China: Der Krieg in Gaza eröffnet Peking neue geostrategische und ökonomische Chancen im Nahen Osten. (The Conversation). Die Unterstützung der westlichen Welt für Israel bei seinen Angriffen auf den Gazastreifen […]
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China: Der Krieg in Gaza eröffnet Peking neue geostrategische und ökonomische Chancen im Nahen Osten. (The Conversation). Die Unterstützung der westlichen Welt für Israel bei seinen Angriffen auf den Gazastreifen […]
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Kapstadt/Buenos Aires (dpa). Der Terrorangriff der Hamas auf Israel und der Krieg im Gazastreifen haben die Welt tief gespalten. Vor allem im globalen Süden wird der Konflikt deutlich anders bewertet als in den Regierungszentralen von Washington, Berlin oder London. Von Kristin Palitza und Denis Düttmann
Aufgrund ihrer eigenen Geschichte sehen viele Menschen in Afrika und Lateinamerika die Ereignisse durch eine postkoloniale Brille: Für sie sind die Palästinenser vor allem Opfer der israelischen Besatzungspolitik.

Foto: GRAPHIC DESIGN BLOG
„Viele Entwicklungsländer sehen in der Haltung des Westens in der Israel-Palästina-Frage den Beweis dafür, dass er internationale Regeln und Normen selektiv anwendet – je nach geopolitischen Interessen und nicht auf universelle Weise“, schreibt der deutsch-brasilianische Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel in der Fachzeitschrift „Foreign Policy“.
Viele afrikanische Staaten haben das israelische Bombardement des Gazastreifens als Reaktion auf die Angriffe der Hamas verurteilt. Besonders in überwiegend muslimischen Ländern herrscht große Solidarität mit den Palästinensern.
Neben einigen Statements, die ausdrücklich von Israel als „Unterdrücker“ sprechen, fordern viele Regierungen ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung. Die Afrikanische Union hatte „die Verweigerung der Grundrechte des palästinensischen Volkes“ als „Hauptgrund“ des Konflikts bezeichnet.
Allen voran nimmt Südafrika – eines der wirtschaftsstärksten und modernsten Länder Afrikas und damit Vorbild und Sprachrohr für viele Staaten des Kontinents – eine „radikale und äußerst kritische“ Haltung gegenüber Israel ein, sagte Ran Greenstein, politischer Analyst der Universität zum Witwatersrand im südafrikanischen Johannesburg, der Deutschen Presse-Agentur.

Außenministerin Naledi Pandor bezeichnete Israels Reaktion auf den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober als „Kollektivbestrafung“ der Palästinenser, die eine „fortwährende Tötung von Kindern und unschuldigen Zivilisten“ einschließe. Südafrika spricht von Kriegsverbrechen durch israelische Streitkräfte, will seine Diplomaten aus Israel zurückrufen und droht mit einer möglichen Ausweisung des israelischen Botschafters.
Südafrikas Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC), die sich seit vielen Jahren für ein „freies Palästina“ ausspricht, zählt oft Hamas-Vertreter zu ihren Gästen bei politischen Konferenzen. Gleichzeitig lebt in Südafrika nach Angaben des Jüdischen Weltkongress mit mehr als 75 500 Juden die größte jüdische Gemeinde Afrikas und die zwölftgrößte der Welt.

