Care warnt vor Verschärfung der Krise in Mali

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Bamako/Berlin (KNA/iz). Nach Einschätzung der Hilfsorganisation Care steigen die Flüchtlingszahlen im westafrikanischen Mali weiter stark an. Aufgrund von Konflikten, Aufständen und den Folgen des Klimawandels seien aktuell mehr als 400.000 Menschen auf der Flucht und damit viermal so viele wie im Vorjahreszeitraum, teilte die Organisation am 9. November in Berlin mit.

Care fordert mehr finanzielle Mittel zur Unterstützung von Bedürftigen. Würden diese nicht zeitnah zur Verfügung gestellt, drohe eine ernste Nahrungsmittelkrise.

Die Hälfte der Binnenvertriebenen seien Frauen, zwei Drittel seien minderjährig. Laut Care hat die Gewalt gegen Frauen erheblich zugenommen. Auch fehle häufig der Zugang zu Gesundheits- und Bildungsangeboten.

Die aktuelle Krise in Mali begann vor rund zehn Jahren durch einen Aufstand der Tuareg-Bevölkerung im Norden. Aktuell operieren verschiedene extremistische Terrorgruppen im Land. Gewalt wird außerdem von organisierten Verbrecherbanden ausgeübt.