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Was ist Ihsan?

Ausgabe 325

Foto: Ihsan Mosque, Norwich

Das arabische Wort „Ihsan“ kommt vom Verb „ahsana“. Es bedeutet: gut zu handeln, etwas fachmännisch zu tun oder eine Sache zu meistern. Sein Gebrauch hier leitet sich aus einer bekannten prophetischen Aussage ab. Er wurde nach einer Definition vom Din befragt. Der Prophet teilte ihn in drei Kategorien: Islam, den er in Hinblick auf die fünf Säulen erklärte. Iman oder Glauben, den er mit den Dingen darlegte, an die jeder Muslim glauben muss.

Drittens folgte Ihsan: „Es bedeutet, Allah so zu anzubeten, als ob ihr Ihn sehen könntet. Denn auch wenn ihr Ihn nicht seht, sieht Er euch ganz gewiss.“ Dieses Element involviert das Zusammenbringen der beiden anderen Aspekte durch einen Menschen, der im Zustand des intensiven Bewusstseins von der Gegenwart seines Herren ist. Viele große Sufis haben ihn mit Sufismus gleichgesetzt. Unser Lehrer Schaikh Abdalqadir As-Sufi schrieb als Teil einer Definition von Sufismus zu Beginn seines Buches „Die Hundert Stufen“: „Sufismus ist die Wissenschaft der Reise zum König. Es ist das Nehmen des antiken Weges, dem ursprünglichen Pfad zur direkten Erfahrung des Wirklichen. Der Sufi ist universal. Er hat die Spuren seines Selbst verringert und dann eliminiert, um eine klare Sicht auf die kosmische Wirklichkeit zu erlauben. Er hat den Kosmos nacheinander aufgerollt und ist darüber hinausgegangen. Der Sufi hat ‘Allah’ gesagt – bis er verstanden hat.“

Schaikh Muhammad ibn Al-Habib, der erste Lehrer von Schaikh Abdalqadir, sagte über Ihsan in einem langen Bittgebet, das Teil seines Wird (Litanei) ist: „Wir bitten Allah um einen Ihsan, der uns in die Gegenwart der unsichtbaren Welten treibt. Und der uns von jeglicher Vergesslichkeit und allen Mängeln befreien wird.“ Es geht hier nicht um ein theoretisches Konstrukt, sondern darum, was für uns möglich ist und welche Richtung wir in unserem eigenen Leben einschlagen. Er spricht von der Anwesenheit unsichtbarer Welten sowie von Vergesslichkeit und Fehlern. Das bringt uns sofort mit zwei unterschiedlichen Wegen in Kontakt, die wir wählen können.

Das arabische Wort für Mensch ist „Insan“. Eine seiner Bedeutungen ist die Pupille des Auges. Eine andere kommt von Vergesslichkeit. Das heißt, das Wort beinhaltet zwei Richtungen, die der Mensch einschlagen kann. Eine Möglichkeit ist unser komplettes Eintauchen in diese Welt und Ignoranz, dass sie bloß Teil einer viel längeren Reise ist, die vor unserer Geburt begann und die sich nach unserem Tod fortsetzt. Die andere Option ist, dass wir wie die Pupille zu einer Linse werden. Nur dass – während die Pupille Schnittstelle zwischen der Welt der Formen und der Welt der Sinneswahrnehmung ist – der Mensch als Ganzes potenziell als bewusste Schnittstelle zwischen dieser materiellen und der unsichtbaren Welt der geistigen Realitäten wirkt.

Wieso haben wir diesen erhabenen Rang in der Ordnung der Dinge? Es gibt drei Aussagen, die dem Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, zugeschrieben werden. Gemeinsam ergeben sie eine umfassende Beschreibung der wahren Natur von Existenz sowie unserer Rolle in ihr. Sie bringen uns zur Wurzel des Menschseins und führt uns über alle evolutionären oder historischen Definitionen hinaus, die uns so intensiv nahegebracht wurden.

