Foto-Essay: Pioniere der 1960er

Ausgabe 231

(iz). London in den späten 1960ern. Eine Zeit voller spiritueller und sozialer Aktivität. Mit so vielen angebotenen Chancen, wie es Menschen gab. Inmitten dessen bezeugte ein kleiner, aber steter Strom junger englischer Männer und Frauen, „dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad Sein Gesandter ist“ – und wurden somit Muslime.

„Zum ersten Mal in der Geschichte Englands“, erklärten sie 1975 mit dramatischem Selbstbewusstsein, „gibt es eine eingeborene und einheitliche muslimische Gemeinschaft von Männern, Frauen und Kindern“. In diesem Jahr zogen sie in Richtung Norfolk mit der Absicht, ein „muslimisches Dorf“ zu schaffen – im Herzen der englischen Landschaft.

Gleichzeitig sollte in einer schwarzen urbanen Insel Südlondons eine Gruppe junger Afro-Karibier ihre sehr eigene Verabredung mit dem Islam haben, nachdem sie verschiedene Begegnungen mit der Black Power-Bewegung hatte. Hungrig nach Stolz auf eigene Identität und motiviert von der Welle agro-zentrierter Selbstbehauptung, sollten sie die Antworten auf ihre Fragen im unmöglichsten aller Orte finden: einer Gemeinschaft von englischen Muslimen in Norfolk.

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Produziert von einem Team junger britischer Muslime, nimmt der Film „The Strangers“ die Zuschauer auf eine Reise durch die Swinging Sixties, abgelegene Dörfer in Norfolk und das schwarze Südlondon. Er erzählt – zum ersten Mal –, wie diese beiden sehr verschiedenen Gruppen zusammenkamen. Das ist eine Geschichte über den bisher versteckten eingeborenen Islam in Norfolk – und Großbritannien.

Nachdem er einen frühen Schnitt der Dokumentation gesehen hat, setzt sich Fuad Nahdi, Leitender Direktor des Projekts Radial Middle Way und Gründer von Q-News, schnell in Verbindung mit den Filmemachern und bot die Hilfe seiner Organisation an, um das Potenzial des Films zu verwirklichen. „Als ich den ersten Schnitt des Films sah, konnte ich meine Augen nicht vom Bildschirm wegbewegen. Es ist erstaunlich … Ich bin sehr stolz, Teil dieses Films zu sein. Er ist ein phänomenaler Beitrag zum Verständnis des britischen Islam.“

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Nach drei Jahren Produktion und Vorbereitung entschieden sich die Produzenten für die beliebte Crowdfundin-Plattform indiegogo.com, um die nötigen Mittel für die Fertigstellung der Produktion zu finden. Mit diesen Mitteln sollen neue Szenen in Marokko und Spanien geschossen werden, der Film soll auf internationalen Filmfestivals vorgestellt werden und bei einem globalen Publikum vermarktet.

Unterstützer erhalten mit ihrer Förderung einige Geschenke wie exklusive T-Shirts, DVDs, Sondertickets und eine Erwähnung im Abspann. (Fotos: Peter Sanders/cMedia)

Tuisa Hilft - Kurban

Link zur online-Präsenz von „The Strangers“:
www.indiegogo.com/projects/the-strangers-documentary–2