Im Erdbebengebiet: Ein Helfer berichtet

Cemal Yasar ist Regionalkoordinator für Nordrhein-Westfalen bei der Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland und verantwortlich für Fundraising. Seit 15 Jahren arbeitet er für die Organisation. Wir befragten ihn über seine Eindrücke nach einem längeren Aufenthalt im Erdbebengebiet.

01.03.2023 Sulaiman Wilms 6 Min. Lesezeit
Erdbebengebiet türkei islamic relief

Pressefoto: Islamic Relief Deutschland

Islamische Zeitung: In den Tagen nach der Erdbebenwelle gab es erschütternde Luftaufnahmen von zerstörten Wohnblöcken, vernichteter Infrastruktur und tiefen Gräben. Wie sah das Bild aus, dass sich Ihnen vor Ort bot?

Cemal Yasar: Ich bin am Flughafen Urfa abgeholt worden und kannte die Stadt von vor drei Jahren. Das Bild, das sich uns dort bot, war unbeschreiblich. Es herrschte eine düstere Atmosphäre. Alle Läden waren geschlossen. Gottlob war die Stadt nicht sehr stark betroffen. Viele hatten sich aufs Land zurückgezogen, wenn sie es konnten. Sie haben Nachbeben befürchtet. Direkt am Straßenrand standen weinende Frauen. 

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