Islamkonferenz: Muslime nur als Klischee und Zuschauer

Die Islamkonferenz war immer schon ein Forum für Paternalismus, Pauschalisierung und Herabwürdigung. Mit ihrer Eröffnungsrede hat Nancy Faeser diese Tradition fortgesetzt.

8.12.2023 Fabian Goldmann 5 Min. Lesezeit
Muslimfeindlichkeit Islamkonferenz debatte

DIK 2022. Ministerin Faeser im Gespräch mit einer Teilnehmerin. (Pressefoto: © Henning Schacht / Bundesinnenministerium)

(iz). Handelte es sich um eine Art des politischen Gaslightings, mit dem sie die muslimische Zuhörerschaft in den Wahnsinn treiben wollte? Steckte vielleicht ein subversiv gestimmter Praktikant im Bundesinnenministerium dahinter, der durch satirische Überspitzung der von ihm formulierten Ministerinnenrede, die Scheinheiligkeit der Veranstaltung vorführen wollte? 

Oder ist das Haushaltsloch einfach schon so groß, dass man sich mit einer Aneinanderreihung von ChatGPT-Floskeln behelfen musste?

Pressefoto: © Henning Schacht / Bundesinnenministerium 2022

Hat diese Islamkonferenz ihr Ziel verfehlt?

Über die Entstehung von Nancy Faesers Eröffnungsrede zur Islamkonferenz kann man nur spekulieren. Sicher ist: Der Vortrag der Bundesinnenministerin gehört nicht nur zum respektlosesten, sondern auch zum widersprüchlichsten, was es bei der Veranstaltungsreihe bisher zu hören gab.

20 Minuten lang hatte Faeser nahezu ausschließlich damit verbracht, Muslime für Antisemitismus verantwortlich zu machen, bevor sie zu der Feststellung kam, dass man Antisemitismus nicht mit Muslimfeindlichkeit bekämpfen könne.

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