Seelsorge für Muslime: Es muss mehr getan werden

Muslimische Seelsorgerinnen und Seelsorger rücken in Deutschland aus der Randzone: Im Strafvollzug bleiben ihre Strukturen oft brüchig, in der Bundeswehr beginnt ihre Arbeit erst.

23.04.2026 Laila Massoudi 4 Min. Lesezeit
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Foto: spuno/Adobe Stock

(iz). Zwischen Provisorium und verspätetem Aufbruch zeigt sich, wie ernst der Staat das Grundrecht auf Religionsfreiheit für diese Minderheiten tatsächlich nimmt.

Seelsorge für Muslime in Deutschland steht an einem Wendepunkt: Im Strafvollzug legt eine neue Studie strukturelle Defizite offen, während die Bundeswehr sich anschickt, erstmals Militärseelsorger zu berufen. Zwischen temporären Lösungen und Aufbruch verhandelt sich dabei konkret die Frage, wie ernst der Staat dieses Grundrecht auch für Minderheiten nimmt.

In Köln sprach Ali Mete von einem „Provisorium“. Der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime (KRM) reagiert damit auf die Expertise der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG), die für Gefängnisseelsorge ein „Flickenteppich-Bild“ zeichnet: von ehrenamtlichen Einzelengagements über punktuelle Kooperationen bis hin zu wenigen regulären Angeboten.

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Pressebild: IGMG

In manchen Bundesländern existieren demnach keinerlei Strukturen – Brandenburg, Sachsen-Anhalt und das Saarland sehen nach der Studie derzeit keinen Bedarf.

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