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Terroristen in Nigeria greifen Hilfsorganisationen an

Foto: AK Rockefeller, via flickr | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Abuja (KNA). Bei einem Angriff auf Einrichtungen von Hilfsorganisationen im Nordosten Nigerias sind am Wochenende mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Einschätzung der Online-Zeitung „Premium Times“ könnte der „Islamische Staat in der Westafrikanischen Provinz“ (ISWAP) verantwortlich sein, eine Splittergruppe von Boko Haram. 

Demnach wurden Warenlager verschiedener Organisationen in der Stadt Damasak angezündet. Das UN-Quartier sei ausgebrannt, hieß es. Die Güter seien für Opfer des Boko-Haram-Konflikts bestimmt, der seit 2009 mindestens 30.000 Todesopfer gefordert hat. Attackiert wurden zudem eine Polizeiwache und ein Krankenhaus. Damasak gilt als Knotenpunkt der humanitären Hilfe im Nordosten Nigerias. Es geriet bereits zum zweiten Mal binnen zwei Monaten in den Fokus von Terroristen.

Der Norwegische Flüchtlingsrat (NRC) verurteilte den Angriff scharf; dieser habe das Leben vieler humanitärer Helfer bedroht. Handlungsfelder von Hilfsorganisationen würden immer kleiner. Nigerias Regierung fordert die Organisation nachdrücklich auf, diese Spielräume zu schützen.

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