Bis ins hohe Alter war Jürgen Habermas bei aktuellen Debatten dabei. Nun ist einer der wichtigsten Philosophen der Gegenwart gestorben. Alle Größen des Staates kondolieren.
(KNA). Der Philosoph Jürgen Habermas ist am 14. März mit 96 Jahren in Starnberg gestorben. Die Spitzen des Staates würdigen ihn einhellig als bedeutenden Philosophen der Gegenwart und als einflussreichen Intellektuellen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nannte Habermas einen „Meisterdenker und Philosophen der Bundesrepublik“.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb an Habermas’ Kinder: „Ich weiß, die politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa haben ihn bedrückt und zweifeln lassen, zumal er bei nachlassenden Kräften den Anspruch hatte, sein Wort gegen Gewalt und Unrecht zu stellen.“
Deutschland verliere mit Habermas „einen großen Aufklärer, der die Widersprüche der Moderne durchmessen hat“. Er habe „uns das Ethos des demokratischen Diskurses gelehrt und die Emanzipation des Menschen als unaufgebbares Ziel begründet“.
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