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Sie sind hier: Home >> >> Über Islamkritiker, Islamhasser und die Islamkonferenz-Kritik. Von Aiman A. Mazyek

20.03.2010 Über Islamkritiker, Islamhasser und die Islamkonferenz-Kritik. Von Aiman A. Mazyek

"Vom Einzelfall auf den ganzen Islam schließen"

(islam.de) Die Allermeisten tun sich leicht mit der Kritik an Muslimen, doch wenn diese ihrerseits kritisieren ist das für einige unerhört – Warum? Will einer allen Ernstes behaupten, an der chronischen Arbeitslosigkeit, der Zunahme globaler Konflikte und nicht zuletzt an der Finanz- und Klimakatastrophe sei alleine El-Kaida Schuld? Nur ein Narr würde dies (im Rahmen einer kabarettistischen Einlage) behaupten. Wie erfolgreich man damit dennoch sein kann, zeigt der jüngste Wahlerfolg des Muslimhassers Geert Wilders in den Niederlanden, der mit seinem imaginären Plakat „Schuld an allem ist der Islam“ Politik macht.
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Eine überaus wirksame Methode dieser Leute besteht darin, Islam und Terror in einem Atemzug zu nennen und die sowohl sachlich wie intellektuell gebotene Trennschärfe beider Themen einfach zu unterlaufen. Mit Meinungsfreiheit hat das bedingt zu tun. Es ist billige Polemik und dient allenfalls der radikalen Rechten als Argumentationsfutter für ihre Hetze gegen die Muslime.

Dabei scheint nur noch wenige wirklich zu interessieren, was die die Muslime tatsächlich denken und glauben. Und wenn, dann beantworten diese Fragen meist so genannte Islamkritiker mit ihrer schrillen Überzeichnung eines Muslims als Scharia-Monster. Dahinter steckt eine ideologische auf pauschale Abrechnung mit dem Islam ausgehende Haltung und zahlreiche Vorurteile, welche den Muslim als potentiell gefährlich und rückständig erklärt.

Vom Einzelfall auf den ganzen Islam schließen – Wie die Tricks von Muslim-Bashing funktionieren

Die verwendeten Tricks, wie sie z.B. die Islamkritikerin Necla Kelek einsetzt und einer wissenschaftlichen Überprüfung folglich nicht standhalten, gehen so: Themen wie Zwangsehe oder die sog. Ehrenmorde werden zwangsislamisiert und die Singularität dieser abscheulichen Taten einfach abgestritten, um sie schließlich generell auf Muslime und den Islam zu übertragen. Das ist so, als würde man den jetzt bekannt gewordenen sexuellen Kindesmissbrauch einiger Priester den Christen als ganzes anlasten oder sogar mit der christlichen Lehre zu begründen versuchen. Eine absurde Konstruktion. Eine aber von Islamkritikern oft angewandte Analogie im Kontext des Islam, für die sie nicht selten Beifall und Aufmerksamkeit erfahren.

Aus Kreisen einer deutschen großen politischen Stiftung ist einmal der Satz gefallen: „Der Islam ist viel zu wichtig, als dass wir ihn den Muslimen alleine überlassen sollten“. Die Folge davon ist, dass die Lautesten und Schrillsten ihre Deutungsmacht reklamieren und Definitionshoheit in Sachen Islam beanspruchen. Dazu gehört übrigens auch eine Al-Kaida. Und so ergibt sich ein abstruses Bild über „Den Islam“ in der Öffentlichkeit, welches weitestgehend von zwei Extremen bestimmt wird: Auf der eine Seite die Islamhasser mit ihren furchteinflößenden Bildern und auf der anderen Seite die fanatischen Terror-Aufrufe à la Bin Laden mit seinen Mordgesellen. Beide Seiten profitieren voneinander und sind alleine kaum überlebensfähig, weil das jeweilige andere Extrem als Folie für die eigenen Vorurteile dient. Die Mitte bleibt einmal mehr auf der Strecke. Die Haltung derer, die mehrheitlich auf beide Extreme pfeift und einen selbstverständlichen Glauben und damit einen moderat ausgerichteten Islam tagtäglich leben und praktizieren, fällt weitgehend unterm Tisch.

Sollte lieber nächste Weltwirtschaftskrise als Banker in Griff kriegen. Muslime als Sündenböcke

Und wenn die Muslime dann, nicht zuletzt auch wegen der oben beschriebenen extremem Gemengelage, die Zunahme des Altagsrassismus, den Hass gegen die wachsende Islamfeindlichkeit offen beklagen, wird ihnen entgegnet: Es gibt keine Islamfeindlichkeit, es gibt nur Islamisten.

