USA blockieren Einfuhr bestimmter Produkte aus Xinjiang

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Washington (dpa). Der US-Zoll wird die Einfuhr bestimmter Produkte aus Xinjiang blockieren, weil diese nach Ansicht Washingtons in der autonomen Region Chinas mit Hilfe von Zwangsarbeitern hergestellt wurden. Dies sei eine „moderne Form der Sklaverei“, erklĂ€rte das Heimatschutzministerium am 14. September.
Die US-Regierung wirft China die Beschneidung der Menschen- und Freiheitsrechte sowie das Einsetzen staatlicher Zwangsarbeit vor, um die in der nordwestlichen Provinz ansĂ€ssige muslimische Minderheit der Uiguren zu unterdrĂŒcken.
Von dem Importverbot betroffen sind unter anderem Baumwoll-, Textil-, Haar- und Computerprodukte von vier Herstellern sowie Waren, die in einem bestimmten Lager produziert wurden. Nach chinesischer Darstellung handelt es sich bei dem Lager um ein Fortbildungszentrum, die US-Regierung hingegen betrachtet es als Internierungslager zur politischen Umerziehung von Uiguren.
Die schĂ€tzungsweise zehn Millionen Uiguren in China sind ethnisch mit TĂŒrken verwandt und fĂŒhlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrĂŒckt. Nach ihrer MachtĂŒbernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frĂŒhere Ostturkestan China einverleibt.
Peking wirft uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorismus vor. Die US-Regierung schĂ€tzte die Zahl der in Umerziehungslagern inhaftierten Angehörigen muslimischer Minderheiten zeitweise auf mehr als eine Million. China spricht dabei von Berufsbildungseinrichtungen, die freiwillig besucht wĂŒrden.