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Rohingya: Hilfsbedarf nach Brand in Lager wächst weiter

Foto: UNHCR

Bonn/Dhaka (KNA). Mit Blick auf den verheerenden Brand im Flüchtlingslager der Rohingya in Bangladesch warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) vor den Folgen für Zehntausende obdachlose Menschen.

Wie dessen nationaler Partner, die UNO-Flüchtlingshilfe, am 24. März in Bonn mitteilte, zerstörte oder beschädigte das Großfeuer mindestens 10.000 Unterkünfte; 45.000 Rohingya-Flüchtlinge hätten durch die Katastrophe in dem Lager Kutupalong im Distrikt Cox‘s Bazar ihre Bleibe und ihr Hab und Gut verloren.

Den Angaben zufolge kamen bei dem Brand am Montag 15 Geflüchtete ums Leben; mehr als 560 Menschen wurden demnach verletzt und schätzungsweise 400 Menschen gelten noch als vermisst.

Als erste Nothilfe habe das UNHCR Tausende Decken, Solarlampen, Küchensets und Moskitonetze bereitgestellt, um den Menschen etwas Schutz zu ermöglichen. Doch da das endgültige Ausmaß noch nicht klar sei, werde der Nothilfe-Bedarf weiter steigen.

„Es bewegt uns zutiefst, dass Menschen, die so viel durchgemacht haben, nun eine weitere Tragödie erleben müssen. Umso wichtiger ist die Soforthilfe, um den Menschen Schutz und eine erste Perspektive zu ermöglichen“, betonte der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Die Armee von Myanmar hatte im Sommer 2017 Hunderttausende muslimische Rohingya aus ihrem Siedlungsgebiet in Rakhine gewaltsam nach Bangladesch vertrieben. Rund 877.000 Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar leben laut UNHCR derzeit in Bangladesch. Das Hilfswerk schätzt den finanziellen Bedarf für die Geflüchteten auf rund 295 Millionen US-Dollar.

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