Zum Umgang mit Frauen in Afghanistan – ein Blick aus dem hanafitischen Recht

Frauen in Afghanistan werden durch die Taliban zunehmend aus Bildung, Arbeit und öffentlichem Leben gedrängt. Eine Analyse aus dem hanafitischen Recht zeigt: Die umfassende Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit lässt sich weder pauschal aus Qur’an und Sunna noch aus der Rechtstradition begründen.

28.09.2026 Laila Massoudi 4 Min. Lesezeit
Taliban afghanistan frauen

Foto: Jono Photography, Shutterstock

(iz). Für Frauen in Afghanistan bedeutet das Leben in einem Raum wachsender Beschränkungen. Das Verbot, eine höhere Schulbildung zu erhalten oder eine Universität zu besuchen, ist weiterhin in Kraft.

Auch Arbeit, medizinische Versorgung, die Präsenz an öffentlichen Orten und selbst der Weg aus der Wohnung stehen unter Vorbehalt.

Nach Angaben von UN Women verlässt inzwischen mehr als die Hälfte der befragten Afghaninnen ihr Haus höchstens zweimal im Monat. Fast drei Viertel fühlen sich ohne männlichen Angehörigen außerhalb ihrer vier Wände nicht sicher. Viele meiden Märkte und Gesundheitseinrichtungen.

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