Die erste Aussage lautet: „Allah war und es gab nichts bei Ihm – und Er ist, wie Er war.“

In der zweiten, einer Aussage Allahs auf der Zunge des Propheten (arab. hadith qudsi), heißt es: „Ich war ein verborgener Schatz, und Ich wollte bekannt werden. Also schuf Ich die Schöpfung, um erkannt zu werden.“

Und drittens, haben wir jene Worte unseres Herrn, die vom Gesandten Allahs überliefert wurden: „Das ganze Universum kann mich nicht umfassen. Aber das Herz Meines gläubigen Sklaven enthält Mich.“

„Allah war und es gab nichts bei Ihm“: Das heutige Meinungsklima hat die Existenz Gottes in eine Frage philosophischer Spekulation verwandelt. Die Folge ist, dass die meisten – inklusive vieler, die sich als Gläubige verstehen – die göttliche Existenz in eine spekulative Hypothese verwandelt haben. Die Existenz Allahs ist die absoluteste Gewissheit. Dabei geht es nicht um den fernen, kapriziösen und mächtigen Gott einer fehlverstandenen Schrift, sondern um Wirklichkeit selbst. Es geht um die Einheit des Einen, von Dem alles vollkommen und stets abhängt. Sie ist nicht im arithmetischen Sinne zu verstehen, sondern als absolute Singularität der Physiker, die keinerlei unabhängige Existenz von etwas anderem zulässt. Alles sonstige kommt ins Dasein und geht wieder aus ihm hervor, beginnt und endet, wird geboren und stirbt. Allah ist vorher und nachher. Nichts ist wie Er oder könnte mit Ihm verglichen werden. Genauso wenig ist es möglich, eine Vorstellung davon zu haben, wie Er ist.

„Und Er ist, wie Er war.“ Wenn das der Fall ist, wie kann es sein, dass wir auf diesem Planeten leben, der Teil des Sonnensystems in einer von unzähligen Galaxien eines Universums ist, das dauerhaft zu bestehen scheint? Die Antwort darauf lautet, dass die absolute, majestätische und überwältigende Transzendenz der ersten Überlieferung durch die zweite bedingt wird: „Ich war ein verborgener Schatz, und Ich wollte bekannt werden. Also schuf Ich die Schöpfung, um erkannt zu werden.“ Es war der Wunsch nach Selbsterkenntnis, welches in den Tiefen der Essenz des Göttlichen Wesens ausgedrückt wurde. Er verursachte den Schöpfungsprozess und führte zur Entfaltung der vielschichtigen Existenz aller enthaltenen Formen – inklusive uns und unseres Universums.

Und es gibt eine andere Überlieferung über den eigentlichen Moment der Schöpfung. Darin heißt es, dass Allah, als Er beschloss, dass sie aus der Nichtexistenz ins Dasein kommen sollte, eine Handvoll Seines Lichts nahm und „Sei Muhammad!“ sagte. Und aus diesem erschuf Er alles in der Existenz. Wenn wir das hören, müssen wir vorsichtig sein, es nicht abzutun, indem es als Redewendung oder poetische Metapher verstanden wird. Das ist wörtlich so geschehen. Schaikh Muhammad ibn Al-Habib sagt in seinem Diwan in der Qasida namens „Die Eigenschaften Muhammads“:

„Muhammad ist der Urquell von Lichtern und von Schatten,
die ihren Ursprung in seiner Gegenwart in der Vor-Zeit haben.

Sein Licht war von allen das erste, als Allah fand, dass es Ihm gefällt,
Seinen Namen Form zu verleihen in der Ersten Welt.

