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„2016 Schicksalsjahr der EU“

Foto: Olaf Kosinsky/Skillshare.eu | Lizenz: CC-BY-Sa 3.0

Rom (KNA). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant offenbar keine Änderung in ihrer Flüchtlingspolitik. Das sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), am Donnerstagabend in Rom. Die Kanzlerin werde nicht von ihrer Linie der offenen Grenzen abrücken. Ansonsten hätte sie dies der Unionsfraktion inzwischen mitgeteilt, so Kauder. Mitte Februar wollen die EU-Staaten in Brüssel über die Flüchtlingskrise beraten.
Der CDU-Politiker pochte auf eine gesamteuropäische Verteilung der Flüchtlingsströme. Es gehe nicht an, dass wirtschaftlich relativ starke Staaten wie etwa Polen die Aufnahme der Menschen allein Deutschland überließen. 2016 werde zum Schicksalsjahr der Europäischen Union. „Wenn jede Nation meint, sie könne dieses Problem alleine in den Griff kriegen, sieht Europa am Ende des Jahres anders aus – schlechter.“
Kauder warnte vor einem neuen Nationalismus in den europäischen Ländern. Es müsse möglich sein, dass 500 Millionen Europäer einige Millionen Menschen aus den Kriegs- und Krisengebieten des Nahen Ostens und Afrikas bei sich aufnähmen.

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