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Religionen laden ein: Gemeinsam stark gegen Rassismus

Foto: Stiftung gegen Rassismus | Herrenberg bleibt bunt, Facebook

(Darmstadt). Religionen gehen voran – und setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. „Religionsgemeinschaften tragen aktiv dazu bei, Vorurteile abzubauen und Solidarität zu fördern“, sagt der Vorstand der Stiftung gegen Rassismus, Jürgen Micksch, in Darmstadt. Deshalb sind alle Religionsgemeinschaften aufgerufen, sich an den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 28. März 2021 zu beteiligen – und sich gegenseitig einzuladen. Damit zeigten sie deutlich: „Rassismus und Diskriminierung sind mit religiösen Werten nicht vereinbar.“

Ob Einladungen zu alevitischen Zeremonien, Freitagsgebeten, Sabbatfeiern oder Gottesdiensten: Indem Religionsgemeinschaften aufeinander zugehen, miteinander feiern und gemeinsame Werte betonen, fördern sie ein gutes Miteinander aller Menschen. „Je mehr Religionsgemeinschaften sich an den UN-Wochen beteiligen, desto stärker ist das Signal der Solidarität“, sagt Micksch.

Die Corona-Pandemie erschwere aktuell leider persönliche Begegnungen. Umso wichtiger sei es, gerade jetzt Wege zu finden, um miteinander ins Gespräch zu kommen und bestehende Kontakte zu beleben. Die Art und Weise ist abhängig von den aktuellen Infektionsschutzregelungen. Ob Feiern mit viel Abstand, draußen im Gemeindehof oder zur Not auch nur virtuell: „In Corona-Zeiten zählt vor allem die Geste“, betont Micksch. Im nächsten Schritt gelte es, darauf aufzubauen.

Die Stiftung gegen Rassismus plant und koordiniert jedes Jahr die UN-Wochen gegen Rassismus, diesmal unter dem Motto: „Solidarität. Grenzenlos.“ Zudem hat die Stiftung zum Jahresbeginn das neue Projekt „Religionen laden ein. Solidarisch gegen Antisemitismus, Rassismus und Gewalt“ ins Leben gerufen. Die Initiative wird vom Programm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Deutschen Stifterverband gefördert. Ziel ist es, das Miteinander von Religionen bei der Überwindung von Rassismus zu stärken.

Micksch ist erfreut, dass sich bei den UN-Wochen bundesweit über 1.700 Moscheen und mehrere Synagogen beteiligen. Außerdem wirken in diesem Jahr erstmals alevitische Gemeinden mit. Wünschenswert sei auch eine Beteiligung christlicher Gemeinden, fügt er hinzu. Sie könnten jüdische und muslimische Vertreter*innen zum Beispiel zu ihren Gottesdiensten einladen.

Link: stiftung-gegen-rassismus.de

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