Von ihm ausgehend wurde alles in Existenz gekleidet,
und ohne Unterlass besteht dies alles durch ihn weiter.“

Und dies gilt – wie für das gesamte Dasein – für unser Universum und alles darin, einschließlich unserer eigenen Entstehung als menschliche Wesen auf der Erde. Was sich im Laufe der Äonen der Expansion zu unzähligen Galaxien mit Sternen und Planeten entwickelt hat, war in einer latenten Form im buchstäblich faustgroßen Lichtball des Urknalls vorhanden. Aufgrund des unvorstellbaren Maßes an „Zufall“, der notwendig war, um die Bedingungen zu schaffen, die unsere Entstehung als empfindungsfähige menschliche Wesen auf diesem Planeten möglich machten, haben Wissenschaftler eine Theorie entwickelt, die sie Anthropisches Prinzip nennen. Sie sagen, dass sich sämtliche prinzipiellen Eigenschaften des Kosmos, die ganzen Naturgesetze und sogar jede physikalische Konstante aus der Annahme ableiten lassen, dass der Mensch existiert. Mit anderen Worten, sie sagen, dass das Ganze nur besteht, um uns einen Platz zum Leben zu geben, sodass wir ihrerseits in der Lage sind, den Kosmos zu beschreiben.

Im 13. Jahrhundert sprach Schaikh Muhjiddin ibn Al-’Arabi, dessen Familie aus Murcia kam und nebenan in Sevilla lebte, klar aus, was Allgemeinwissen unter Muslimen war: „Im Universum war der Mensch das Ziel.“ Das lag daran, weil sie wussten, dass der erste Schöpfungsimpuls die Form des muhammadanischen Lichts annahm. Sie verstanden, dass der Zweck des Daseins die Hervorbringung der perfekten menschlichen Form war, die sich in der Nachfolge der unbestechlichen Gesandten und Propheten Allahs, Sein Friede sei auf ihnen allen, körperlich manifestiert haben. Gipfel und Erfüllung fanden sie im Kommen des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Das war der Spiegel, in dem der „Verborgene Schatz“ bekannt wurde, indem Er Sich in all Seiner Majestät und Schönheit enthüllte.

Jetzt nähern wir uns unserem Thema: das gnostische Wissen der Menschheit, die Schaikh Abdalqadir als die „Reise zum König“ bezeichnete. Kenntnis unseres Universums ist Teil dessen, aber nur ein sehr kleiner. Schaikh Muhammad ibn Al-Habib sagt in seiner „Großen Qasida“ über den, der diese Reise unternimmt:

„Er sähe die Planeten und ihre Mysterien täten sich auf:
die Geheimnisse ihrer Konstellation, die Bedeutung ihres schnellen Laufs.

Und der Schleier der Formentafel würde von seinem Geheimnis gelüftet,
und das zuvor verborgene Wissen würde unverhüllt gesichtet.

wären die Bäume Stifte gewesen, im Versuch der Niederschrift,
und Ozeane ihre Tinte – sie wären vertrocknet und versiegt.

Er würde den Malakut besuchen, der über und über bevölkert ist
von unermesslichen Engelsscharen, deren Vielheit zahllos ist.“

Und weiter heißt es dort:

„Um die Fußbank und den Thron frei umher würde er streifen,
unter dem die Himmelskörper wirken wie ein kleiner Reifen.“

In Bezug auf diese letzte Aussage sagte der große frühe Weise Abu Yazid Al-Bistami, als er seinen Weg zur Erkenntnis beschrieb, dass, als er durch die sieben Himmel aufstieg, die Größe eines jeden von ihnen im Vergleich zum nächsten wie die eines in die Wüste geworfenen Rings war. Dann erreichte er den Thron Allahs, welcher die größte aller erschaffenen Formen ist. Und von ihm meinte er, dass er in einer Ecke seines Herzens verschwand. Wird uns klar, was für eine außerordentliche Sache ein Mensch ist? Und das Außergewöhnlichste ist, dass dies nur die Vorstufe ist. Schaikh Muhammad ibn Al-Habib fährt fort:

„Und so führt ihn sein Bestreben nach Veredelung und Reinheit,
seines innersten Geheimnis’ bis zum Tor der reinen Einheit.

Durchlaufen dies die Leute des Weges, so ist nun dieses Stadium
auf dem Weg ihrer Seele, ein Ort der sprachlosen Verwunderung.