Angesichts der Schieflage dieser Debatte beschleicht einen hierzulande das Gefühl, dass diese Art der Auseinandersetzung auch taktischer Natur sein könnte, vielleicht auch, um von wirklich existentiellen Problemen abzulenken. Ein Theo Sarrazin schäumt über Hartz IV Empfänger und verunglimpft Gemüsehändler in Berlin/Kreuzberg. Was haben der Banker und seine Zunft an Lösungen zur Abwendung der nächsten Weltwirtschaftskrise zu bieten? Wird hier Türken- und Araberbashing betrieben, um von Versäumnissen der Hohen Priester des Finanz-Kapitals abzulenken?

Deutsche Islamkonferenz grundlegend überarbeiten

Doch wen kümmert´s? Solange dies nur die Betroffenen alleine bemerken, glaubt man, unentdeckt zu bleiben. Und so meint heute kaum ein Streitgespräch oder Fernsehtalk zum Thema Islam ohne diese Islamkritiker mehr auskommen zu können Auch in der neuen Runde der Deutschen Islamkonferenz (DIK) werden sie nicht fehlen, so als ob unsere Verfassung und die Spielregeln unserer Demokratie nicht ausreichend Korrektiv solcher Gespräche sind.

Doch das angebliche Korrektiv dieser Islamkritiker wird vor allem zu einem führen: zum Erstickungstod jedes konstruktiver Gesprächs zwischen Muslimen und staatlichen Stellen. Dem Islam ablehnend eingestellte Personen erhalten bei einer Neuauflage der DIK zusätzlich Aufwertung durch das staatliche Protokoll. Dadurch werden die Religionsgemeinschaften nicht nur relativiert, sondern schlussendlich werden Gespräche auf Augenhöhe zwischen islamischer Gemeinde und Staat ad absurdum geführt. Die islamischen Religionsgemeinschaften gehen aber vom Gedanke der Gleichberechtigung und Gleichstellung zu den christlichen Konfession und der jüdischen Gemeinschaft aus. Sie wollen weder eine Sonderrolle zugewiesen bekommen noch Extrawurst spielen, sondern wollen ausschließlich auf ihre vom Grundgesetz verbrieften Rechte nicht verzichten.

Der Koordinierungsrat der Muslime (KRM), der knapp 80 Prozent der Moscheegemeinden in Deutschland vertritt, würde gerne die Chance der Islamkonferenz nutzen, um mit den restlichen 20 Prozent Einvernehmen zu erzielen und endlich nach so vielen Jahren vergeblichen Mühens die ersten Schritte einer institutionellen Integration des Islam auf der Basis des deutschen Religionsverfassungsrechts gehen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) scheint bis jetzt dazu nicht bereit zu sein. Er will ein vom Staat organisiertes Diskussionsspektakel und die Themen und Spielregeln dieses Spektakels alleine bestimmen, die oft kulturalistische Ansätze verfolgen (siehe Wertedebatte). Dabei hievt er Einzelpersonen und Islamkritiker in den Stand von Islamvertretern und lädt einfach ganze Moscheegruppen aus. Beide Konzepte sind schwer miteinander vereinbar. Darum geht es auch im Kern im gegenwärtigen Streit zwischen dem KRM und dem Bundesinnenministerium. Inwieweit dabei die Neutralität des Staates Schiffbruch erleidet, steht dabei noch auf einem anderen Blatt.

Quelle: Islam.de / Dies ist eine leicht überarbeite und längere Version, die ursprünglich gestern (18.03.10) in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist




