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Islamic Relief Deutschland veröffentlicht Jahresbericht

Ausgabe 305

Foto: Islamic Relief Deutschland

(Islamic Relief Deutschland). Die Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland stellte am 15. Oktober ihre Nothilfe und Entwicklungsprogramme vor und präsentierte den jährlichen Finanzbericht. Sie unterstützt seit fast 25 Jahren benachteiligte Menschen und beleuchtet im Jahresbericht Aktivitäten und Auswirkungen des Jahres 2019, in dem das Einkommen der Wohltätigkeitsorgani­sation über 22 Millionen Euro erreichte.

„Der Jahresbericht 2019 bietet eine Momentaufnahme unserer humanitären und Entwicklungszusammenarbeit, auf die wir sehr stolz sind. Wir haben allein im letzten Jahr über 2 Millionen Menschen in Not erreicht. Von der Transparenz und Ganzheitlichkeit, die sich von unserer Projektarbeit für Menschen in Not bis hin zu unserer karitativen Arbeit hier in Deutschland erstreckt, können sich Interessierte beim Lesen überzeugen“, erklärte Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.

Islamic Relief gab 2019 knapp 6 Millionen Euro für Nothilfeprojekte aus und reagierte auf verheerende Krisen in der Welt. Der Fokus lag auf dem Gesundheitssektor, insbesondere auf Menschen, die von Krieg und Vertreibung betroffen sind. Sie reichte von der Unterstützung für Rohingya-Geflüchtete in Cox’s Bazar in Bangladesch und des Gesundheitssystems in Syrien bis hin zur Bekämpfung der Cholera im Jemen. Durch gezielte Winterhilfe konnten Menschen in Afghanistan, Jordanien, Myanmar und im Libanon vor der Kälte des Winters geschützt werden.

Auch die Folgen verheerender Naturkatastrophen wie dem Zyklon Idai in Mosambik, dem Taifun Mangkhut auf den Philippinen oder der Dürre in Somalia erforderten akute Hilfe. Hinzu kamen mehrere Nothilfeprojekte in Pakistan wegen Überflutung und Erdbeben.

Das 1:1 Waisenpatenschafts-Programm unterstützte mit 3,4 Millionen Euro 2019 insgesamt 8700 Waisenkinder mit Nahrung und Bildung in 28 Ländern. Mit über 950.000 Euro wurden 21 Entwicklungsprojekte in den Bereichen Gesundheit, Wasser und Sanitär, Katastrophenvorsorge und psychosoziale ­Unterstützung sowie Bildung und Ein­kommenssicherung umgesetzt. Im Fokus der Entwicklungszusammenarbeit standen 2019 vor allem Malawi und Nepal.

In Malawi arbeitete IRD mit dem Bündnis „Gemeinsam für Afrika“ an einem Projekt für Jugendliche und Kinder, die ihre Rechte kennenlernten und sich aneigneten, wie sie sich vor Substanzmissbrauch, Zwangsehen, frühzeitigen Schwangerschaften, geschlechtsspezifischer Gewalt, Prostitution und HIV/AIDS schützen können. In Nepal stärkten Helfer gemeinde- und schulbasierte Katastrophenvorsorge, um die Menschen mit Widerstandsfähigkeit für die Auswirkungen von Erdbeben auszurüsten.

In Deutschland feierte das Muslimische ­Seelsorge-Telefon (MuTes) 2019 sein 10-jähriges Jubiläum. Im letzten Jahr wurden knapp 5000 Beratungsgespräche von ehrenamtlichen Seelsorgern durchgeführt. Islamic Relief Deutschland nahm auch 2019 wieder an themenbezogenen Konferenzen und wichtigen Aktionen teil: Darunter Demonstrationen für Klimagerechtigkeit, der  Humanitäre Kongress in Berlin und das General Assembly von CAN Europe in Brüssel sowie dem GIZ-­Fachgespräch „Diesseits von Eden“ in Bonn.

Mit den Spendeneinnahmen von über 3,5 Millionen Euro zu den islamischen Festtagen Ramadan und Kurban erreichte die Lebensmittelhilfe von IRD über 870.000 Menschen in 35 Ländern.

„Wir freuen uns über die erfolgreiche Umsetzung unserer humanitären Hilfe und ­Entwicklungsprojekte und danken unseren Spenderinnen und Spendern und Gebern sehr für ihr Vertrauen in uns. Ebenfalls unseren Helferinnen und Helfern vor Ort möchten wir unseren Dank aussprechen. Nur durch sie können wir Hilfe leisten“, betont Ab­delalem.

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