Darauf folgt Wissen – das von keinem preisgegeben werden darf,
außer von jenem, der in Vision klare Befugnis dazu bekam.“

Diese Gotteserkenntnnis beginnt also erst, nachdem diese gewaltige innere, äußere Reise beendet wurde. Schließlich sagt der Schaikh – in einem Echo des letzten Hadiths (siehe oben) über das Herz des Gläubigen:

„Jene, die nachdenken, sehen die Zeichen sogar im eigenen Selbst,
weil es das ganze Universum in seiner großen Gesamtheit enthält.

Im Laufe seiner Reinigung dehnt und erweitert sich die Nafs.
Dies geschieht durch die Macht des Haqq. Nur frage nicht ‘Wie’, ‘Wo’ oder ‘Was’?“

Kehren wir zur Definition von Schaikh Abdalqadir zurück: „Er hat die Spuren seines Selbst verringert und dann eliminiert, um eine klare Sicht auf die kosmische Wirklichkeit zu erlauben. Er hat den Kosmos nacheinander aufgerollt und ist darüber hinausgegangen.“ Der beschriebene Mensch gehört zu denen, die nicht nur die eindeutige Befugnis haben, ihr Wissen weiterzugeben, sondern auch dazu verpflichtet sind, um andere auf den Weg Allahs zu führen.

Der Schaikh schreibt in „Die Hundert Stufen“ über Gotteserkenntnis als endgültige menschliche Möglichkeit: „Ma’rifa ist das Wissen, auf dem alles Wissen beruht. Alle anderen Formen des Wissens sind spekulativ, jedoch beweisbar im Bereich der Möglichkeit. Dieses Wissen ist wirklich, jedoch nicht beweisbar. Anderes Wissen erleuchtet aber seinen Wissenden nicht, noch nimmt es seine Qual hinweg, noch gibt es ihm Urteil in jedem Falle, noch umgibt es seine Gegenwart mit Licht und strahlendem Glanz. Der Mensch jener Arten des Wissens verbleibt in Nöten und in Abhängigkeit von der Schöpfung. Der Mensch der Gnosis verbleibt in keinem Bedürfnis, außer in Abhängigkeit von seinem Herrn, der ihm von der Schöpfung das gibt, was er braucht. Anderes Wissen ist – als Konstrukt ohne Grundlage – grundlos. Gnosis, das zentrale Wissen – denn es ist das Wissen vom Selbst – , ist ein Beweis für denjenigen, der es weiß, und dies ist sein Ruhm und seine Überlegenheit gegenüber allen anderen Formen des Wissens. Durch Gnosis kennt ihr Besitzer das Universum, seinen Aufbau und seine zugrundeliegenden Gesetze in ihrer Wirkung, seine Eigenschaften und seine Essenzen. Sein Wissen vom Universum ist seine eigene Selbsterkenntnis, während sein Wissen von seinem eigenen Selbst direkte Wahrnehmung seiner eigenen ursprünglichen Wirklichkeit, seiner adamischen Identität, ist. Alles, was er hat, kommt von Allah. Er sieht nie etwas, ohne Allah darin, davor und dahinter zu sehen. Nur Allah ist in seinen Augen und in seinem Herzen. Wer immer dies erlangt hat, hat das rote Sulfur erlangt. Dadurch kann er die Herzen derjenigen, die zu ihm kommen, umwandeln, denn allein seine Gegenwart ist Führung und Erinnerung. Er führt durch Allah zu Allah.“

Wie der Autor in seinem Buch klarmacht, ist dieses endgültige Wissen der Beginn einer weiteren Phase des endlosen Enthüllens, in dem die Geheimnisse der Liebe ohne Unterlass fließen. In der obigen Ode behandelt Schaikh Muhammad ibn Al-Habib das von einem leicht anderen Blickwinkel:

„Denn unablässig gäbe man alles her, worüber man verfügt –
verstünde man nur das tiefe Geheimnis, das im eigenen Herzen liegt!

