Huthis verschärfen den Krieg: Mocha fällt, Seewege und Hilfen geraten unter Druck

Die Einnahme der Hafenstadt Mocha hat den Krieg im Jemen erneut an die Meerenge von Bab al-Mandab getragen. Für die Zivilbevölkerung bedeutet die Eskalation vor allem eines: mehr Unsicherheit in einem Land, das seit Jahren von Bürgerkrieg, Armut und humanitärer Abhängigkeit geprägt ist.

29.09.2026 Malik Özkan 5 Min. Lesezeit
huthi jemen bab el-mandeb

Foto: Shutterstock/corlaffra

(iz). Seit dem Waffenstillstand von 2022 war der Krieg im Jemen zwar nicht beendet, aber die großen Frontbewegungen hatten über längere Zeit nachgelassen. Die Huthis kontrollieren weite Teile des dicht besiedelten Nordwestens, darunter auch die Hauptstadt Sanaa.

Das international anerkannte und von Saudi-Arabien unterstützte Regierungslager ist hingegen militärisch und politisch zersplittert. In diesem fragilen Gleichgewicht eskalierte die Lage im Sommer 2026 erneut.

Auslöser ist auch der größere regionale Konflikt zwischen den USA und Iran. Die Huthis erklären ihre Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schifffahrt mit einer saudischen See- und Luftblockade gegen die von ihnen kontrollierten Gebiete.

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