Peter Ziegler aus Basel/Schweiz schrieb am 20.03.2010
Aiman A. Mazyek ist nicht nur brillanter Journalist, er ist ebenso begabter TV- Showman und vor allem Funktionär. Als solcher verschweigt er uns ein paar wichtige Faktoren zur Islamphobie, die ihm wohl ebenso bekannt sind wie mir, einem einstigen Redakteur des Evangelischen Pressedienstes. Ich habe als inzwischen muslimisch geprägter Journalist freilich kein Amt zu verlieren und lebe als Auslandsdeutscher auch etwas mit Abstand zu Berlin. In der deutschen Islamkonferenz wird Bundesinnenminister de Maizière kein Problem lösen, er ist selbst von Stunde Null an ein wichtiger Teil des europäischen Problems Islamphobie geworden. Wenn die islamischen Verbände nicht aufpassen, werden bald eine gut vernetzte Seilschaft von Evangelikalen uns Muslimen den Islam auslegen. Ich halte den Innenminister für einen Kopf dieser Evangelikalen, verworben in einer Bruderschaft Gleichgesinnter, die mehr Einfluss auf die deutsche Innenpolitik hat als uns bisher bekannt war. Die „Welt“ schrieb 2008: „Strenggläubige evangelische Christen, denen die Bibel als getreues Wort Gottes gilt, leben nicht nur in den USA. Auch in Deutschland gibt es sie. Mehrere Unionspolitiker, darunter CDU-Fraktionschef Volker Kauder, gehören dazu. Die Balance zwischen Glauben und realistischer Politik ist für sie oft schwierig.“
Dank Google lassen sich Spuren des heutigen Innenministers quer durch die EKD verfolgen, die ihm inzwischen als willfährige Hausmacht dient. Zitat aus der evangelischen Zeitung für Westfalen und Lippe: „Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erwartet vorbildliches demokratisches Verhalten von den Islam-Vertretern in Deutschland. Die Repräsentanten der Muslime sollten sich nicht nur klar zum Grundgesetz bekennen, sondern dies auch vorleben, sagte de Maizière.“ Der neue Herr der Islamkonferenz lebt jedoch selbst nicht nach der Verfassung, denn aus dieser leitet sich ab, dass für Beschuldigte zunächst einmal die Unschuldsvermutung gilt. Vorgänger Wolfgang Schäuble hielt sich explizit an diese Regel, als Münchener Staatsanwälte begannen diverse IGMG-Mitglieder mit fernsehgerecht inszenierten Hausdurchsuchungen zu überdecken. Meine Ahnungen haben sich bestätigt: wir Muslime werden noch einmal dem einstigen Innenminister nachtrauern.
Früher hat es in der EKD zwei Flügel gegeben: die sozial Engagierten und die missionarisch Aktiven. Mein südbadischer Landsmann Wolfgang Schäuble gehörte jedenfalls nicht zu den Missionaren, de Maizière schon. In mehreren seiner Reden als Kanzleramtschef nannte er die presbyterianische Kirchenleitung eine Wurzel der Demokratie. Die presbyterianischen Kirchen bekennen sich theologisch zu calvinistisch-reformierten Wurzeln. Sie betonen die Autorität der Bibel, die Souveränität Gottes und die Rechtfertigung durch Jesus Christus. Die Frauenordination ist in einigen presbyterianischen Kirchen erlaubt, in eher konservativen Kirchen nicht. Das also sind die Quellen, aus denen de Maizière schöpft. Der Innenminister der aus einer des Glaubens wegen aus Frankreich vertriebenen Hugenottenfamilie stammt, erinnerte kürzlich auch an den Nachfolger Calvins in Genf, Theodor Beza. Dieser habe erkannt, die Völker seien älter als ihre Magistrate, so sei kein Volk für seinen Magistrat, sondern der Magistrat für sein Volk geschaffen. Diese Erkenntnis sei ein Fundament für die Volkssouveränität. Über den Calvinismus ist der evangelikale Innenminister auch international gut vernetzt.
Zum 500. Geburtstag Calvins werden sich im Deutschen Historischen Museum Freunde in der Politik und im Glauben treffen. Die Ausstellung ''Calvinismus. Die Reformierten in Deutschland und Europa'' wird am 31. März mit Ansprachen von Ministerpräsident Balkenende aus den Niederlanden, Bischof Wolfgang Huber und Bundesminister Thomas de Maizière am 31. März in Berlin eröffnet. Calvins Heimatstadt war Genf, wo man zu seinen Zeiten die Balkone abhackte, da diese nur der Eitelkeit dienten. Der Calvinismus in der UN-Stadt Genf mit seinen allseits präsenten arabischen Muslimen hat sein Haupt wieder erhoben. Dort wurde ein Sohn des libyschen Herrschers von der Polizei so gedemütigt, dass seit nunmehr fast zwei Jahren ein heftiger Konflikt zwischen der Schweiz und Libyen tobt, in den jetzt auch die EU hineingezogen worden ist. Weniger spektakulär und weitgehend unbemerkt von uns Muslimen wird in evangelischen Kirchenzeitungen heute nicht nur erneut Judenmission betrieben, auch Muslime sollen von ihrem Glauben abgeworben werden. Was Al Azhar in Kairo schon 2007 bemerkt hat, dürfte doch auch Aiman A. Mazyek aufgefallen sein. Er kennt wohl die bittere Wahrheit, würde er sie beherzigen, müsste er für ein Ende der Islamkonferenz eintreten bevor sie endgültig zur Farce verkommt.
Oscar Assadullah Mukhtar Bergamin aus Felsberg/Schweiz schrieb am 26.03.2010
Mashallah haben wir gute Schreiber, Jawohl Herr Ziegler: "Wenn die islamischen Verbände nicht aufpassen, werden bald eine gut vernetzte Seilschaft von Evangelikalen uns Muslimen den Islam auslegen",... und das gilt auch für uns in der Schweiz! Diejenigen Schweizerischen Evangelikalen die uns vorwerfen, unseren islamischen Lebensinhalt würde nicht im Einklang mit der schweizerischen Rechtsordnung stehen, fischen uns ganz nebenbei unsere verfassungsmässige Grundrechten aus der Tasche...

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Ansonsten: Interview mit dem großen syrischen Erzähler Rafik Schami, eine Analyse der Irakkrise, die Moderne und ihre Suche nach Spiritualität, der Sufismus als Stifter von Einheit, Deutungen Abdurrahman Arslans Position zur Säkularisierung des islamischen Denkens sowie Ibn Khaldun und die Mission der Muslime Europas.
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