Sudan: Zivilbevölkerung zwischen den Fronten

Im Sudan konkurrieren die Armee und die RSF-Einheiten um politische Kontrolle und Dominanz im Land. Auch Goldvorkommen spielen ein Rolle.

09.05.2023 Sulaiman Wilms 4 Min. Lesezeit
Sudan Afrika

Foto: beast01, Shutterstock

„Die Menschen sind in ihren Häusern gefangen und haben Angst vor dem, was in den nächsten Tagen passieren wird. Das Leben ist wie gelähmt, alles ist geschlossen und die Lebensmittelvorräte gehen zur Neige.“ Elsadiq Elnour, Landesdirektor Sudan Islamic Relief

Menschen im Sudan tragen die Last des Krieges

(iz). Seit 15. April kämpfen Einheiten der regulären sudanesischen Streitkräfte sowie Truppen der bis zu 100.000 Mann starken Rapid Support Forces (RSF) um die politische und militärische Kontrolle in Khartum. Die aus den berüchtigten Dschandschawid hervorgegangene Miliz wurde vom gestürzten Diktator al-Bachir für seine Verwendung gegründet.

Nach Erkenntnissen von Islamic Relief Deutschland (IRD) trage die Zivilbevölkerung die Hauptlast der Gefechte, die sich nach Aussagen von HelferInnen über das Land ausbreiteten. „Familien sind in ihren Häusern eingeschlossen und haben kaum noch Lebensmittel und Wasser. Mehr als hundert Zivilisten wurden inzwischen getötet und Hunderte weitere verletzt.“ Bisher hätten die Konfliktparteien in Wohngebieten und nahe von Krankenhäusern gekämpft.

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