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Indikator für Heimischwerdung

Foto: IZ Medien

Berlin (KNA). Die Zahl der Bestattungen ohne Sarg nach islamischer Tradition steigt in der deutschen Hauptstadt sprunghaft an. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen auf eine Anfrage aus dem Abgeordnetenhaus hervor. Demnach erfolgten 2014 in Berlin 13 sarglose Bestattungen und im Jahr darauf bereits 147.
Laut Senatsverwaltung soll es wegen der wachsenden Nachfrage mehr besondere Grabfelder für islamische Bestattungen geben. Bisher ist das nur auf dem Friedhof Columbiadamm in Neukölln, auf dem Landschaftsfriedhof Gatow und auf dem evangelischen Zwölf-Apostel-Friedhof in Tempelhof-Schöneberg gestattet. Künftig soll es weitere solche Grabfelder auf dem Friedhof Ruhleben in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie in Neukölln auf dem evangelischen Sankt Thomas-Friedhof und auf dem Neuen Sankt Jakobi-Friedhof geben.
Daneben werden von Friedhofsträgern weitere Flächen auf ihre Eignung für islamische Bestattungen überprüft, um so auch in anderen Stadtteilen mit vielen Muslimen entsprechende Angebote zu schaffen, heißt es in der Antwort der Senatsverwaltung.

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