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Ramadanbeginn in vielen Ländern mit Auflagen

Foto: deepspace, Shutterstock

Für Muslime weltweit hat am Dienstag der Fastenmonat Ramadan angefangen. Wegen der Corona-Pandemie müssen sich viele Menschen bei den Feierlichkeiten zurückhalten. Allerdings nicht überall.

Mekka (dpa/iz). Weltweit hat der Fastenmonat Ramadan begonnen – wegen der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge mit Einschränkungen. Die meisten arabischen Staaten und auch viele Islamverbände in Deutschland riefen den Dienstag als ersten Fastentag aus. 

Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mond. Der Beginn des Ramadan kann deswegen variieren. In manchen Ländern fängt er erst am Mittwoch an. Praktizierende Muslime verzichten einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Insgesamt leben weltweit rund 1,9 Milliarden Muslime.

Abends kommen die Menschen für gewöhnlich zum Fastenbrechen (Iftar) und Beten zusammen. Dabei dürfte die Gefahr der Corona-Ausbreitung besonders groß sein. Saudi-Arabien will deshalb das Fastenbrechen sowie das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten. In Saudi-Arabien – mit den beiden heiligsten Stätten des Islam Mekka und Medina – und den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfen Gläubige zudem höchstens 30 Minuten in der Moschee beten. In Ägypten brauchen sie dabei außerdem ihren eigenen Gebetsteppich.

In Ländern wie dem Iran, Tunesien und Marokko gelten nächtliche Ausgangssperren. Angesichts eines Rekordhochs der Fallzahlen dürfen in der Türkei Cafés und Restaurants nur einen Lieferservice anbieten. Treffen in großen Gruppen sind verboten. In Indonesien, wo weltweit die meisten Muslime leben, dürfen die Menschen wie bereits im vergangenen Jahr zu den Feierlichkeiten nicht in ihre Heimatstädte zurückzukehren. In Bangladesch ist es Moscheen verboten, Essen zum Fastenbrechen anzubieten.

Doch es gibt auch Länder, die keine Auflagen erlassen haben: Pakistan etwa – obwohl die Zahl der Neuinfektionen dort massiv angestiegen ist, Krankenhäuser überlastet und Beatmungsgeräte knapp sind. Auch in Afghanistan wurden keine Einschränkungen angekündigt. Insgesamt sind die Corona-Auflagen aber weniger streng als im vergangenen Jahr, wo Moscheen auch während des Ramadan meist komplett schließen mussten.

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