Foto: Islamic Relief Worldwide
Südafrika – und vielen anderen Ländern des globalen Südens – gehe es letztendlich um einen strategischen Balanceakt, sagt Priyal Singh, Analyst des Instituts für Sicherheitsstudien (ISS).
Einerseits habe man sich einer anti-kolonialen, anti-imperialistischen Weltsicht verschrieben; andererseits wolle man die guten wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu westlichen Nationen, die Israel in dem Konflikt unterstützen, wie Deutschland, die USA oder Großbritannien, nicht gefährden. „Es ist ein heikler Tanz zwischen Ideologie und Pragmatismus“, so Singh.
Auch in Lateinamerika wird viel Kritik an dem israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen laut. Die brasilianische Regierung verurteilte das Massaker der Hamas an Zivilisten in Südisrael vor gut einem Monat zwar, rief aber gleichzeitig „alle Parteien auf, größtmögliche Zurückhaltung zu üben, um eine Eskalation der Situation zu verhindern“.
Eine von Brasilien im UN-Sicherheitsrat eingebrachte Resolution scheiterte am Veto der USA, weil sie Israels Recht auf Selbstverteidigung nicht erwähnte.
Argentinien verurteilte die Angriffe der israelischen Streitkräfte auf zivile Infrastruktur und mahnte die Wahrung des humanitären Völkerrechts an. Jüdische Verbände in dem südamerikanischen Land kritisierten diese Position. Mit 175 000 Menschen ist die jüdische Gemeinschaft in Argentinien die größte in Lateinamerika.
Klar auf der Seite der Palästinenser stehen die linken autoritären Regierungen von Kuba, Venezuela und Nicaragua. Sie kritisieren den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen und relativieren die Gewalt der Hamas.
Das kubanische Außenministerium bezeichnete den Konflikt als „Folge von 75 Jahren permanenter Verletzung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes und der aggressiven und expansionistischen Politik Israels“. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro warf Israel vor, ein System der Apartheid errichtet zu haben und im Gazastreifen Völkermord zu verüben.
Bolivien brach nach Beginn der Angriffe auf den Gazastreifen die diplomatischen Beziehungen zu Israel ab. Chile und Kolumbien beorderten ihre Botschafter zu Konsultationen zurück. Wie auch Südafrika bezeichnet Chile Israels Bombardierungen als „kollektive Bestrafung der palästinensischen Zivilbevölkerung“. In dem südamerikanischen Land lebt die größte palästinensische Diaspora außerhalb des Nahen Osten.
Die Standpunkte der Länder des globalen Südens sind ernst zu nehmen, sagte Greenstein: „Ihre Haltung ist ein schwerer Schlag für Israels Versuch, seine Beziehungen zur arabischen Welt und den islamischen Ländern zu normalisieren“.
Vor Beginn des Gaza-Konflikts habe Tel Aviv noch daran gearbeitet, die Beziehungen mit Saudi-Arabien zu verbessern, was zu besseren Verhältnissen mit anderen islamischen Ländern wie Malaysia und Indonesien geführt haben könnte. „Das alles ist nicht mehr möglich. Der Konflikt verursacht bleibende Schäden, von denen es nahezu unmöglich sein wird, sich zu erholen“, sagte Greenstein.
Köln (iz). Am 7. November veröffentlichte der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) eine gemeinsame Stellungnahme zum „herrschenden Diskurs in Deutschland“ über den Krieg im Nahen Osten. Dieser spalte unsere Gesellschaft.
Derzeit würden Medien in den Augen der AutorInnen den Eindruck erzeugen, es gäbe im Land nur ein pro-israelisches und ein pro-palästinensisches Lager. „Wer genau hinschaut, sieht: Die allermeisten Menschen fordern das Ende der Gewalt und Frieden – auf beiden Seiten.“ Laut dem Gremium ignorierten die mediale und die politische Behandlung des Krieges diesen Konsens.
Aus diesem Grund fordert er eine „Versachlichung der Debatte“ und sieht die Notwendigkeit für ein differenzierteres Denken. Denn diese würden Vorurteile schüren sowie zu verbalen oder tätlichen Angriffen auf Juden und Muslime in Deutschland führen.
„Jüdinnen, Juden und jüdische Einrichtungen sind antisemitischen verbalen und tätlichen Angriffen ausgesetzt. Seit der Gewalteskalation in Nahost leben sie in großer Sorge vor Übergriffen.“
Von dieser, in seinen Augen handfesten, Gewalt seien hiesige MuslimInnen und Moscheen auch betroffen. So sei es seit dem Terror der Hamas zu „Dutzenden Angriffen auf Muslime und Moscheen“ gekommen. Eine Reaktion darauf blieb bisher aus, so der KRM. „Den antimuslimischen wie auch antisemitischen extremistischen Spektren wird geradezu in die Hände gespielt.“