Könnte der Mensch nur die reine Wonne seines Geheimnisses begreifen!
Er würde mit jedem Atemzug eine Freudenträne weinen.“

Das sollte reichen, um uns zumindest einen Einblick in das zu geben, was zu Ihsan gehört, dem wahren Geburtsrecht des verwirklichten Menschen. Für jene, in deren Innerem eine Saite erklang, für diejenigen, die in ihrem Herzen eine Regung in Richtung dieser größten menschlichen Möglichkeit spüren, ist eine Idee natürlich nicht genug. Sie werden nur durch Erfahrung selbst erfüllt. Diese endgültige Erfüllung ist nicht billig. Ihr Preis ist hoch. Schaikh Abdalqadir spielt darauf an, wenn er über den Menschen spricht, der dieses Ziel erreicht hat: „Er hat die Spuren seines Selbst verringert und dann eliminiert.“

Das bezieht sich auf die Reinigung des Selbst, welche die nötigen Stufen der Reise zum König bildet. Aber auch dafür gibt es eine notwendige Vorbedingung. Das ist die grundlegende Handlung der Unterwerfung, der sich jeder Mensch unterziehen muss. Das führt uns zurück zur Aussage des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, über Islam, Iman und Ihsan, mit dem wir angefangen haben.

Schaikh Abdalqadir schreibt ganz zu Beginn von „Die Hundert Stufen“: „«Es gibt keine Straße zu den Wirklichkeiten außer auf der Zunge der Schari’at», sagte Schaikh Al-Akbar. Die Schari’at des Islam ist die Bekräftigung, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Sie bedeutet, fünf Mal am Tag zu beten, d.h. die rituellen Niederwerfungen zu verrichten. Sie bedeutet, im Monat Ramadan zu fasten. Sie bedeutet, den Zakat, die Vermögenssteuer, zu bezahlen. Sie bedeutet, wenn möglich die Hadsch zum reinen Haus Allahs und zur Ebene von ‘Arafat zu unternehmen. Darauf ist sie gegründet und sie bestätigt, dass derjenige, der der Schari’at folgt, ein Leben innerhalb der weiten moralischen Parameter, die in den qur’anischen Parametern festgelegt sind, und gemäß der Führung in der Sunna, dem Lebensmuster Muhammads, der Segen Allahs und Friede sei mit ihm, gewählt hat.“

Die Annahme des göttlich bestimmten Rahmens Islam, Muslim werden, ist der notwendige erste Schritt für jemanden, der sich auf die Suche nach Selbst-Erkenntnis macht. Das ist das Tor, durch die wir gehen müssen, damit die Reise überhaupt ermöglicht wird, von der wir gesprochen haben. Aber wie der Schaikh klarmacht, gehört dazu nicht eigene Belastung mit einem willkürlich erzwungenen Bestand an Gesetzen, sondern dies ist in sich eine weitere Anerkennung, was das Menschsein heißt.

Er sagt, dass wir, wenn wir Muslim werden und Allahs Grenzen akzeptieren, wie sie uns von seinem letzten Gesandten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden gewähren, übermittelt wurden, einfach anerkennen, „(…) dass das menschliche Geschöpf begrenzt und in einem Körper ist und damit, wie alle Körper in der physikalischen Welt, gegebenen Gesetzen gehorcht. (…) man hat das Muster des Lebens selbst gewählt und akzeptiert, um das Wissen zu vertiefen, bis man den eigenen Ursprung erreicht, die eigene Lebensquelle, um vom Wasser der Erleuchtung zu trinken. Schari’at bedeutet die Anerkennung biologischer Gesetze, die auf jeder Stufe der Existenz wirksam sind.“

Die Wahl, vor der alle stehen, ist daher einfach: Entweder durch diese Tür zu gehen und dem Weg Allahs und Seiner Gesandten zu folgen. Er führt in jedem Fall zum Wohlgefallen Allahs. Und ist der Weg zu der glorreichen Option jener Gotteserkenntnis eröffnet. Oder man versäumt es und beschreitet einen eigenen Pfad, indem man seinen Launen und Wünschen folgt, und sich so die Möglichkeit einer dauerhaften Befriedigung oder eines Seelenfriedens verwehrt. Wir müssen den einen oder den anderen Weg einschlagen. Es gibt keinen dritten.

Gekürzte Übersetzung eines Vortrages, der 2016 in Leeds gehalten wurde.

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