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Tipps & Tricks: Stylische und selbstbewusste Kleidung leicht gemacht

Ausgabe 322

Foto: Shutterstock

Modern, schick und im Trend: Geht es um die Kleiderordnung für muslimische Frauen, sind das wohl die Worte, die keinem sofort in den Sinn kommen. Sieht man sich jedoch die aktuellen Trends großer Designer genauer an, zeigt sich eindeutig, dass sich hier in den letzen Jahren einiges getan hat und Muslimminnen mit der Zeit gehen wollen, ohne dabei ihre traditionellen Werte zu verleugnen.

Besonders der Hijab scheint aus seiner traditionellen Rolle längst herausgetreten zu sein und erfährt ebenfalls in der Gesellschaft mehr und mehr Akzeptanz. Ob mit Glitzerapplikationen, tollen Farben oder in aufregenden Stoffen, moderne Frauen leben ihre Religion und zeigen trotzdem, dass sie ganz genau wissen, wie Mode funktioniert. Das verleiht ihnen selbstverständlich auch ein ganz neues Selbstbewusstsein, wie uns die erfolgreiche Unternehmerin und Expertin für muslimische Mode Latifa Dadi in einem exklusiven Gespräch verraten hat.

Die Muslimin hat es sich mit ihrem Label HIJABI zur Aufgabe gemacht, Designs zu entwerfen, dank denen es ganz einfach möglich ist, sich dem Islam entsprechend zu kleiden und dennoch der eigenen Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Egal, ob in den großen Modemetropolen dieser Welt oder auf den bekanntesten Laufstegen, sieht man sich die aktuellen Kollektionen der größten Designer genauer an, merkt man schnell, dass ein neues Zeitalter in der Mode angebrochen ist. Eintönige Farben, kantige Schnitte und schwere Stoffe findet man in der muslimischen Mode zwar immer noch, genauso können sich Muslimas mittlerweile für Kleider in verschiedenen Farbkreationen, mit zahlreichen Verzierungen aus Glitzer oder Spitze sowie experimentellen Mustervarianten entscheiden. Auf diese Weise kann man sich bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Familienfeiern oder einfach nur so, weil man Freude daran hat von der Masse abheben und sein Gespür für Trends unter Beweis stellen. Solange dabei Regeln des Islams befolgt, steht es der muslimischen Frau absolut frei, sich schön zu kleiden. Tatsächlich wird dies sogar empfohlen, wenn man zum Beispiel mit seinem Mann zusammen ist.

Bis heute gibt es in der westlichen Welt zahlreiche Vorurteile, wenn es um Islam geht und eines der am häufigsten genannten ist, dass Frauen dazu gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen. Es gibt jedoch immer mehr Muslimas, die sich ganz bewusst für das Tragen eines Hijab entscheiden, da sie stolz auf ihre Religion sind und das auch nach außen zeigen wollen. Gleichzeitig möchten sie jedoch aufgrund ihrer Hinwendung zu einer Glaubensrichtung nicht darauf verzichten, sich dem neuesten Trend entsprechend zu kleiden und ihrer Begeisterung für Mode Ausdruck zu verleihen. Dank zahlreicher Modelabels ist das mittlerweile auch möglich, denn die Frauen müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob die vom Islam geforderten Regeln eingehalten werden. Diese sehen unter anderem vor, bestimmte Körperstellen stets zu bedecken, keine transparenten Stellen in der Kleidung zu haben und zu enge Schnitte gelten ebenfalls als verpönt. Wird jedoch auf diese Punkte geachtet, steht der modischen Selbstverwirklichung der modernen Muslima nichts mehr im Wege.

Die Begeisterung für Mode ist etwas, das Frauen weltweit miteinander verbindet und dabei spielt es keine Rolle, welcher Glaubensrichtung sie angehören. Das hat auch einen ganz bestimmten Grund, denn dank unserer Kleidung, die wir wählen, können wir der Außenwelt auf ganz einfache Weise mitteilen, wer wir sind und wie wir uns gerade fühlen. Vor allem immer mehr muslimischen Frauen scheint es ein großes Anliegen zu sein, sich mithilfe bewusst gewählter Farben, Stoffe oder auch Muster auszudrücken. Einfach nur auszusehen, wie alle anderen, weil man ein Kopftuch trägt? Das kommt für die meisten von ihnen nicht mehr in Frage. Viel mehr zeigen sie, dass es ganz einfach sein kann, seinen Glauben zu leben und diesem auf besonders schicke Weise Ausdruck zu verleihen.

Muslimische Frauen und Mode: Diese zwei Welten stellen schon lange keinen Widerspruch mehr dar, sondern scheinen viel mehr perfekt zueinander zu passen. Ob strahlend schöne Farben, Glitzerstickereien, Perlen oder herrlich seidige Stoffe, islamische Bekleidungsvorschriften sind absolut kein Grund, nicht mit dem Trend zu gehen. Solange wichtige Körperstellen mit Stoff bedeckt sind, kann und sollte dieser Stoff ruhig modisch sein.

Tuisa Hilft - Kurban

So ist eine perfekte Symbiose aus trendigem Design und gelebter Gläubigkeit kein Problem und jede Muslima kann den stylischen Auftritt hinlegen, den sie sich wünscht und bestimmt auch verdient hat.