Foto: Koordinationsrat der Muslime
Der Koordinationsrat beklagte darüber hinaus „mangelnde öffentliche Anteilnahme an den schrecklichen Entwicklungen in Nahost“. Diese forderten mittlerweile tausende tote Zivilisten. Das habe zu Unverständnis in der muslimischen Community geführt.
„Hinzu kommen die gebetsmühlenartig wiederholten Distanzierungsforderungen vom Terror, die nicht nur das Verstehen erschweren, sondern auch frustrieren lassen, weil man sich nicht verstanden sieht. Wird der Terror verurteilt, wird die Aussage in Zweifel gezogen. Dieser Generalverdacht führt insbesondere bei jüngeren Muslimen zu einer Entfremdung – eine zutiefst besorgniserregende Entwicklung“, heißt es in dem KRM-Papier.

Polizeischutz vor einer Synagoge in Berlin. (Foto: Tobias Arhelger, Shutterstock)
Zum Abschluss betonte der Koordinationsrates ausdrücklich, dass es ihm nicht darum gehe, „den Terror zu relativieren oder gar zu unterstützen. Wer Verbrechen verteidigt, muss selbstverständlich Gegenwind ernten“.
Forderungen und legitime Beiträge, das „Leid des palästinensischen Volkes“ auszudrücken und die Solidarisierung mit ihm, sollten jedoch gehört werden.
Lesen: Bücher von palästinensischen und israelischen Autoren sind erhellender als der beschränkte deutsche Diskurs. (iz). Als die mörderischen Angriffe von Hamas-Einheiten auf die israelische Zivilbevölkerung begannen, überschwemmten die ersten Videos […]
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Die diesjährige Buchmesse widmete sich auch den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten. (KNA). Die Buchmesse thematisiert an ihrem ersten Tag zwei Kriege mit weltweiten Auswirkungen: Den zwischen […]
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Kinder und Krieg: Ratschläge einer Expertin für Gespräche mit Kindern über Gewalt, Konflikte und Sterben. (KNA). Der anhaltende Krieg in der Ukraine und nun der Terrorangriff der radikalen Hamas auf […]
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(dpa, iz, GFP.com). Während sich Israels Bodentruppen im Gazastreifen anhaltend heftige Gefechte mit der Hamas liefern, kommt es weltweit zu immer größeren Massenprotesten.
Zehntausende Demonstranten verlangten in vielen Städten Deutschlands sowie etwa den USA, Frankreich und Großbritannien ein Ende der israelischen Bombardements.
Angesichts der grausigen Bilder von immer mehr Toten und drastischer Zerstörung kam es in zahlreichen Städten in Europa und den USA zu Demonstrationen. Allein in Düsseldorf gingen nach Polizeiangaben fast 17 000 Menschen auf die Straße, in Berlin waren es etwa halb so viele.

Foto: Shutterstock, FooToo
In Washington forderten Zehntausende „Freiheit für Palästina“, viele Demonstrierende zogen bis vor das Weiße Haus und versammelten sich vor dem Eingangstor, das mit Handabdrücken in roter Farbe beschmiert wurde. In London waren 30.000 Menschen an Demos gegen die israelischen Angriffe beteiligt.
Die Zahl der Todesopfer im Gazastreifen erreichte am Sonntagabend laut Angaben der dortigen Gesundheitsbehörden 9.730. Damit nähert sie sich der Zahl der zivilen Todesopfer im Ukraine-Krieg, die seit dem 24. Februar 2022 den Vereinten Nationen zufolge inzwischen auf mehr als 9.900 gestiegen ist.
Zwar ist nicht klar, wie viele Hamas-Angehörige sich unter den Opfern in Gaza befinden. Doch wurden dort mehrheitlich Kinder und Jugendliche (rund 4.800) oder Frauen (etwa 2.550) getötet. Während israelische Regierungsstellen die Angaben der Gesundheitsbehörden als übertrieben abtun, weisen kritische Stimmen auch in Israel darauf hin, dass sie sich in der Vergangenheit gewöhnlich als zuverlässig erwiesen haben.

