein Randphänomen mehr: Der neue MOTRA-Monitor zeigt ein bleibend hohes Maß rechtsextremer und religiös begründeter Demokratiefeindlichkeit, wachsenden Antisemitismus und sinkendes Vertrauen in Institutionen. Das gilt besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.Â
7.04.2026 Sulaiman Wilms 3 Min. Lesezeit
Foto: Ben D/Adobe Stock
(iz). Zugleich bleibt die große Mehrheit „formal demokratisch“ orientiert. Sie schafft es aber bislang nicht, der lautstarken extremistischen Minderheit im Alltag, in den sozialen Medien und auf der Straße wirksam das Gewicht einer selbstbewussten bundesrepublikanischen Kultur entgegenzusetzen.
Im Bereich Rechtsextremismus bleibt der harte Kern manifest Überzeugter relativ klein, doch die Zone der „Offenen“ wird größer. Das gilt gerade bei den Unter-40-Jährigen, von denen inzwischen etwa ein Drittel mindestens empfänglich für rechtsextreme Ressentiments ist.
Parallel dazu werden antijüdische Haltungen deutlich klarer, besonders bei jüngeren Kohorten und bei Muslimen. Hier habe sich der Anteil manifest antisemitischer Einstellungen nach 2021 mehr als verdoppelt.
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