(iz). Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, vier Romanklassiker von Dostojewski in dieser Reihenfolgen zu lesen: „Notizen aus dem Untergrund“, „Schuld und Sühne“, „Die Brüder Karamasow“ und „Die Dämonen“. Auch wenn ich schon über „Notizen aus dem Untergrund“ geschrieben habe, ist es wichtig, kurz darauf zurückzugreifen, weil es tief mit dem hier behandelten Titel verbunden ist.
Dieses Buch folgt einem pensionierten Beamten, der seine Zeit daheim mit dem Schreiben von Notizen verbringt. Darin hält der Mann des Untergrunds seine Überzeugungen fest, die aus Westeuropa stammten und welche die Faszination der russischen Jugend fesselten: Idealismus, Rationalismus, Empirizismus, Materialismus, Utilitarismus, Positivismus, Sozialismus und – allem zugrundeliegend – Atheismus.
Er ist in der Lage, über diese abstrakten Ideen zu sprechen. Jedoch komplett unfähig, wenn es um den Bereich des Handelns geht. Er agiert untauglich, wenn er mit seinen Kollegen und Freunden zu tun hat. Als er einer jungen Frau verspricht, ihr zu helfen, macht sich seine Inkompetenz bemerkbar. Denn er lässt sie in einer schlimmeren Situation zurück als vor ihrer Bekanntschaft.