Foto: ICRC, X
Mehr als 1,4 Mio. der insgesamt 2,3 Mio. Einwohner sind auf der Flucht, ohne freilich eine Chance zu haben, sich vor den überall einschlagenden Bomben in Sicherheit zu bringen. Mittlerweile sind 16 der 35 Krankenhäuser geschlossen; die übrigen werden nur eingeschränkt betrieben, weil Treibstoff und Medikamente kaum mehr vorhanden sind. Die gesamte Gesundheitsversorgung hänge „am seidenen Faden“, hieß es Anfang vergangener Woche.
Bis jetzt stieg die Zahl der bisher verstorbenen UN-Helfer auf 79. Fünf Mitarbeiter seien innerhalb der vergangenen 48 Stunden getötet worden, teilte das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA am Sonntag mit. Mindestens 24 weitere seien verletzt worden.
Wie die meisten Bewohner des Küstenstreifens seien auch sie gemeinsam mit ihren Familien vertrieben worden. „Sie arbeiten weiterhin unermüdlich, um humanitäre Hilfe zu leisten.“
In dem dicht besiedelten Küstenstreifen, wo rund 2,2 Mio. Menschen leben, ist die humanitäre Lage weiter verheerend. Fast 1,5 Mio. wurden nach UN-Angaben seit Kriegsbeginn vertrieben. Die Hälfte davon halte sich in ca. 150 UN-Einrichtungen, die inzwischen zumeist hoffnungslos überfüllt sind.

Foto: IKRK, X
Das UN-Welternährungsprogramms (WFP) hat einen sicheren und erweiterten Zugang für humanitäre Hilfe zum Gazastreifen gefordert. Der Bedarf an Hilfsgütern sei sprunghaft angestiegen und die kritischen Nahrungsmittelvorräte hätten einen gefährlichen Tiefstand erreicht, sagte WFP-Exekutivdirektorin Cindy McCain nach einem Besuch am Grenzübergang Rafah am Sonntag.
„Heute spreche ich einen dringenden Appell für die Millionen von Menschen aus, deren Leben durch diese Krise zerstört wird.“ Zwar nähmen die Lieferungen in den Gazastreifen stetig zu, sie reichten bei weitem nicht aus, um den wachsenden Bedarf zu decken, so McCain.

Foto: HRH King Abdallah, X
Die jordanische Luftwaffe hat einem Medienbericht zufolge medizinische Hilfsgüter über dem Gazastreifen abgeworfen. Das berichtete die Zeitung „The Times of Israel“ in der Nacht zum Montag unter Berufung auf eine entsprechende Mitteilung des Königs Abdullah II. Israel hatte ein Embargo gegen unkontrollierte Hilfslieferungen in den Gazastreifen verhängt.
Unklar sei, ob die Hilfsgüter das Lazarett erreicht haben oder ob die Aktion mit Israels Wissen oder Zustimmung durchgeführt wurde, schrieb die Zeitung weiter.
Gegen Mitternacht seien medizinische Hilfsgüter und Medikamente per Fallschirm über einem jordanischen Feldlazarett abgeworfen worden, wurde der dortige Monarch zitiert. „Es ist unsere Pflicht, unseren Brüdern und Schwestern zu helfen, die im Krieg gegen Gaza verletzt wurden. Wir werden immer für unsere palästinensischen Brüder da sein.“
Kinder im gegenwärtigen Krieg sind die Hauptleidtragenden vom weitverbreiteten Bruch des Völkerrechts. (The Conversation). Unter den Opfern, die bei den jüngsten Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hamas ums Leben gekommen […]
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Gaza steht derzeit unter Dauerbeschuss. Das Gebiet ist abhängig von globaler Hilfe. Krieg bedeutet, dass nichts hereinkommt. (The Conversation). Internationale Hilfsorganisationen warnen davor, dass sie die Menschen im Gazastreifen nicht […]
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Trotz Konvois: Die anhaltende Gewalt im Gazastreifen hat zu einer humanitären Krise geführt, die als „katastrophal“ bezeichnet wird – und selbst als die Hilfe ankam, wurden die Angriffe verstärkt. (IPS/IZ). […]
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