In Albanien auf den Spuren von Ali Pascha

Über Albanien herrscht massenhaft Unwissenheit im Westen. Und es gibt kaum echte Bemühungen, das zu ändern.

9.05.2023 Robert Rigney 9 Min. Lesezeit
Albanien Ali Pascha

Foto: Filip, Adobe Stock

(iz). Als ich im Kindesalter nach Griechenland flog, schaute ich über der albanischen Küste aus dem Fenster und bestaunte das schneebedeckte und wolkenverhangene Korab-Gebirge. Mein Vater saß neben mir und sagte: „Sieh genau hin. Was du da unten siehst, ist das am stärksten abgeschottete Land der Welt. Keiner kommt rein oder raus.“ Ich schaute hin und schätzte mich glücklich, oben zu sein und nicht in dem Freiluftgefängnis.

Albanien hatte etwas Einschüchterndes an sich. Ein Teil davon hatte zweifellos mit der Landschaft zu tun, denn es liegt zwischen den dinarischen Alpen im Norden und dem Pindusgebirge im Süden, dem mazedonischen Hochland im Osten und dem adriatischen und ionischen Meer im Westen.

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